Cum-Ex-Skandal weitet sich aus / Commerzbank schafft die Boni ab / Gute Gründe für eine blau-gelbe Großbank
 
szmtag
 
 
 
 
 
 
 
Montag, 17. Februar 2020
 
Cum-Ex-Skandal zieht immer weitere Kreise
 
 
 
 
 
Immer mehr Banken und Länder sind in den Skandal um Dividenden-Steuertricks verwickelt. Europaweit entstand so ein Schaden von mindestens 55 Milliarden Euro, wie die Recherchen von 19 Medien in zwölf Ländern ergaben, die die Cumex-Files erarbeitet haben. Nach Reuters-Informationen sind von den hoch umstrittenen Geschäften neben Deutschland und Dänemark auch Österreich, Belgien und Norwegen betroffen. Seit Juni laufen zudem Ermittlungen gegen die spanische Großbank Santander. Besonders erfolgreich waren die Steuertrickser mit den Cum-Ex-Geschäften hierzulande - dem deutschen Fiskus gingen bis zu 32 Milliarden Euro verloren, schreibt das Manager Magazin. Die Staatsanwaltschaft Köln weitet ihre Ermittlungen gegen die Warburg-Bank deutlich aus, wie die Zeit berichtet. Inzwischen verdächtige sie auch den Bankchef Joachim Olearius, im Rahmen von Cum-Ex-Modellen Steuern hinterzogen zu haben. Auch der Schaden ist offenbar größer als bisher bekannt: Die Rede ist von 330 Millionen Euro. Das Erste spricht von einem "Jahrhundertcoup" und dem wohl größten Steuerraub der europäischen Geschichte.
 
 
 
 
 
Brexit: Längere Übergangszeit wahrscheinlich
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker geht von einer längeren Übergangszeit für Großbritannien nach dem Brexit aus, wie Reuters nach dem Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel meldet. Die zeitliche Ausdehnung gebe der EU mehr Zeit, die Gespräche über die künftigen Beziehungen mit den Briten vorzubereiten. Das Drama ist noch nicht zu Ende, meint das Handelsblatt und schreibt: "Die EU braucht jetzt gute Nerven." Bei Breakingviews heißt es: Wegen der Hängepartie beim Gipfel rücken EU und Großbritannien immer näher an den Abgrund – eine europäische Bank habe ihren Mitarbeitern schon geraten, nach dem 29. März 2019 erst einmal nicht nach Großbritannien zu reisen. Der Kreditversicherer Euler Hermes berichtet laut Börsen-Zeitung, dass sich viele britische Unternehmen schon mit EU-Importwaren eindecken, um sich auf Zölle oder gar Unterbrechungen der Lieferkette vorzubereiten. Von "Hamsterkäufen wie nach einer Sturmwarnung" sei die Rede gewesen.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
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  bis zehn Millionen Euro wollen sie anlegen, die Italiener, die den Schweizer Banken im Tessin laut Albacore Wealth Management gerade die Bude einrennen. Italien manövriert sich gerade in eine Finanzkrise hinein und die Italiener wollen offenbar einer Situation wie seinerzeit in Griechenland vorbeugen. Auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise wurden dort 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um einen "Bank Run" zu vermeiden.
 
 
Quelle Finews
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 11.589 Punkte, ein Minus von 1,1 Prozent.
Dow: 25.379 Punkte, ein Minus von 1,3 Prozent.
Nikkei: 22.411 Punkte, ein Minus von 1,1 Prozent am Vormittag.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
NEUES VERGÜTUNGSMODELL
 
Commerzbank schafft die Boni ab
 
Die Commerzbank führt ab dem kommenden Jahr ein neues Vergütungssystem für ihre außertariflichen Beschäftigten ein. Künftig orientiert sich der Zielbonus eines Mitarbeiters daran, in welche der sechs außertariflichen Gehaltsstufen er eingruppiert ist, ob er im Inland oder im Ausland arbeitet und ob er zu den Mitarbeitern zählt, die das Risikoprofil der Bank prägen, erklärte Personalvorständin Bettina Orlopp dem Handelsblatt. Künftig gebe es nur in Ausnahmefällen individuelle Boni.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BANKENUNION
 
Fahrplan im Dezember erwartet
 
Die Euro-Staaten sind sich nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel einig, dass bis zum EU-Gipfel im Dezember ein Fahrplan zur Vollendung der Bankenunion vorliegen soll. Für Deutschland sei es dabei besonders wichtig, dass es auch zu einer "klaren Reduzierung der Risiken und einer klaren Erweiterung der Aufgaben des ESM in Richtung Wettbewerbsfähigkeit als auch Schuldentragfähigkeit" kommen müsse, zitiert sie Reuters.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ZINSZUSATZRESERVE
 
Lebensversicherer werden entlastet
 
Die deutschen Lebensversicherer müssen künftig weniger Geld für Krisen zurücklegen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz habe die Verordnung zur sogenannten Zinszusatzreserve unterschrieben, hieß es laut Handelsblatt auf einer Konferenz des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
KRYPTOWÄHRUNGEN
 
