Trump macht Börsen nervös / Allianz der Verzweifelten / 77 Millionen Euro verpulvert
 
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Freitag, 24. November 2017
 
"Washington, wir haben ein Problem"
 
 
 
 
 
Donald Trump ist immer für eine böse Überraschung gut. Nachdem am Dienstag ein Bericht über die Weitergabe geheimdienstlicher Informationen an den russischen Außenminister für Verunsicherung gesorgt hatte, folgte am Mittwoch schon die nächste Aufregung. Angeblich soll Trump den einstigen FBI-Chef James Comey gebeten haben, die Ermittlungen gegen Ex-US-Sicherheitsberater Michael Flynn wegen dessen Russland-Kontakten einzustellen. Das US-Justizministerium lässt die Vorwürfe nun in einer unabhängigen Untersuchung prüfen. Als leitender Sonderermittler wurde der frühere FBI-Chef Robert Mueller eingesetzt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sollten sich die Vorwürfe gegen Trump bestätigen, könnte sein Verhalten als Eingriff in polizeiliche Ermittlungen und Amtsmissbrauch gewertet werden, berichtet die Tagesschau. Manche sehen Trump schon vor der Amtsenthebung, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Britische Buchmacher taxieren die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Abgangs auf 55 Prozent, weiß n-tv. Für die Finanzmärkte wäre ein formales Amtsenthebungsverfahren gegen Trump – das sogenannte Impeachment – ein Desaster, unabhängig wie es ausgehen sollte. Das jedenfalls prophezeit der ehemalige Vorstandsvorsitzende von General Electric (GE): "Ein Amtsenthebungsverfahren würde den Markt wegpusten", sagte Jack Welch dem US-amerikanischen TV-Sender CNBC.  

Entsprechend nervös präsentierten sich am Mittwoch die Börsen. Die Wall Street verzeichnete den schwärzesten Tag seit September und damit auch seit der Wahl Trumps zum US-Präsidenten, schreibt die Welt. Die Kurse amerikanischer Aktien fielen deutlich, der S&P-Index erlitt den schwächsten Tagesstart seit 2009, so Spiegel Online. "Washington, wir haben ein Problem," kommentierte ein Analyst die Marktbewegungen. Am Ende des Tages gab der Dow Jones um 1,8 Prozent auf 20.606 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank ebenfalls 1,8 Prozent auf 2357 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 2,6 Prozent auf 6011 Punkte und der Dollar fiel auf ein Sechs-Monats-Tief. Die Krise im Weißen Haus trifft besonders Goldman Sachs und andere Banken, schreibt das Handelsblatt.

Auch dem Dax setzten das politische Geschehen in den USA und eine schwache Wall Street zu. Mit einem Minus von 1,35 Prozent ging der deutsche Leitindex bei 12.631 Punkten aus dem Handel, notiert Börse ARD. Im laufenden Jahr ist dies sein bislang größter Tagesverlust, bilanziert das Handelsblatt. Noch am Vortag hatte der Dax bei 12.842 Punkten eine weitere Bestmarke gesetzt. Der MDax der mittelgroßen Werte rutschte zur Wochenmitte um 1,6 Prozent auf 24.686 Zähler ab. Für den TecDax ging es um 1,5 Prozent auf 2.198 Punkte abwärts.

Ähnlich sah es heute in Asien aus. Nach den kräftigen Kursverlusten an der Wall Street war auch in Fernost die Stimmung im Keller. In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,4 Prozent im Minus mit 19.530 Punkten. Das überraschend starke Wirtschaftswachstum in Japan im ersten Quartal rückte in den Hintergrund. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,4 Prozent, notiert Reuters.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
300
 
 
  Jobs könnte die französische Großbank BNP Paribas Insidern zufolge aus London abziehen. Grund dafür ist der geplante EU-Austritt Großbritanniens. Bestimmte Geschäftszweige möchte die Bank aber weiterhin in London betreiben.  
 
Quelle Handelsblatt
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
ÖL
 
Allianz der Verzweifelten
 
Saudi-Arabien und Russland sind dem Ölpreis auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Einen weiteren Verfall können sie sich nicht leisten. Deshalb starten sie jetzt gemeinsam einen verzweifelten Versuch, wie die Welt berichtet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DEUTSCHE BANK
 
Harte Vorwürfe aus Mailand
 
Der Mailänder Prozess um Bilanzfälschung und Zinsgeschäfte bei Monte dei Paschi geht in eine neue Runde. Jetzt muss die mitangeklagte Deutsche Bank nachweisen, dass sie nicht als "kriminelle Vereinigung" gehandelt hat, schreibt das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
CREDIT SUISSE
 
Juristisches Nachspiel
 
Die Kapitalerhöhung über sechs Milliarden Franken Ende 2015 könnte für die Credit Suisse ein juristisches Nachspiel haben. Anleger erwägen eine Klage, weil sie sich zu schlecht informiert fühlten, berichtet der Tagesanzeiger.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SPARKASSEN
 
Zweifel am Gebühren-Erfolg
 
Eigentlich genießen Sparkassen einen guten Ruf. Doch der hat in der letzten Zeit deutliche Kratzer bekommen. Grund ist die aggressive Gebührenpolitik einiger Institute. Die kritisiert jetzt sogar der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Michael Ermrich, weiß das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SOLVENCY II
 
