Brexit: Europawahl wird zum Debakel / Siemens im Radikalumbau / Abgesang auf die Krawatte
 
Bei Darstellungsproblemen klicken Sie bitte hier.
 
szmtag
 
 
 
 
 
 
 
Dienstag, 18. Juni 2019
 
Brexit: Europawahl wird zum Debakel
 
 
 
 
 
Noch haben die gestern fortgesetzten Verhandlungen von Theresa May und der Labour-Partei zum Brexit keinen Durchbruch gebracht. Sollten Mays Labour-Treffen scheitern, stiegen die Chancen auf ein zweites Referendum oder gar einer Neuwahl, meint Bloomberg. Doch selbst wenn es dabei zu einem Durchbruch käme, sei noch längst nicht sicher, dass der Kompromiss auch im Unterhaus eine Mehrheit finde, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Unabhängig von den Sondierungen wird Großbritannien in jedem Fall an der Europawahl teilnehmen, meldet Zeit Online. Eine peinliche Niederlage der konservativen Regierungspartei von  May sei dabei programmiert, meint das Handelsblatt – ein Debakel, das sich May selbst eingebrockt habe. Durch die britische Teilnahme an der Wahl ergäben sich für die EU erhebliche Probleme, warnt Cash. Organisatorisch: Die mühsam ausbaldowerte Parlamentsreform liege auf Eis. Politisch: Britische Nationalisten könnten das rechtspopulistische Lager im neuen Parlament insgesamt stärken.
 
 
 
 
 
Siemens: Abschied vom alten Konzern
Joe Kaeser
baut den Konzern radikal um: Siemens will im Zuge seiner Neuordnung weltweit etwa 10.400 Arbeitsplätze streichen, meldet das Handelsblatt. Der Konzern wolle sich künftig auf digitale Industrien und Intelligente Infrastruktur konzentrieren – weshalb die kriselnde Energiesparte abgespalten und an die Börse gebracht werden solle. Für Spiegel Online ist die von Kaeser gewählte Spin-off-Methode – statt eines Börsengangs per öffentlichem Verkaufsangebot – ein Zeichen dafür, dass der Druck auf die Sparte und Kaeser selbst groß sei. "Seit in Teilen der Welt die Wende hin zu alternativen Energieformen eingeläutet wurde und Gasturbinen made by Siemens dort kaum noch verkäuflich sind, schwächelt das Geschäft. Der Problemableger drückt auf den Börsenkurs der Mutter." Zurück bleibe eine Art "Rumpf-Siemens", das mit der alten Konzernwelt kaum noch etwas zu tun habe. Kaesers Strategie, immer mehr Sparten des Unternehmens zu verselbstständigen, sei weitsichtig und gefährlich zugleich, meint die Augsburger Allgemeine – es sei unklar, ob die künftig selbstständige Siemens-Energiesparte wirklich ein erfolgreiches Power-House werde. Fazit: "Noch ist es also viel zu früh, dem Revoluzzer Kaeser Kränze zu flechten. Schon manche Revolution hat ihre Kinder aufgefressen."
 
 
 
 
 
Einen erfolgreichen Tag wünscht
Ihr Finance-Today-Team
Mehr zum Thema Finanzen auf Facebook
 
 
 
 
 
Empfehlen Sie unseren Newsletter Ihren Freunden weiter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
ZAHL DES TAGES
 
10
 
 
  Billionen Dollar umfasst das Volumen der Staatsanleihen, die eine negative Rendite aufweisen – plus 20 Prozent seit Jahresanfang. Eine absurde Entwicklung. Investoren dürften wohl noch viele Jahre Staaten für das Privileg bezahlen, temporär einen Teil der Schulden zu übernehmen.  
 
Quelle NZZ
 
 
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 12.093 Punkte, minus 1,6 Prozent.
Dow: 25.965 Punkte, minus 1,8 Prozent.
Nikkei: 21.548 Punkte, minus 1,7 Prozent im Nachmittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
MÄRKTE
 
Der Börsenschreck geht um
 
Die Angst von Anlegern vor einer Eskalation des Handelskonflikts der USA mit China hat die Aktienmärkte auch am Dienstag beherrscht. Der Dax schloss mit einem deutlichen Minus von 1,6 Prozent (Börsen-Zeitung). Gleiches Bild in den USA, wo der Dow Jones über 450 Punkte verlor – obwohl Peking eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Washington am morgigen Donnerstag ankündigte (Wall Street Journal). Es weise einiges daraufhin, dass die seit Anfang Jahr laufende Börsenrally zu einem großen Teil nur auf Hoffnung ­basiere, kommentiert Finanz und Wirtschaft.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SCHWEIZER GROSSBANK
 
UBS droht neue Millionenbuße
 
Erneut haben fragwürdige Geschäfte aus der Vergangenheit für die UBS ein empfindliches Nachspiel: Die Deutschland-Tochter der Schweizer Großbank soll wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung rund 83 Millionen Euro Buße zahlen, berichtet das Handelsblatt. Führungskräfte der Konzerntochter hätten zahlreiche Kunden aus Deutschland bei der Begehung von Steuerstraftaten unterstützt, so die Staatsanwaltschaft Mannheim.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ANLEGERTIPPS
 
Auf der Suche nach Aktien à la Facebook & Co.
 
