Griechenland-Krise 2.0 / Haspa führt Negativzinsen ein / Die Investmentbank der Scheichs
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Montag, 16. September 2019
Comeback der Griechenland-Krise
Sie ist wieder da: Die Griechenland-Krise. Die anhaltende Diskussion über weitere Finanzhilfen für Athen macht Anleger nervös und die Renditen für griechische Staatsanleihen steigen über sämtliche Laufzeiten hinweg, die mit einer Fälligkeit in zwei Jahren zwischenzeitlich sogar auf 10,05 Prozent. Das ist keine ungewöhnlich hohe Zahl, noch Mitte des vergangenen Jahres war sie sogar noch etwas höher, findet das Handelsblatt, doch der Vergleich mit Bundesanleihen zeige, wie groß die Risikofurcht der Anleger mittlerweile geworden ist. Der Internationale Währungsfonds fordert laut Reuters vom hoch verschuldeten Griechenland weitere Reformen und die Zeit stöhnt: "Jetzt bloß kein neues Schuldenchaos!" Dass Donald Trumps möglicher Kandidat für den Posten des US-Botschafters bei der EU, Ted Malloch, laut Tagesspiegel weiter gegen die EU stichelt und Griechenlands Euro-Austritt voraussagt, trägt auch nicht gerade zur Beruhigung bei.
Der Leiter des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, sieht aus den USA noch ganz anderen Ärger auf Europa zukommen: eine neue Finanzkrise. Er warnt vor Trumps Plänen zur Deregulierung der Finanzmärkte. "Das Dodd-Frank-Gesetz enthält wichtige Vorkehrungen zur Wahrung der Finanzmarktstabilität und zum Schutz der Steuerzahler vor der Belastung durch die Rettung von Pleitebanken", zitiert ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung. In die selbe Kerbe haut EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau: "Wenn es eine amerikanische Versuchung geben sollte, zu deregulieren und zu sagen 'Lasst uns zurückkehren zur Situation vor 2007', dann wäre das eine gefährliche Position und offensichtlich auch keine wünschenswerte", zitiert Reuters den französischen Notenbankchef. Jens Weidmann macht sich derweil laut n-tv Sorgen, dass ein Handelskrieg zwischen den USA und der EU ausbrechen könnte. Der Bundesbank-Präsident rät den Europäern, das Gespräch mit Trump zu suchen, denn der US-Präsident habe offenbar wirtschaftspolitische Wissenslücken.
Der Dax hat sich auch zur Wochenmitte entsprechend unentschlossen gezeigt. Börsenexperten sprachen gegenüber n-tv gar von einer "Schockstarre". Der deutsche Leitindes schloss 0,1 Prozent im Minus bei 11.543 Punkten. Der MDax zog indes 0,6 Prozent auf 22.709 Zähler an. Der TecDax gewann 0,5 Prozent auf 1843 Stellen.

In USA werden Investoren mit den besten Geschäftsergebnissen seit der Finanzkrise verwöhnt – doch an den Märkten zeigt sich davon wenig, wundert sich Bloomberg. Das Handelsblatt zitiert dagegen Blackrock-Chef Larry Fink, der die Entwicklung der US-Märkte pessimistischer sieht als andere. Zurzeit sei der Aktienmarkt "sich selbst voraus".
Die US-Börsen haben gestern laut Reuters kaum verändert geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,2 Prozent auf 20.054 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2294 Punkten auf der Stelle.

Der starke Yen setzt dem japanischen Aktienhandel zu. Selbst positive Konjunkturdaten können dem nicht entgegenwirken, schreibt das Handelsblatt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor im Vormittagshandel 0,2 Prozent auf 18.971 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index notierte um 0,3 Prozent schwächer auf 1519 Zählern.
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ZAHL DES TAGES
100
Milliarden Euro an neuen Anleihen deutscher Unternehmen erwarten die Analysten von Moody’s für dieses Jahr, denn die Betriebe hierzulande nehmen deutlich weniger Kredite bei den Banken auf.
Quelle Frankfurter Allgemeine Zeitung
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FINANZNACHRICHTEN
COMMERZBANK
Zwischen Umbruch und Angriff
Commerzbank-Chef Martin Zielke präsentiert heute seine erste Bilanz. Es dürfte für einen dreistelligen Millionengewinn reichen, meint die Wirtschaftswoche. Wichtiger sei jedoch, wie Zielkes Umbau vorankommt, denn Analysten vermissten die Perspektiven.
HASPA
Größte Sparkasse führt Negativzins ein
Viele Banken tun es bereits, nun zieht Deutschlands größte Sparkasse nach, so die Tagesschau: Die Hamburger Sparkasse führt Negativzinsen für Firmenkunden ein. Die Politik der Europäischen Zentralbank habe diesen Schritt notwendig gemacht. Privatkunden sollen "so lange wie möglich" verschont bleiben.
BREXIT
Das britische Unterhaus stimmt zu
Das britische Unterhaus hat am Mittwochabend dem Brexit-Gesetz der konservativen Regierung in letzter Lesung ohne Änderungen zugestimmt. Das Gesetz überträgt Premierministerin Theresa May die Vollmacht, die Austrittsgespräche mit der EU zu beginnen. Die Zustimmung des Oberhauses steht noch aus, gilt aber als sicher, so der Spiegel Online.
