Bevorstehender Doppelschlag / Aus arm wird reich / BaFin erwägt neue Verbote
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szmtag
von Martin Dowideit
Freitag, 14. Mai 2021
Auf den Milliardenschock folgt der Doppelschlag
Die Rekordstrafe, die die US-Regierung der Deutschen Bank wegen krummer Immobiliendeals auferlegt hat, erhitzt weiterhin die Gemüter. Während Spiegel Online vom "14-Milliarden-Schock" spricht, wertet die Welt das Ganze als Vergeltungsmaßnahme für die Milliardennachzahlung, die die EU-Kommission vom US-Konzern Apple fordert. Die Süddeutsche Zeitung hält dagegen: Wer in der Deutschen Bank nur einen Spielball aggressiver Standortpolitiker sieht, liege falsch. Das Unternehmen sei selbst Schuld am harten Vorgehen der Amerikaner. Fällt die Strafe allerdings nur annähernd so hoch aus wie angekündigt, so könnte das der Bank das Genick brechen, glaubt die Frankfurter Allgemeine Zeitung – denn die Rückstellungen reichen nicht aus und eine Kapitalerhöhung dürfte schwierig werden. Doch so dramatisch die Summe auch klingt – das Handelsblatt  sieht das Ende der Deutschen Bank noch längst nicht eingeläutet. Um Bußgelder werde in den USA schließlich gefeilscht wie auf einem orientalischen Basar. Ob das auch diesmal gilt, ist jedoch fraglich: Denn wie stünden die US-Behörden da, wenn sie sich nun wieder weit herunterhandeln ließen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Was also, wenn dem Institut doch die Pleite droht? Die Botschaft der Bundesregierung ist laut dem Handelsblatt eindeutig: Man werde sich nicht einmischen.

Auch an den Börsen war die drohende Mega-Strafe zum Wochenschluss das beherrschende Thema. Anleger warfen nicht nur die Aktien des größten deutschen Geldhauses aus ihren Depots und sorgten für einen Kursverlust von acht Prozent – auch andere Finanzwerte gingen in die Knie, berichtet Reuters.

In dieser Woche hingegen dürften laut dem Handelsblatt wieder die Notenbanker über die Finanzmärkte bestimmen. Der Doppelschlag kommt zur Wochenmitte: Am Mittwoch werden sich erst die japanische, anschließend die US-amerikanische Notenbank zur künftigen Geldpolitik äußern. Angesichts einer Serie enttäuschender US-Konjunkturdaten sehen Investoren die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den USA bei gerade einmal zwölf Prozent, berichtet Reuters. In Japan hingegen wollen die Währungshüter den Satz auf Einlagen bei der Zentralbank laut Insidern noch weiter ins Minus drücken, um die Kreditvergabe und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Eine erneute Ausweitung der Wertpapierkäufe sei dagegen nicht zu erwarten.

