Baut Cerberus an Superbank? / Deutsche Bank baut Management um / Schufa durchleuchtet
 
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Mittwoch, 27. Mai 2020
 
Schmiedet Cerberus eine neue Superbank?
 
 
 
 
 
Mit der Überweisung von rund einer Milliarde Euro an die bisherigen Landeseigner Hamburg und Schleswig-Holstein ist die HSH Nordbank am Mittwoch an die neuen Eigentümer um die Finanzinvestoren Cerberus und J.C. Flowers übergegangen, berichtet das Handelsblatt. Während der Verkauf der HSH abgeschlossen ist, hat die NordLB auf der Suche nach neuen Investoren vier Angebote erhalten – ausschließlich von Finanzinvestoren: Laut Reuters gehören die US-Beteiligungsfirmen Cerberus und Apollo dazu. Kommt auch dort der "Höllenhund" zum Zug, schreibt Fonds Professionell, wäre es nicht ausgeschlossen, dass Cerberus mittelfristig aus den Puzzlestücken eine neue Superbank formen könnte. Am Mittwoch hatte schon die Süddeutsche Zeitung analysiert, dass auf dem hiesigen Bankenmarkt aktuell kaum noch etwas ohne oder gegen Cerberus laufe. Der Verkauf des Instituts an einen "Profitmaximierer" könne nicht der Wunschtraum einer Landesregierung sein, meint die Börsen-Zeitung. Jetzt seien ein "Stützungsfall für die Sparkassengruppe" oder gar ein Abwicklungsszenario nicht unwahrscheinlich. Auch Jörg Reinbrecht, bei der Gewerkschaft Verdi für die Finanzwirtschaft in Niedersachsen zuständig, ist kein Freund einer Cerberus-Lösung. Die Furcht des Gewerkschaftlers laut Deutschlandfunk: Die Amerikaner könnten bevorzugt auf weiteren personellen Aderlass setzen. Bei der HSH sind Personalschnitte bereits in Planung, wie die Welt berichtet. So sei etwa unklar, was aus dem zweiten Standort Kiel werde. Mehr Details nennt Vorstandschef Stefan Ermisch im Handelsblatt. So soll unter anderem eine der drei Führungsebenen unter dem Vorstand wegfallen.
 
 
 
 
 
Deutsche Bank: Nach Regulierer-Rüge Management-Austausch?
Sylvie Matherat
, Vorstandsmitglied und Chief Regulatory Officer der Deutschen Bank, sowie Tom Patrick, der die Geschäfte auf dem amerikanischen Kontinent leitet, stehen laut Bloomberg womöglich vor dem Abschied von der Bank. Hintergrund: US-Behörden hatten die Bemühungen des Unternehmens zur Verhinderung von Finanzstraftaten kritisiert. Und jetzt sollen offenbar einige führende Mitarbeiter, die Beziehungen zu den Aufsichtsbehörden pflegen, ersetzt werden. "Die Personalpolitik der Deutschen Bank wird zu einseitig", kommentiert das Handelsblatt. Dass Bankenchef Christian Sewing viele Posten mit engen Vertrauten besetze, sei verständlich, aber riskant. Der Aktionär sieht das Wertpapier des Unternehmens vor dem Hintergrund dieser Schlagzeilen weiter unter Druck. In den kommenden Wochen sei es charttechnisch denkbar, dass sein Wert nochmals Richtung Rekordtiefstände bei gut acht Euro abrutsche. Fazit: "Mögliche Käufe haben weiterhin keine Eile."
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
9,3
 
 
  Prozent könnte das britische Bruttoinlandsprodukt bei einem No-Deals 2035 schlimmstenfalls kleiner ausfallen als ohne den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die im Auftrag der Regierung erstellt wurde.  
 
Quelle Spiegel Online
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 11.299 Punkte, ein Minus von 0,1 Prozent.
Dow: 25.366 Punkte, ein Plus von 2,5 Prozent.
Nikkei: 22.327 Punkte, ein Plus von 0,7 Prozent im Nachmittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DANSKE BANK
 
Anklage gegen Skandalbank
 
Die dänische Staatsanwaltschaft hat im Geldwäsche-Skandal Anklage gegen die Danske Bank erhoben. Dem größten dänischen Institut werden Verstöße gegen Geldwäsche-Vorschriften ihrer Niederlassung in Estland vorgeworfen, meldet Reuters. Für die Deutsche Bank hat derweil der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl von Rohr jegliche Mitverantwortung abgestritten. Die Überprüfung der Kunden sei Aufgabe des dänischen Geldinstituts gewesen, nicht einer Korrespondenzbank wie der Deutschen Bank, so von Rohr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SCHUFA
 
Blick in die Black Box
 
Wie funktioniert Deutschlands wichtigster Auskunftei, auf deren Urteil sich täglich hunderttausende Entscheidungen – beim Handyvertrag, Hauskredit oder der Mietwohnung – stützen? Der Spiegel hat Schufa-Daten von mehr als 2000 Verbrauchern ausgewertet. Ergebnis: Viele Menschen würden unverschuldet zum Risiko erklärt. Und: Die Schufa wisse über viele Menschen weit weniger, als man meinen könnte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
CHINA
 