So krisenfest sind Deutschlands Versicherer
 
Bis spätestens nächsten Montag müssen die 350 Versicherer in Deutschland ihre Solvenzquoten veröffentlichen. Die Idee dahinter ist nicht viel anders als bei Banken auch: Die Finanzinstitute sollen ausreichend Eigenkapital haben, damit sie im Fall einer Krise nicht vom Staat gerettet werden müssen. Was Verbraucher aus den Zahlen ablesen können, erklärt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Fintechs wollen Banken nun auch Firmenkunden abjagen und könnten den Geldhäusern damit mehr als drei Milliarden Euro an Erträgen wegnehmen – pro Jahr. HB Die Inflation in der Euro-Zone ist auf dem Vormarsch und bereits nahe der Zielmarke der EZB. Rtr Apple ist erstmals seit 2015 wieder am Euro-Bondmarkt. HB Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat nach der Fusion mit ihrer Mutter Raiffeisen Zentralbank (RZB) ihren Gewinn fast verdoppelt. Rtr Weil Anleger jährlich Milliarden durch Investitionen in zweifelhafte Finanzprodukte verlieren, fordern Die Linken jetzt eine zentrale Stelle, die alle Anlageprodukte zulässt. HB Die EZB und die nationale Finanzaufsicht Bafin ziehen mit separaten Abfragen zu Zinstief und Ertragskraft den Unmut deutscher Kreditinstitute auf sich. Börsen-Zeitung Rund acht Jahre nach der staatlichen Rettung in der globalen Finanzkrise ist Lloyds als erste der britischen Großbanken wieder ganz in privater Hand. Rtr Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele hat sich gegen Sonderregeln für junge Fintechs im Zahlungsverkehr ausgesprochen. HB Die SPD dringt für den Fall eines Regierungswechsels im Herbst verstärkt auf die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Börsen-Zeitung Die Landesbank Baden-Württemberg hat dank des regen Handels ihrer Kunden mit Finanzinstrumenten wie Aktien und Zertifikaten im ersten Quartal den Gewinn kräftig gesteigert. Rtr Die niederländische Großbank ABN Amro profitiert von der guten Konjunktur und dem Bauboom auf dem Heimatmarkt. HB Der Singapurer Staatsfonds GIC hat in den zehn Jahren als Ankerinvestor der UBS einen riesigen Verlust eingefahren. Fin
 
 
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UniGarantPlus: Europa (2018)
Union Investment Luxembourg S.A.
24,25% 125,95 steigender Kurs 16.05.2017
 
 
 
 
NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
DEUTSCHE BÖRSE
 
77 Millionen Euro verpulvert
 
Carsten Kengeter, Chef der Deutschen Börse, gilt als Macher. Aber nun muste er kleinlaut berichten, was die gescheiterte Fusion mit der London Stock Exchange gekostet hat. 76,5 Millionen Euro wurden demnach verpulvert. Später listete Kengeter auch noch die Nutznießer auf. Selbst Joschka Fischer verdiente an der Misere, weiß die Welt. Obwohl der Druck auf den Börsen-Chef nicht zuletzt wegen der laufenden Ermittlungen gegen ihn wächst, stellt sich der Aufsichtsrat weitgehend hinter den Manager, berichtet Spiegel Online. Dabei gerät Aufsichtsratschef Joachim Faber selbst zunehmend in die Bredouille, stellt das Handelsblatt (Premium-Inhalt) fest.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BURKHARD LOHR
 
"Die K+S-Aktie ist das Doppelte wert"
 
Burkhard Lohr, neuer Chef von K+S, hält den Aktienkurs seines Unternehmens für unterbewertet. "Der Wert unseres Salzgeschäfts findet sich im Börsenwert nicht wieder", sagte er im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – und spricht über Ehrgeiz an der Börse und seinen Management-Stil.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DEUTSCHE BANK
 
Eine nervenzehrende Geduldsprobe
 
John Cryan, Chef der Deutschen Bank, hat den Investoren viel zugemutet. Seine Aufräumarbeiten haben deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen. Nun müssen Erfolge her. Wird die neue Strategie aufgehen? Dieser Frage geht das Handelsblatt (Premium-Inhalt) nach. Aufsichtsratschef Paul Achleitner jedenfalls ist schon jetzt davon überzeigt, dass die Deutsche Bank die turbulenten Tage hinter sich gelassen hat, schreibt das Handelsblatt. Wie einer der einst größten Finanzkonzerne der Welt überhaupt in die Krise schlittern konnte – dieser Frage ist am späten Mittwochabend eine ZDFzoom-Reportage nachgegangen. Das Handelsblatt analysiert die Doku.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Was schlägt Millionären aufs Gemüt? Genau dieser Frage ist die UBS in einer internationalen Umfrage nachgegangen. Die Ergebnisse decken die größten Ängste, aber auch Hoffnungen der Reichen auf. Zudem zeigt die Studie: Selbst Wohlhabende sind in Sachen Geld oft einfach nur Bauchmenschen. Denn bei Anlageentscheidungen vertrauen die Reichen mehrheitlich auf ihren eigenen Instinkt, berichtet Finews.
 
 
 
 
 
 
 
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