Für Anleger ist der Trend hin zu Blockchain- oder KI-Anwendungen eine große Chance. Google, Apple, Amazon oder IBM mischen alle bei den Megatrends mit. Wer ebenfalls profitieren will, sollte auch kleinere Aktien auf dem Schirm behalten, rät die Handelszeitung – Firmen wie Nvidia oder Aptiv.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
UMSATZSTEUERKARUSSELL
 
So läuft der größte Steuerbetrug Europas
 
Kriminelle Banden prellen die deutschen Steuerzahler jedes Jahr um einen hohen Milliardenbetrag. Doch der Staat bekommt das Problem nicht in den Griff. Eine Analyse des Handelsblatts.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
STUDIE
 
Globalisierung adé?
 
Grenzübergreifende Direktinvestitionen sind 2018 um satte 27 Prozent gesunken, wie eine neue Auswertung der OECD zeigt – dies sei der dritte Rückgang in Folge, referiert die Handelszeitung die Studie. Der Hauptgrund: das Steuerpaket der Regierung Trump. Die wesentlichen Leidtragenden: Irland und die Schweiz.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Europas Bankenaufsicht überprüft die Kreditvergabepraxis der von ihr direkt beaufsichtigten Institute. Börsen-Zeitung Nach den Stimmrechtsberatern von Glass Lewis hat auch Institutional Shareholder Services (ISS) Investoren davon abgeraten, den Vorstand und den Aufsichtsrat der Deutschen Bank zu entlasten. HB Am heutigen Mittwoch legt die Commerzbank Quartalszahlen vor – das Geldhaus ist zwar profitabel, aber nicht profitabel genug. HB Michel Longhinis, zuletzt Private-Banking-Chef und Mitglied des Exekutivausschusses der Union Bancaire Privée, wird bei der Edmond-de-Rothschild-Gruppe Leiter Private Banking. PBM Vermögende und Firmeninhaber planen, verstärkt Aktien zu kaufen und Barmittel abzubauen, ergibt eine Umfrage der UBS. HB Die US-Großbank Morgan Stanley, seit 1994 in Moskau aktiv, verlässt Russland. FuW Die Stiftung der Harvard University hat in den vergangenen beiden Jahren seine Investitionen in Hedgefonds fast verdoppelt. BB Italiens Populisten attackieren die Unabhängigkeit der heimischen Notenbank, per Gesetz wollen sie deren Goldreserven staatlich vereinnahmen. HB Die Forderungen der Bundesbank im Zahlungssystem der Euro-Notenbanken (Target-2-Salden) sind im April um rund 22 Milliarden Euro auf 919,7 Milliarden Euro gesunken. Rtr  Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück ist dank geringerer Katastrophenschäden mit einem überraschend starken Gewinnplus ins Jahr gestartet. Rtr Die Kasse von Generali ist gut gefüllt, entsprechend offen zeigt sich der italienische Versicherer für Akquisitionen. HB
 
 
     
 
ANZEIGE
 
 
 
 
FINANCE TODAY
 
 
 
MEIST GELESEN
     
 
  IMMOBILIEN-STUDIE  
FINANZEN
 
So geht Sparen ohne Verzicht
 
  MICROSOFT SETZT AUF BOTS  
DAX-UMFRAGE
 
Die Rally hat aus zwei Gründen nur noch wenig Potenzial
 
   
DIVID-ENDE
 
Gordon Gekkos beste Sprüche
 
 
   
ANZEIGE
   
 
 
 
 
   
 
 
 
