Brexit: "Woche des Scheiterns" / Blackrock-Investoren küren CEO-Wunschkandidaten / Remote Work hinter Gittern
 
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Dienstag, 27. Oktober 2020
 
Brexit: Auftakt zur "Woche des Scheiterns"?
 
 
 
 
 
Am heutigen Dienstag stimmt das britische Unterhaus erneut über das EU-Austrittsabkommen ab. Unmittelbar vor dem Votum hat Premierministerin Theresa May der Europäischen Union weitere Zusicherungen abgerungen – vor allem beim sogenannten Backstop. Ob damit das Unterhaus dem Vertrag zustimmen wird, sei offen, schreibt das Handelsblatt. May blühten in der "Woche des Scheiterns" drei Brexit-Niederlagen, lautet der Ausblick von Spiegel Online. Die Süddeutsche Zeitung bringt eine Übersicht zu den verschiedenen Brexit-Szenarien. Welches darunter besonders wahrscheinlich sei? – unklar. Fest stehe, dass London in eine "politische Depression" verfallen sei; ein verzweifelter Minister habe kürzlich der BBC erklärt: "Wir sind jetzt in der Was-zum-Teufel-sollen-wir-bloß-machen-Phase." Auf die stellen sich auch Strategen und Investoren ein, wie das Handelsblatt berichtet. Sie rechneten mit kurzfristig heftigen Schwankungen an den Aktienmärkten. Derweil haben große Teile der Finanzindustrie – unabhängig vom Ausgang der Brexit-Hängepartie – längst Tatsachen geschaffen:  Spiegel Online fasst eine neue Studie zusammen, nach der mehr als 275 Finanzfirmen Vermögenswerte von umgerechnet insgesamt 1,2 Billionen Dollar aus Großbritannien in die EU abziehen.
 
 
 
 
 
Deutsche Commerz: Fusionsgespräche polarisieren Investoren
Die Meldungen zu den Fusions-Gesprächen von Deutsche Bank und Commerzbank haben den Aktien der Institute gestern einen Auftrieb von fünf bzw. sieben Prozent beschert, berichtet Reuters. Weniger begeistert hätten dagegen wichtige Anteilseigner der Deutschen Bank reagiert, die Zweifel angemeldet hätten, ob ein Zusammenschluss wirklich die beste Lösung sei. Anders als gestern in FinanceToday berichtet, hat der Aufsichtsrat auch laut Reuters noch kein offizielles Mandat gegeben – im Kontrollgremium sei allerdings schon häufiger über eine Fusion mit dem kleineren Frankfurter Konkurrenten diskutiert worden. Die Neue Zürcher Zeitung hat sich in Berlin umgehört und erfahren, dass die Bundesregierung auf einen Grundsatzentscheid zur Fusion in den kommenden Wochen drängt – sonst könnte Berlin ihren Anteil womöglich an eine französische Bank verkaufen. Die Börsen-Zeitung glaubt, dass Deutsche Bank-Chef Christian Sewing die Verhandlungen so schnell wie möglich wieder beenden wolle: "Ist Sewing gut, hat er schon einen gescheiten Plan in der Tasche, wie er die Gespräche umsichtig und verlässlich entgleisen lassen kann." Denn auf den Manager müsste ein Zusammenschluss wie das "Eingeständnis des Scheiterns" wirken. Wäre eine Fusion der Banken ohne Alternative – oder am Ende eine Verzweiflungstat? Das Handelsblatt bringt ein Pro und Contra. n-tv hat sich bereits festgelegt: Auch nach einem Zusammenschluss drohe die Übernahme durch einen ausländischen Konkurrenten, ergo müsse Finanzminister Olaf Scholz kreativere Lösungen präsentieren. "Tut er das nicht, erweist er dem Finanzplatz Deutschland einen Bärendienst."
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
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  Billion Dollar Neuverschuldung plant die US-Regierung von Donald Trump für 2019 und 2020 ein. In der Zeit von Oktober 2018 bis Januar 2019 stieg das Staatsdefizit bereits um 77 Prozent.
 
 
Quelle Bloomberg
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 11.543 Punkte, plus 0,8 Prozent.
Dow: 25.651 Punkte, plus 0,8 Prozent.
Nikkei: 21.528 Punkte, plus 1,9 Prozent im Nachmittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TECH-KONZERNE
 
Applaus für Reguliererinnen
 
Ausgerechnet auf der Tech-Konferenz SXSW sind zwei Kritikerinnen US-amerikanischer IT-Konzerne gefeiert worden. So hat die EU-Wettbewerbshüterin Margrethe Vestager laut Handelsblatt gleich zweimal in vollen Sälen von ihrem Kampf gegen die Konzerne Amazon, Facebook und Google berichtet. Gleiches Bild bei einer weiteren Gegenspielerin des Silicon Valley, Elizabeth Warren. Die Senatorin aus Massachusetts und Präsidentschaftsbewerberin der US-Demokraten erntete mit ihrer Forderung nach einer Zerschlagung von Facebook & Co. langanhaltenden Applaus auf der SXSW, wie sich die Süddeutsche Zeitung wundert. "Vor einigen Jahren wäre das schwer vorstellbar gewesen."
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
"EBERHARD"
 
Millionenschweres Sturmtief
 
Der jüngste Sturm in Deutschland dürfte die Versicherungsbranche einen hohen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Der versicherte Schaden liege in einer Größenordnung von 700 bis 800 Millionen Euro, so der Branchendienstleister Aon, während Meyerthole Siems Kohlruss eher von 600 Millionen Euro ausgeht, berichtet Reuters.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
VERDIENSTSTATISTIK
 