Gericht entzieht Bitcoin der Bafin-Aufsicht
 
Der gewerbsmäßige Handel mit Bitcoin ohne behördliche Erlaubnis ist nicht strafbar, weil Bitcoin kein Finanzinstrument im Sinne des Kreditwirtschaftsgesetzes sei, urteilte ein Berliner Gericht. Damit entziehen die Richter der Bafin die Aufsicht über Bitcoin und anderen Währungen, meint Focus.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Deutsche Anleger haben ihren Aktienanteil gegenüber 2017 mehr als verdoppelt. HB Zwei ehemalige Börsenhändler der Deutschen Bank sind von einem New Yorker Gericht im Libor-Skandal schuldig gesprochen worden. HB Die deutsche Fondsbranche dringt auf eine Aufweichung der Garantiepflicht in der staatlich geförderten Riester-Rente. Börsen-Zeitung Wie bereits vermutet, soll Ex-Vorstandschef Nikolaus von Bomhard künftig den Aufsichtsrat der Munich Re führen; im April 2019 soll es losgehen. HB Naturkatastrophen kosten Swiss Re im dritten Quartal rund 1,1 Milliarden Dollar. HB Deutsche Fintechs haben in den ersten neun Monaten 2018 schon 778 Millionen Euro eingeworben - ein Höchststand und mehr als im gesamten Vorjahr mit 713 Millionen Euro. FAZ Die Fusion von Linde mit dem US-Rivalen Praxair ist praktisch perfekt: Die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC soll dem Board von Praxair mündlich seine Zustimmung angekündigt haben. MM Wegen des Haushaltsstreits zwischen der Regierung in Rom und der EU-Kommission steigen die Renditen der Italien-Anleihen weiter. Rtr Der US-Software-Konzern Palantir könnte ab Mitte 2019 an die Börse gehen. Analysten erwarten eine Bewertung von bis zu 41 Milliarden Dollar. WSJ Blackstone meldet ein Profitplus für das dritte Quartal, das Anlagevermögen habe auf 456,69 Milliarden Dollar zugelegt. WSJ Die Chance, dass die US-Wirtschaft binnen zweier Jahre in der Rezession landet, beträgt laut JP Morgan 60 Prozent. BB Der chinesische Yuan ist auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren. BB  
 
 
     
 
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NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
DEUTSCHE BANK
 
Transaktionsbanking bekommt einen neuen Chef
 
Stefan Hoops, bislang Co-Vertriebschef der Kapitalmarktsparte bei der Deutschen Bank, wird Chef des Global Transaction Banking und tritt damit die Nachfolge von John Gibbons an, der die Bank nach nur zwei Jahren wieder verlässt. Die Transaktionsbank zählt zu den stabilen Geschäftsbereichen, die Vorstandschef Christian Sewing ausbauen will, schreibt das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GOLDMAN SACHS
 
Gute Gründe für eine blau-gelbe Großbank
 
Jernej Omahen, Analyst bei Goldman Sachs, findet gute Gründe, die für ein Zusammengehen von Deutsche Bank und Commerzbank sprechen, wie das Manager Magazin berichtet: sinkende Finanzierungskosten, niedrigere operative Ausgaben und eine bessere Kapitalausstattung der neuen deutschen Großbank.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DRAGHI-NACHFOLGE
 
"Weidmann wäre der Richtige"
 
Angela Merkel verzichtet wohl auf eine Kandidatur von Jens Weidmann als EZB-Chef. Österreichs Notenbank-Boss Ewald Nowotny hält das für einen "schweren Fehler", wie ihn die Oberösterreichische Zeitung zitiert. Seiner Ansicht nach wäre es gut, wenn ein Vertreter der größten Volkswirtschaft des Euroraums an der Spitze der Notenbank stünde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
LÄNDERREPORT
 
Der globale Schuldenrausch
 
René Hermann, Hauptautor der Länderstudie 2018 der schweizerischen Independent Credit View, sieht kein Nachlassen beim globalen Schuldenrausch. Besonders kritisch beurteilt er die USA, "wo Wachstum über Konsolidierung priorisiert wird, was die Schulden weiter ansteigen lässt", wie ihn die Börsen-Zeitung zitiert. Aber auch in Deutschland fehle es an politischem Willen und Kapital, Problemfelder aktiv anzugehen.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Die Superreichen in Russland sind Weltklasse, wenn es darum geht, ihr Geld zu vermehren. Das Vermögen der zehn reichsten Russen stieg laut dem Bloomberg Billionaires Index in den vergangenen zwölf Monaten um 10,8 Prozent. Die ersten zehn Amis auf der Liste kommen ein Plus von 7,5 Prozent und die Top Ten der Briten legen auch noch um 3,5 Prozent zu, Brexit hin oder her.
 
 
 
 
 
 
 
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