Während die Tokioter Börse heute wegen eines Feiertages geschlossen bleibt, gibt es beim Handelsblatt eine Premiere: Ab sofort schreibt Doktor Sommer eine neue Kolumne – "Dr. Sommers Marktdiagnose". Unser Experte für das große Ganze, Ulf Sommer, wirft alle zwei Wochen den Blick auf die Märkte
Einen erfolgreichen Tag wünscht
Martin Dowideit
Deskchef Finanzen
@mdowideit
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ZAHL DES TAGES
110
Millionen Dollar erhalten jene Banker, die Bayer bei der 66 Milliarden Dollar schweren Monsanto-Übernahme beraten haben. Mindestens die Hälfte der geschätzten Gebühren geht an Ducera Partners LLC. Die kleine Beratungsfirma wurde erst im vergangenen Jahr durch ein Team von Bankern gegründet, das Perella Weinberg Partners im erbitterten Streit verlassen hatte.
Quelle: Bloomberg
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FINANZNACHRICHTEN
FONDSMANAGER
Aus arm wird reich
Warum sind einige Fondsmanager so erfolgreich? Dass eine exquisite Wirtschaftsausbildung nicht automatisch in einem Händchen für die Börse mündet, dafür ist George Soros das beste Beispiel – die Wall-Street-Legende studierte Philosophie. Das Manager Magazin präsentiert nun eine weitere überraschende Erkenntnis: Offenbar spielt die Herkunft eine Rolle. Demnach kommen Fondsmanager aus bescheidenen Verhältnissen weiter.
BANKGEBÜHREN
Teures Fremdgehen am Automaten
Der Zins ist abgeschafft, die Kontoführungsgebühr oft mit – also langen Banken jetzt am Geldautomaten zu. Laut der Wirtschaftswoche berechnen große Privatbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank den Kunden fremder Banken saftige Preise, wenn sie an ihren Automaten Scheine ziehen. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung greift eine Sparkasse aus Thüringen besonders tief in die Kundentasche.
BILANZ-CHECK
Rangliste der Lebensversicherer
Nach einem umfangreichen Bilanz-Check hat die Hochschule Ludwigshafen eine Liste mit den besten Versicherungsunternehmen erstellt. Wie die zwölf großen deutschen Versicherer abschneiden, zeigt das Handelsblatt.
IMMOBILIENBOOM
Auf die Spitze getrieben
Der deutsche Immobilienmarkt läuft heiß. Selbst Vermietern wird der Boom langsam unheimlich. Ist der Höhepunkt erreicht? In der Branche macht sich laut dem Handelsblatt (Premium-Inhalt) Skepsis breit. Die Welt glaubt, dass sich Wohnungen als Kapitalanlage kaum noch lohnen.
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die deutschen Sparkassen leiden unter der Niedrigzinspolitik der EZB und suchen ihre Zukunft zunehmend in Fusionen. HB Steigende Exporte wichtiger Ölproduzenten haben den Preis für ein Fass Öl auf den tiefsten Stand seit mehreren Wochen gedrückt. HB Beim Nachjustieren ihrer Geldpolitik ist für die EZB laut Ratsmitglied Bostjan Jazbec eine umstrittene Änderung der Grundregeln des großangelegten Anleihen-Kaufprogramms kein Tabu. Rtr Der langjährige Fondsmanager der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Asset Management, Henning Gebhardt, wechselt zur Privatbank Berenberg. MM Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt. Rtr Die Rendite für deutsche Bundesanleihen drehte zuletzt ins Minus. HB Das spanische Geldhaus Banco Popular erwägt einen Börsengang seiner Immobiliensparte. Rtr Im August hat sich die US-Inflation überraschend verstärkt – das hat den Dollarkurs gestützt und den Euro sinken lassen. HB
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ANLEIHEMARKT
Die größte Blase aller Zeiten
NEBENWERTE
Immer auf die Kleinen
FINANZTRENDS FÜR DEN MITTELSTAND
IN KOOPERATION MIT HANDELSBLATT
Digitalisierung keine Priorität für Familienunternehmen
Eine Befragung von 142 deutschen Familienunternehmern durch KPMG hat gezeigt, dass diese die digitale Transformation ihres Geschäftsmodells aktuell nicht mit der höchsten Priorität bewerten. Lediglich 12 Prozent gehen von einer erheblichen Veränderung ihrer Wertschöpfungskette durch digitale Transformation aus. Dabei ist die digitale Transformation bei der Beschaffung von Fremdkapital in Deutschland bereits heute bequem und kostenlos möglich. In einer Ausschreibung können Mittelständler ihren Finanzbedarf auf Compeon platzieren und die angeschlossenen 200 Finanzpartner zur Angebotsabgabe auffordern. Die einzelnen Banken können dabei genau erkennen, welche Kondition ein Wettbewerber eingestellt hat. Durch diese Transparenz erhalten anfragende Unternehmen nahezu immer den besten Zinssatz. So sind beispielsweise die durchschnittlichen Konditionen für Darlehen auf Compeon im letzten Halbjahr um 0,31 Prozentpunkte und im letzten Quartal um 0,28 Prozentpunkte gefallen. Erfahren Sie mehr auf compeon.de.
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NAMEN UND NACHRICHTEN
NOTENBANKEN
Star-Ökonom plädiert für Minuszinsen
Kenneth Rogoff, früherer IWF-Chefökonom, hält es für wünschenswert, dass Zentralbanken künftig Negativzinsen von bis zu minus sechs Prozent einführen. "Eines Tages werden wir eine neue schwere Finanzkrise bekommen, und dann könnten wir negative Zinsen von minus sechs oder minus fünf Prozent brauchen, um schnell aus der Krise zu kommen“, sagte er der Welt am Sonntag. Indessen warnt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann in der Süddeutschen Zeitung vor den Gefahren der Geldschwemme.
GOLDMAN SACHS
"Deutschland wird interessanter"
Jörg Kukies, Ko-Deutschland-Chef von Goldman Sachs, hält den Dax derzeit für ein besonders lohnendes Anlageziel. Nach dem EU-Austritt der Briten werde Deutschland für Anleger noch wichtiger, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
RISKANTE ANLAGEPRODUKTE
Wertpapieraufsicht erwägt Verbote
Elisabeth Roegele, Leiterin der BaFin, hat weitere riskante Finanzprodukte im Visier und schließt Verbote nicht aus. Aktuell stehen Differenzgeschäfte und binäre Optionen unter Beobachtung bei der Behörde. "Anleger verlieren mit dieser Art von Wetten auf minimale Preisveränderungen bei Aktien, Währungen und Rohstoffen in den allermeisten Fällen“, sagte Roegele der Welt.
WOLFGANG LEONI
"Aktien und Anleihen reichen nicht mehr"
Wolfgang Leoni, Vorstandsvorsitzender von Sal. Oppenheim, hält Diversifizierung in der Kapitalanlage heute für besonders wichtig. Die Aufteilung auf Aktien und Anleihen reiche nicht mehr, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
DIVID-ENDE
Die Grundannahme vieler ökonomischer Modelle lautet: Die Nachfrage nach einem Gut steigt, wenn es günstiger wird. Doch die italienische Großbank Unicredit hat nun eine Analyse veröffentlicht, die VWL-Professoren ein aktuelleres Beispiel an die Hand gibt: Oktoberfest-Preise. Für das Oktoberfestbier gilt die Annahme nämlich nicht, weiß die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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