GESETZENTWURF
Keine Gebühr für Kartenzahlung im Netz mehr
"Zahlungsmittelentgelt" heißt die lästige Gebühr für Kreditkartenzahlungen im Internet, zum Beispiel bei der Bahn. Die Bundesregierung setzt dem jetzt ein Ende, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.
BANKENRICHTLINIE
EU-Vorgabe gefährdet Bankgewinne
Die Neuauflage der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie könnte die Gewinne schwächelnder Banken dramatisch einbrechen lassen. Eine Studie warnt laut Handelsblatt: Bis zu 40 Prozent der Überschüsse im Privatkundengeschäft sind gefährdet.
MOELIS & COMPANY
Die Investmentbank, der die Scheichs vertrauen
Die New Yorker Investmentboutique Moelis & Company, erst 2007 inmitten der beginnenden Finanzkrise gegründet, wurde als "Sole Independent Adviser" erwählt, um den saudi-arabische Ölkonzern Aramco an die Börse zu bringen, schreibt das Manager Magazin. Wann genau der Koloss an die Börse kommt, wo, mit welchem Anteil und auf welche Weise, sei jedoch unklar.
Shortcuts aus der Finanzbranche
Sparbücher sind trotz Minizinsen weiterhin die beliebteste Anlageform der Bundesbürger – wenn auch mit sinkender Tendenz. HB Michael Bentlage steigt bei Hauck & Aufhäuser mit sofortiger Wirkung vom Partner zum persönlich haftenden Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsleitung auf. BZ Versicherer und Berater erwarten laut KPMG, dass Cyberversicherungen in den kommenden Jahren ein rasantes exponentielles Wachstum an den Tag legen werden. BZ Snap, das Unternehmen hinter Snapchat, bietet beim IPO drei verschiedene Aktien an, Unternehmensfremde sollen kein Stimmrecht bekommen. NYT Seit rund vier Jahren kämpfte die Caixabank gegen den Widerstand der anderen Aktionäre um die Übernahme der Banco Português de Investimento – das zweite Angebot hat nun zum Erfolg geführt. BZ In China nimmt die Nachfrage nach Diamanten zu. FAZ In Russland steht der erste große Börsengang seit 2014 bevor und die Investoren kehren vorsichtig in das Land zurück. WSJ  
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Bot(e) treibt für Sparkassen das Geld ein
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Union Investment Luxembourg S.A.
6,15% 109,27 steigender Kurs 07.02.2017
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Deka International S.A.
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Deka-WorldGarant 4
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5,52% 112,83 steigender Kurs 08.02.2017
NAMEN UND NACHRICHTEN
TRUMP-HAUSSE
"Gefährlich hohe Bewertungen"
Seth Klarman, Chef der in Boston ansässigen Baupost Group mit einem verwalteten Vermögen von etwa 30 Milliarden Dollar, ist laut New York Times "der erfolgreichste und einflussreichste Investor, von dem Sie vermutlich nie gehört haben". In einem Brief an seine Investoren äußert er sich zur US-Wirtschaftspolitik und zum gegenwärtigen Stand der Finanzindustrie. Die Börse sei seit Beginn der Trump-Hausse so stark gestiegen, dass inzwischen "gefährlich hohe Bewertungen" erreicht seien, zitiert ihn das Manager Magazin.
DEUTSCHE BANK
Kronprinzen laufen sich warm
Jeffrey Urwin, der Investmentbanking-Chef der Deutschen Bank, könnte womöglich seinen Posten räumen. Es würden Gespräche bei dem Geldhaus geführt, wonach Finanzchef Marcus Schenck den Geschäftsbereich beaufsichtigen solle, zitierte das Wall Street Journal mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Kronprinzen laufen sich schon warm, glaubt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Wer das Ressort führt, bietet sich für den Chefposten an – und der könnte schon 2020 vakant sein.
SEB-FÜHRUNG
Torgeby folgt auf Falkengreen
Johan Torgeby, derzeit Co-Leiter des Geschäfts mit großen Firmenkunden und Finanzinstitutionen, wird Ende März an die Spitze der schwedische Großbank SEB rücken, meldet die Börsen-Zeitung. Erst vor drei Wochen hatte die langjährige Vorstandschefin Annika Falkengren angekündigt, zur Schweizer Privatbank Lombard Odier wechseln zu wollen.
GELDANLAGE
"Dax bei 9000 Punkten wäre möglich"
Jens Ehrhardt ist fast ein halbes Jahrhundert im Börsengeschäft. Im Interview mit dem Handelsblatt (Premium-Angebot) spricht der prominente Vermögensverwalter über Szenarien für den Dax, Parallelen von Trump zum Kriegseintritt 1942 und seine Hoffnung für Gold.
DIVID-ENDE
Der neue US-Präsident und die New York Times liefern sich ein Duell. Die Zeitung liest sich streckenweise wie ein Lügendetektor in Sachen Donald Trump, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Der US-Präsident fordert derweil, jemand möge die Times kaufen und bei ihr aufräumen – oder sie in Würde sterben lassen. Das Gemecker hilft jedoch der Auflage: Allein im vierten Quartal 2016 hat die Digitalausgabe 276.000 neue Abonnenten gewonnen, mehr als in 2013 und 2014 zusammen.
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