Regierung entzieht Banken das Rettungsnetz
 
China hat einen Schritt in Richtung der Liberalisierung der 40 Billionen Dollar schweren Bankenindustrie gemacht. Wie die New York Times freudig berichtet, haben chinesische Regulierer neue Richtlinien vorgelegt, nach denen zumindest bei kleineren Banken eine Pleite nicht mehr staatlich verhindert werden solle. Zuletzt sei vor 20 Jahren ein nennenswertes Institut in Konkurs gegangen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
MILLIARDENANLEIHE
 
Pimco greift komplette Bondemission ab
 
Die italienische Großbank Unicredit hat überraschend eine fünfjährige Anleihe über drei Milliarden Dollar platziert. Der einzige Käufer soll dabei der US-Vermögensverwalter Pimco sein, berichtet Bloomberg. Die Bondemission ist für eine Privatplatzierung ungewöhnlich groß.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS trennt sich von Vertriebschef Thorsten Michalik und von Organisationschef Jon Eilbeck. HB Angesichts des Rückgangs von Problemkrediten in Europas Bankbilanzen fordert die EU-Kommission rasche Fortschritte bei der Vertiefung der Eurozone. HB Munich Re zieht sich wegen der US-Sanktionen gegen den Iran aus dem Geschäft zurück. DPA EU-Kommissions-Vize Valdis Dombrovskis hat "substanzielle Korrekturen" bei den italienischen Etat-Planungen für 2019 verlangt. Rtr Zum ersten Mal seit Jahren sind Neuverträge in der Kfz-Haftpflicht wieder billiger geworden. HB Der slowakische Finanzminister Peter Kazimir soll der nationale Notenbankchef werden – und dann auch in den Rat der Europäischen Zentralbank einziehen. Rtr Bernd Amlung, Leiter des globalen Produktangebots für Wealth-Management-Kunden bei der Deutschen Bank, ist am Sonntag verstorben. PBM
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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US-GELDPOLITIK
 
Donald Trump beschimpft Fed-Chef
 
Donald Trump, US-Präsident, ist weiter in Pöbel-Laune. Nachdem zum Wochenbeginn der auf die Kostenbremse tretende Autobauer General Motors sein Fett wegbekam, war es kurz darauf – wieder – der Chef der US-Notenbank, an dem Trump kein gutes Haar ließ. Im Interview mit der Washington Post lastet der US-Präsident Jerome Powell, den er selbst im Februar ernannt hatte, sogar den Abbau von Jobs beim Autobauer GM an. Derweil hat der Fed-Chairman dem Euro und den Aktien am Mittwochabend kräftigen Auftrieb verliehen, berichtet die Börsen-Zeitung. In einer Rede habe Powell Erwartungen geschürt, dass die US-Währungshüter ihren Leitsatz möglicherweise nicht ganz so stark erhöhen werden, wie das zuvor erwartet wurde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BBVA
 
Kompletter Wechsel an der Spitze
 
Onur Genç, bisheriger US-Chef der spanischen Großbank BBVA, wird zum Jahreswechsel neuer CEO. Dann steigt auch der amtierende CEO Carlos Torres Vila zum Verwaltungsratschef auf, meldet das Handelsblatt. Torres Vila beerbe damit den langjährigen Bankchef Francisco González, der in den Ruhestand gehe.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
WIRTSCHAFTSPOLITIK
 
Nobelpreisträger kritisiert Amnesie der Politik
 
Paul Krugman, mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Wirtschaftsexperte, erwartet den nächsten großen Finanzcrash. Im Interview mit dem Business Insider moniert Krugman eine regelrechten "Amnesie, die in der Politik stattfindet" – gemeint sind die weiterhin lockeren Marktbestimmungen und der daraus folgende, riskante Aufstieg von Schattenbanken.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BÖRSENEXPERTE
 
Aktienkurse demnächst halbiert?
 
John Mauldin, US-Börsenexperte, warnt vor dem Platzen der Schuldenblase. Vor allem die Unternehmensverbindlichkeiten machen dem Gründer des Finanzdienstes Mauldin Economics laut Handelsblatt Sorgen. Sein Angstszenario: Rezession, abstürzende Aktienkurse. Der Wirtschaftseinbruch würde in den USA dann wahrscheinlich eine linke, populistische Regierung an die Macht bringen.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Rechtzeitig vor der Weihnachtsfeier rettet Capital alle beim Thema Dresscode eher Unbeholfenen bis Geschmacklosen. Um die Partylaune nicht zu dämpfen oder gar zum Gespött der Kollegen zu werden, rät das Magazin die Abkehr von allzu großer Freizügigkeit – irgendjemand in der Belegschaft sei eigentlich immer zu freizügig angezogen, daher: "Miniröcke oder weit aufgeknöpfte Hemden sind allenfalls bei ironischen Mottopartys eine gute Wahl."
 
 
 
 
 
 
 
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