Zehn Jahre Finanzkrise / Bafin fühlt sich getäuscht / Deutschland hat zu viele Banken
 
szmtag
 
 
 
 
 
 
 
Donnerstag, 17. August 2017
 
"Die nächste Krise kommt bestimmt"
 
 
 
 
 
Vor zehn Jahren riss die Finanzkrise Börsen und Volkswirtschaften rund um den Globus in den Abgrund. Das Handelsblatt blickt daher zurück: Damals erreicht die Krise Deutschland – nur begriff vor genau zehn Jahren kaum jemand die volle Konsequenz. Denn das erste Sorgenkind unter den Banken war die Deutsche Industriebank (IKB). Der Ruf des Geldhauses war tadellos, das Image bodenständig, man könnte auch sagen: langweilig. Es ist eine Zeit, aus der wir auch heute noch viel mitnehmen können, kommentiert Börse ARD. Denn die nächste Krise kommt bestimmt. Mittlerweile klopfen sich Notenbanker und Politiker auf die Schultern: Das Schlimmste läge hinter uns und die Erholung sei geschafft. Ein Irrtum, glaubt das Manager Magazin. Wer verspricht, dass das System nun sicher ist, erzählt Märchen, findet auch die Frankfurter Rundschau. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Krise wieder mit voller Wucht ausbricht. Es gibt keine Sicherheit. Auch die Süddeutsche Zeitung ist pessimistisch: Würde sich die Krise unter den gleichen Vorzeichen wiederholen, wüssten die Experten vielleicht, was zu tun ist. Aber der Irrationalismus und die Bereitschaft der Menschen, sich selbst etwas vorzumachen, ist groß.
 
 
 
 
 
Am vergangenen Freitag beendete der Dax die Handelswoche mit Verlusten. Aktien der Autobauer gaben erneut nach. Nur Adidas legte aufgrund guter Zahlen kräftig gegen den Trend weiter zu, schreibt das Manager Magazin. Der Dow Jones schaffte es als einziger US-Index erneut auf eine Bestmarke und verbuchte auf Wochensicht ein Plus von 1,16 Prozent, meldet n-tv. Der Ausblick auf die kommende Woche sieht zumindest für den Dax kaum besser aus: Die Bilanzsaison läuft auf Hochtouren, doch die Furcht der Anleger vor schrumpfenden Gewinnen dürfte wohl weiter bremsen. Am Dienstag öffnen unter anderem die Dax-Konzerne Fresenius und FMC sowie Heidelcement und Infineon die Bücher. Am Mittwoch folgen aus der ersten Börsenliga die Commerzbank, Deutsche Lufthansa und Vonovia. Eine wahre Bilanzflut rollt dann am Donnerstag auf die Anleger zu mit zahlreichen Dax-Werten wie Beiersdorf, BMW, Continental, Merck, Deutsche Telekom, ProSiebenSat1 und Siemens. Vor allem der Euro-Kurs verhindert steigende Kurse, glaubt das Handelsblatt. Selten waren die Marktexperten so gespalten wie in diesen Tagen, schreibt Börse ARD. So warnt etwa Heino Ruland von Ruland Research trotz der zuletzt rückläufigen Aktienindizes vor überzogenem Pessimismus. "Fundamental ist alles in Ordnung." Die Konjunktur laufe rund. Außerdem gehe er davon aus, dass der Euro-Kurs mit etwa 1,17 Dollar seinen Höhepunkt vorläufig erreicht habe. Andere Experten verweisen darauf, dass der Wechselkurs des Euro längst seine Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verloren habe, gehen doch 60 Prozent der Exporte in die Euroländer.
 
 
 
 
 
Zum Wochenauftakt präsentierte sich die Tokioter Börse trotz positiver Geschäftszahlen schwach. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab am Vormittag um 0,1 Prozent auf 19.946 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index notierte beinahe unverändert mit 1620 Zählern. Händler begründeten den schwachen Start in die Woche mit dem hohen Yen-Kurs. Die Devise notierte zeitweise auf dem höchsten Stand seit Mitte Juni. Gegen den Trend zulegen konnten die Papiere von Hitachi, die nach positiven Quartalszahlen um vier Prozent zulegten. Reuters
 
 
 
 
 
Einen erfolgreichen Tag wünscht
Ihr Finance-Today-Team
Mehr zum Thema Finanzen auf Facebook
 
 
 
 
 
Empfehlen Sie unseren Newsletter Ihren Freunden weiter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ZAHL DES TAGES
 
111,2
 
 
  Millionen Dollar zahlen Morgan Stanley, die Royal Bank of Canada, die französische Société Générale, die britische Standard Chartered und die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ im Streit über Manipulationen am Devisenmarkt. Allein auf Morgan Stanley kommen demnach 50 Millionen Dollar zu. Der Vergleich muss noch von einem Richter genehmigt werden.  
 