Deutschland führt 2. Liga der Bankgehälter an
 
Die Gehälter der britischen Banker stellen die in anderen europäischen Ländern in den Schatten. Deutschland hat aber mehr Großverdiener bei den Geldhäusern als die Nachbarländer, berichtet das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Der Jeanshersteller Levi Strauss strebt an der Börse eine Marktbewertung von 6,2 Milliarden Dollar an. FT Die französische Notenbank senkt die Prognose zum Wachstum der französischen Volkswirtschaft leicht. Rtr Der Übernahmeversuch des US-amerikanischen Bergbaukonzerns Newmont Mining durch den kanadischen Konkurrenten Barrick Gold wurde abgeblasen. NZZ Bei der Bank of America leiten James Robertson und Peter Luck das Investmentbanking in Großbritannien. Rtr Neun Millionen Barrel Öl könnten die USA ab 2024 täglich exportieren – und so zum weltweit wichtigsten Öl-Exporteur Saudi-Arabien aufschließen. HB Die UBS nimmt angeblich den Mutterschaftsurlaub als Anlass, langfristige Bonuskürzungen zu verfügen. FT Der größte Schweizer Telekomkonzern Swisscom und die Deutsche Börse wollen mit dem Schweizer und Singapurer Fintech Sygnum eine Infrastruktur für den Handel mit digitalen Vermögenswerten aufbauen. HZ
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BUSINESS BRIEFING NACHHALTIGE INVESTMENTS
 
Aktive Aktionäre: hell- oder dunkelgrün?
 
Beim sogenannten Shareholder Engagement gibt es Qualitätsunterschiede. Manche Großanleger agieren defensiv, andere betreiben ernsthafte Dialoge, mit denen sie Wirkung erzielen oder aus denen sie Konsequenzen ziehen. Welche Alternativen sich für Investoren bieten und was dabei zu beachten ist, darüber und über andere Themen rund um verantwortliche Geld- und Kapitalanlagen informiert Sie das aktuelle Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments.
 
 
     
 
 
 
 
 
FINANCE TODAY
 
 
 
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DAX-UMFRAGE
 
Die gute Laune der Anleger ist verflogen
 
Kaum fällt der Dax um 1,2 Prozent, schon sind die Investoren verunsichert. Ist das der Vorbote für ein Ende der Rally? Die aktuelle Sentiment-Umfrage. Mehr...
 
 
   
 
 
 
 
NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
BLACKROCK
 
Investoren küren CEO-Wunschkandidaten
 
Rob Goldstein, COO bei Blackrock, könnte der Nachfolger von CEO Larry Fink werden. Financial News London berichtet von einer Umfrage unter "Schwergewichts-Investoren", die sich mehrheitlich für Goldstein als nächsten Chef beim weltgrößten Vermögensverwalter ausgesprochen hätten. Das Nachsehen hätte dann Finks Protégé Mark Wiedman, der das internationale Geschäft und die Unternehmensstrategie leitet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
PRIVATE-EQUITY
 
Carlyle-Co-Chef moniert soziale Ungleichheit
 
Kewsong Lee, Co-Vorstandschef der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle,
warnt im Handelsblatt vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Carlyle habe Hunderte Milliarden Dollar Gewinne an seine Geldgeber wie etwa Stiftungen und Pensionskassen ausgeschüttet und sich an den Standorten seiner übernommenen Unternehmen engagiert. Das sei ein positiver Beitrag.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
EZB
 
Keine neuen Anleihenkäufe
 
Benoit Coeure, Direktor der EZB, ist trotz der Konjunkturabkühlung gegen eine Wiederauflage der erst unlängst beendeten Anleihenkäufe. Das Wirtschaftwachstum sei zwar weniger stark als zuvor, aber immer noch robust, erklärte der Franzose der italienischen Corriere della Sera.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FLOSSBACH VON STORCH
 
Wachstum gegen den Trend
 
Bert Flossbach, Ex-Banker von Goldman Sachs und Co-Gründer der Flossbach von Storch AG, trotzt mit der Kölner Investment-Boutique dem weltweiten Trend der Vermögensabflüsse. Das verwaltete Vermögen sei bis Ende Februar auf 38 Milliarden Euro gestiegen; alleine 2018 hätten Kunden netto 1,7 Milliarden Euro in die offenen Publikumsfonds des Unternehmens gesteckt, meldet Bloomberg. Flossbachs erfolgreiches Motto: Diversifikation.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Die Süddeutsche Zeitung widmet sich dem wegen Wertpapierbetrugs zu sieben Jahren Haft verurteilten Hedgefonds-Manager Martin Shkreli. Das Besondere an ihm: Er leite die Geschäfte seiner ehemaligen Pharma-Firma aus der Zelle eines Gefängnisses in den USA heraus. Was weder bei Social-Media-Nutzern noch bei der Gefängnisleitung besonders gut ankommt, könnte dagegen bald den einen oder anderen findigen Unternehmensberater auf den Plan rufen. Denn angesichts der (zwischenzeitlichen) Inhaftierungen von Manager-Größen wie Rupert Stadler (früher bei Audi) und Carlos Ghosn (Nissan) könnten Themen wie "Remote Work hinter Gitterstäben" bald Konjunktur bekommen.
 
 
 
 
 
 
 
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