 
FINTECH-WEDNESDAY –
DAS WICHTIGSTE AUS DER BRANCHE
 
Immer mehr deutsche Banken wie die Commerzbank haben ihre Robo-Pläne beerdigt, hinzu kommt: Banken und Sparkassen mit Robo im Angebot scheinen das Produkt nicht richtig zu vermarkten. FS Vermeintliche Händler für Kryptowährungen ködern neuerdings ihre Opfer mit Stellenangeboten – wollen tatsächlich aber nur Geld waschen. FAZ Fidelity Investments, einer der größten Vermögensverwalter der Welt, startet in wenigen Wochen für institutionelle Kunden einen Handel mit Bitcoins. BB Das Kredit-Fintech Systemcredit hat mit Andreas Herzog einen neuen Verwaltungsratspräsidenten gewonnen; Herzog war viele Jahre Finanzchef des Schweizer Bühler Konzerns. FN Der Frankfurter Fintech-Investor Finlab steigt beim Krypto-Startup Blockchain Helix AG ein. FS Die Zahlungsdienstleister liefern sich einen erbitterten Wettbewerb; um zu überleben, will der Wirecard-Konkurrent Heidelplay wachsen – und braucht nun Geld für Zukäufe. HB Andreas Bodczek, Ex-Chef von Telefonica Deutschland, wird CEO bei dem unter anderem für N26 und Wirecard tätigen Münchner Identifizierungs-Spezialisten IDNow. GS
 
  Weitere Fintech-Themen finden Sie auf handelsblatt.com
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
WELLS FARGO
 
Bald erste Frau an der Spitze einer US-Großbank?
 
Eileen Murray, Co-Chefin von Bridgewater, dem weltgrößten Hedgefonds mit Sitz in den USA, ist für den Spitzenjob bei Wells Fargo im Gespräch. Das berichtet das Wall Street Journal. Ebenfalls als Kandidatin genannt wurde zuletzt Jane Fraser, bei der Citigroup Lateinamerika-Chefin. Ob Murray oder Fraser – dies wäre die erste Frau an der Spitze einer großen US-Bank.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FINANZAUFSICHT
 
Bitte mehr "Rums" von Banken beim Sparen
 
Felix Hufeld, Chef der Bafin, ärgert sich über die mangelhaften Sparanstrengungen der Banken. "Da vermisse ich den gebotenen Rums, den wir in diesem Kontext in Deutschland einfach brauchen", zitiert das Handelsblatt den Bafin-Präsidenten auf der Jahrespressekonferenz. Reuters referiert Hufelds Konter zur Kritik an der Behörde angesichts der vielen Geldwäsche-Skandale der vergangenen Monate: "Wir können uns nicht einfach einen Sheriffstern ans Revers heften, losreiten und irgendwelche Verdächtigen verhaften."
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GELDWÄSCHE
 
Ex-Bankenchef angeklagt
 
Thomas Borgen, Ex-CEO der Danske Bank, ist von der dänischen Staatsanwaltschaft wegen seiner möglichen Verstrickungen in einen der weltgrößten Geldwäscheskandale angeklagt worden. Zwei weitere Ex-Banker seien angeklagt worden, fasst Reuters einen Zeitungsbericht zusammen. Im Oktober hatte sich das Institut von Borgen getrennt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DEUTSCHE BÖRSE
 
Ein Vorstandschef auf Einkaufstour
 
Theodor Weimer hat sieben Jahre für Goldman Sachs gearbeitet. Seine Erfahrung als Investmentbanker kann der Vorstandschef der Deutschen Börse aktuell gut gebrauchen. Denn nach dem Übergangsjahr 2018, in dem der 59-Jährige den hessischen Dax-Konzern stabilisiert und umgebaut hat, steht das laufende Jahr ganz im Zeichen von Übernahmen, schreibt das Handelsblatt.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Nachdem kürzlich die Naspa, eine der größten Sparkassen des Landes, die Krawattenpflicht für seine Mitarbeiter abgeschafft hat, fragt die Frankfurter Allgemeine Zeitung: Droht das Ende der Krawatte? Für diese These gebe es viele Hinweise, zeige sich doch Daimler-Boss Dieter Zetsche seit Jahren schon gerne in Hemd, Jeans und weißen Sneakern, während Deutsche-Bank-Boss Christian Sewing beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Krawatte meist im Koffer gelassen habe. Auch beim Umsatz mit Krawatten im Einzelhandel zeige sich deutlich eine sinkende Nachfrage.
 
 
 
 
 
 
 
Empfehlen Sie unseren Newsletter Ihren Freunden weiter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
Fügen Sie bitte die E-Mail-Adresse Handelsblatt-FinanceToday@financetoday.handelsblatt.com Ihrem Adressbuch oder der Liste sicherer Absender hinzu. Dadurch stellen Sie sicher, dass unsere Mail Sie auch in Zukunft erreicht.

Dieser Newsletter wurde an max.mustermann@financetoday.handelsblatt.com gesendet. Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, klicken Sie bitte hier.

Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV: Julian Trauthig
Handelsblatt GmbH, Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf
Geschäftsführung: Frank Dopheide, Gerrit Schumann, Oliver Voigt
AG Düsseldorf HRB 38183, UID: DE 812813090
Verantwortlich für die Anzeigen: iq digital media marketing gmbh, Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf, Internet: www.iqdigital.de