Quelle Reuters
 
 
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
US-BANK WELLS FARGO
 
Neuer Skandal um teure Autoversicherungen
 
Wells Fargo hat jahrelang teure Autoversicherungen abgeschlossen, ohne die Kunden darüber zu informieren. Dass die US-Bank nicht eher an die Öffentlichkeit ging, sorgt für Empörung. Die Aktie gibt um 2,6 Prozent nach, berichtet das Handelsblatt. Wells Fargo macht es schon wieder, kommentiert Bloomberg mit Blick auf den Vorfall um gefälschte Kundenkonten. Schon wieder ein Skandal, meint auch Börse ARD. Dabei habe das Image der Bank bereits stark gelitten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DEUTSCHE BÖRSE
 
Bafin fühlt sich getäuscht
 
Die Finanzaufsicht Bafin fühlt sich angeblich von der Deutschen Börse in der Affäre um die gescheiterte Fusion mit der London Stock Exchange getäuscht. Das meldet der Spiegel (Artikel online nicht verfügbar). Thema sind die Aktienkäufe des Börsenchefs. Handelsblatt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BITCOINS
 
Eine Pleite führte zum globalen Durchbruch
 
Der heutige Erfolg des Bitcoins ist eine Überraschung, selbst für Experten. Zu Beginn standen vor allem Probleme. Doch dann kam der Erfolg in Japan – und die Euro-Krise befeuerte den weltweiten Erfolg der Cyberwährung, berichtet das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
60 JAHRE BUNDESBANK
 
Wenn Tradition zur Herausforderung wird
 
Die Deutsche Bundesbank genießt 60 Jahre nach ihrer Gründung weltweit einen hervorragenden Ruf. Aber ein Blick hinter die Kulissen offenbart eine erstarrte Behörde, die unter Druck steht, sich grundlegend zu verändern, weiß das Handelsblatt (Premium-Angebot).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FTSE RUSSELL
 
Indexanbieter pocht auf Stimmrechte
 
Der Indexanbieter FTSE Russell bezieht in der seit dem Börsengang von Snap hochgekochten Diskussion über stimmrechtslose Aktien Position. Die Tochter der London Stock Exchange zieht künftig nur noch Aktien von Unternehmen für ihre Indizes in Betracht, die Investoren wenigstens fünf Prozent der Stimmrechte einräumen. Die Untergrenze gilt ab September für Indexaspiranten und betrifft ab 2022 auch Unternehmen, die schon heute in den Indizes enthalten sind. Börsen-Zeitung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Der US-Mobilfunkkonzern Sprint strebt Insidern zufolge eine Fusion mit dem Kabelnetzbetreiber Charter Communications an. Rtr Die britische Großbank Barclays ist im zweiten Quartal wegen des Ausstiegs aus dem Afrika-Geschäft tief in die roten Zahlen gerutscht. Telegraph Die Rettung der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena ist offiziell in Kraft getreten. HB Die spanische Bank Santander will ihr Vertriebsnetz in Deutschland zusammenlegen – rund 100 Filialen werden geschlossen und 600 Arbeitsplätze fallen weg. RP Der US-Telekomkonzern AT&T hat mit 22,5 Milliarden Dollar den drittgrößten Bond aller Zeiten begeben. FT Die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse kommen sich in ihrer Kapitalstärke überraschend näher. Börsen-Zeitung Das Management von Volkswagen hat für den geplanten Verkauf der Motorradtochter Ducati und des Getriebeherstellers Renk weiter keine Mehrheit im Aufsichtsrat. MM Die russische Notenbank hat die Zinsen konstant gehalten, fasst zugleich aber eine geldpolitische Lockerung ins Auge. Rtr Der erwartete Gewinnrückgang bei der französischen Großbank BNP Paribas fiel im zweiten Quartal dank Kostensenkungen und eines überraschend guten Geschäfts im Investmentbanking niedriger aus als erwartet. CNBC Gestiegenen Preise für Nahrungsmittel und höhere Mieten haben auch im Juli die Inflation angetrieben. Spon Die Finanzaufsicht Bafin hält die Unternehmen der Versicherungsbranche in Deutschland für ausreichend krisenfest. HB
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
 
FINANCE TODAY
 
 
 
MEIST GELESEN
     
 
  IMMOBILIEN-STUDIE  
NIEDRIGZINS
 
Deutschlands Rolle in der Geldpolitik
 
  MICROSOFT SETZT AUF BOTS  
DIVID-ENDE
 
So macht Geld doch glücklich
 
   
GELDANLAGE
 
Roboter mit Interessenskonflikten
 
 
   
 
 
 
 
  Finanztrends für den Mittelstand  
 
 
 
IN KOOPERATION MIT HANDELSBLATT
 
Deutsche Wirtschaft im Aufwind
 
Es herrscht weiterhin beste Stimmung in deutschen Chefetagen. Dies spiegelt der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex wieder. Erneut konnte ein Rekordstand erreicht werden und auch die Aussichten für die weitere Entwicklung sind positiv: die Kapazitätsauslastung steigt weiter an und der Optimismus der Unternehmen ist ungebrochen. Möchten Unternehmen investieren, erhalten sie auf www.compeon.de individuelle Finanzierungsangebote aus einem Netzwerk von über 220 Finanzpartnern. Die durchschnittlichen Darlehenskonditionen auf COMPEON sind auf Drei-Monatssicht um 0,07 Prozentpunkte gesunken und auf Sechs-Monatssicht um 0,05 Prozentpunkte gestiegen.
 
   
 
 
 
   
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
VWD TOP FUNDS
 
Die besten Aktienfonds im vwd funds service, sortiert nach Performance fünf Jahre, Rang 6 bis 10
 
 
 
Fondsname / KVG Performance Rücknahmepreis Datum
Prévoir Perspectives C
Société de Gestion Prévoir
148,60% 246,81 steigender Kurs 27.07.2017
Lupus alpha Fonds Lupus alpha Micro Champions
Lupus alpha Investment S.A.
147,33% 119,19 steigender Kurs 27.07.2017
Henderson Horizon Fund Pan European Smaller Companies Fund A2 EUR
Henderson Management S.A.
145,68% 50,56 steigender Kurs 28.07.2017
DWS Aktien Strategie Deutschland LC
Deutsche Asset Management Investment GmbH
143,07% 395,45 steigender Kurs 28.07.2017
UBS (Lux) Equity Fund China Opportunity (USD) P
UBS Fund Management (Luxembourg) S.A.
142,75% 1157,54 steigender Kurs 28.07.2017
 
 
 
 
NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
EINSCHÄTZUNG DER EZB
 
Deutschland hat zu viele Banken
 
Sabine Lautenschläger, EZB-Direktorin, gaubt, dass es in Deutschland zu viele Banken gibt. "Mit rund 1600 sind es eigentlich zu viele", sagte sie dem Tagesspiegel. Daher fordert sie einen Ausleseprozess bei den Finanzhäusern. "Konsolidierung ist notwendig", sagte Lautenschläger, die auch stellvertretende Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht ist.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BRITISCHER SCHATZKANZLER ÜBER BREXIT
 
Hammond plädiert für Übergangsphase
 
Philip Hammond, britischer Schatzkanzler, hat sich erneut gegen einen "harten Brexit" und für eine Übergangsphase ausgesprochen. In der Zeit solle ein neuer Handelsvertrag zwischen Großbritannien und der Europäischen Union geschlossen werden, sagte er der BBC. Solch eine Übergangsphase sei im Interesse Großbritanniens und auch der EU, findet Hammond.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
IFO-PRÄSIDENT
 
Fuest warnt vor Zombie-Unternehmen
 
Clemens Fuest, ifo-Chef, sieht Europas Wirtschaft durch hochverschuldete und unprofitable Firmen gefährdet. Viele seien eigentlich Pleite, würden aber von der EZB am Leben gehalten. Ein Land steche dabei hervor, sagte er der Welt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
MISTRADES
 
Der 163-Millionen-Euro-Mann?
 
Armin S., ein Mann aus Frankfurt, streitet um einen Bankirrtum zu seinen Gunsten. Er wirft der BNP Paribas vor, sogenannte Mistrades zu spät gemeldet zu haben – und will 163 Millionen Euro. Hat er eine Chance vor Gericht, fragt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und begibt sich auf Spurensuche.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Guter Gin muss offenbar nicht teuer sein: Der Oliver Cromwell London Dry Gin von Aldi hat bei der International Wine and Spirits Competition (IWSC) eine der begehrten Goldmedaillen geholt. Die IWSC, ein renommierter Spirituosenwettbewerb, findet seit 1969 jährlich statt. Dabei stach der preisgekrönte Schnaps des Discounters in diesem Jahr unter anderem auch einen Konkurrenten aus, der viermal teurer ist, wie das Unternehmen mitteilte. Der Foxhole London Dry Gin für umgerechnet 45 Euro bekam eine der Silbermedaillen verliehen. Die Hausmarke von Aldi ist für elf Euro erhältlich. Allerdings gibt es einen Haken, schreibt die Welt.
 
 
 
 
 
 
 
Empfehlen Sie unseren Newsletter Ihren Freunden weiter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
Fügen Sie bitte die E-Mail-Adresse Handelsblatt-FinanceToday@financetoday.handelsblatt.com Ihrem Adressbuch oder der Liste sicherer Absender hinzu. Dadurch stellen Sie sicher, dass unsere Mail Sie auch in Zukunft erreicht.

Dieser Newsletter wurde an heckeroth@gmail.com gesendet. Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, klicken Sie bitte hier.

Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV: Julian Trauthig
Handelsblatt GmbH, Kasernenstr. 67, 40213 Düsseldorf
Geschäftsführung: Gabor Steingart (Vorsitzender), Frank Dopheide, Ingo Rieper, Gerrit Schumann
AG Düsseldorf HRB 38183, UID: DE 812813090
Verantwortlich für die Anzeigen: iq digital media marketing gmbh, Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf, Internet: www.iqdigital.de