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Montag, 19.Oktober.2015
"Nichts bleibt, wie es ist"
Vor gerade einmal einer Woche schockte Deutsche-Bank-Chef John Cryan mit einer Milliardenabschreibung, nun folgt die nächste Überraschung: Vorstand und Führungsstruktur des Instituts werden radikal umgebaut. Colin Fan verliert laut Wall Street Journal seinen Posten als Co-Chef des Investmentbankings. Er hatte beim Geldwäsche-Skandal in Russland keine gute Figur abgegeben. Doch Fan trifft es nicht als Einzigen: Insgesamt werden fünf von acht Spitzenmanagern aus Vorstand und erweiterten Vorstand ausgetauscht, um die "Komplexität im Management" zu verringern. Gehen müssen auch Stefan Krause (zuständig für Zahlungsverkehr) und Henry Richtotte (Digitales) sowie Michele Faissola (Vermögensverwaltung), die bislang dem erweiterten Vorstand angehörten, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Personalvorstand Stephan Leithner verlässt den Konzern auf eigenen Wunsch (Finance Today berichtete). Die Deutsche Bank sortiert ihre Führungskräfte aus, kommentiert die Financial Times. Das ist ein Paukenschlag, meint n-tv. Nichts bleibt, wie es ist, findet der Bayerische Rundfunk. Cryan macht Ernst, lobt die Welt. Ähnlich sieht das der Tagesspiegel: Cryan hält Wort und will die Bank wieder fit machen. Er gibt sich nicht mit kosmetischen Änderungen zufrieden, sondern verschreibt der Bank einen radikalen Umbau. Und sein Auftreten ist bisher überzeugend, urteilt die Stuttgarter Zeitung. Die Lage der Deutschen Bank ist schwierig. Die US-Konkurrenz ist enteilt, der Börsenkurs dümpelt im Keller und der Ruf ist wegen zahlreicher Skandale nachhaltig beschädigt. Gerade erst wurde bekannt, dass das Institut in einem Rechtsstreit mit Investoren über Preisabsprachen bei Kreditausfallversicherungen (CDS) 120 Millionen Dollar zahlt. Handelsblatt
KREDITKARTENGESCHÄFT
Visa-Fusion soll Großbanken Milliarden bringen
Die bevorstehende Fusion des US-Kreditkartenriesen Visa mit der bisher unabhängigen Schwestergesellschaft Visa Europe bringt Großbanken Milliardengewinne, berichtet Cash. Doch das Handelsblatt weiß: Deutsche Banken dürften weitgehend leer ausgehen.
HOHE NACHFRAGE
Ferrari trabt aufs Börsenparkett
Ferrari geht an die Börse. Und das Interesse ist groß. Manche Analysten sind allerdings skeptisch, ob sich Ferrari-Aktionäre am Ende wirklich als Sieger fühlen können. Ferrari sei wachstumsschwach und verschlinge massive Technologie-Kosten, schreibt etwa das Manager Magazin. Der beste Weg am Ferrari-Hype teilzunehmen sei sich an der Mutter Fiat zu beteiligen, findet Barron's.
NORISBANK
Deutsche Bank will "untote" Tochter reanimieren
Wenn die Postbank im kommenden Jahr wie geplant abgespalten wird, wird die Online-Tochter Norisbank offenbar in den Händen der Deutschen Bank bleiben. Auf den zweiten Blick macht das sogar Sinn, kommentiert die Welt.
SCHWEIZER GROSSBANK
Die UBS liegt hinter ihren Sparzielen zurück
Die UBS hat mehrere Maßnahmen, die sie im Oktober 2012 im Rahmen ihres strategischen Umbaus angekündigt hatte, nicht umgesetzt. Auch ihr Investmentbanking hat sie bislang weniger abgebaut als geplant. So versprach die UBS beispielsweise, die Kosten radikal zu senken. Bis 2015 sollten insgesamt 5,4 Milliarden Franken pro Jahr eingespart werden. Das wird laut der NZZ am Sonntag (Artikel online nicht verfügbar) nicht zu schaffen sein. Finews
ISLAMIC BANKING
Allahs gescheiterte Banker
Heilmittel gegen Gier? Seit der Finanzkrise werben muslimische Staaten für islamkonformes Finanzgebaren. Doch in der Praxis bleibt von den Idealen nicht viel übrig, denn auch Muslime können rechnen. Welt
DAX-AUSBLICK
Anleger sind in Kauflaune
Die Monate ab Oktober sind die besten für Aktien, getreu dem Motto: Wer skeptisch ist, hat bereits verkauft. Manche Experten rechnen so mit steigenden Kursen, schreibt das Handelsblatt. Schlechte Wirtschaftsdaten gelten sogar als Kaufargument.
FAIRVESTA
Der Fondsgesellschaft gehen die Neukunden aus
Fairvesta konnte in Deutschland zuletzt kaum noch Geld einsammeln. Seit 2014 wird wegen möglichem Anlagebetrug ermittelt. In Frankreich lief das Geschäft noch - doch nun könnte auch dort der Absatz einbrechen. Wirtschaftswoche
HEDGEFONDS
Die Entzauberung der Zocker
Hedgefonds hielten sich lange für unbesiegbar – und benahmen sich auch so. Jetzt legten einige prominente dieser Großinvestoren spektakuläre Pleiten hin. Die Welt zeigt, wie es um die Branche steht.
CHINAS WIRTSCHAFTSWACHSTUM
Die magische Sieben
Chinas Wirtschaft kriselt seit Monaten. Setzt sich dieser gefährliche Trend fort? Das fragt der Spiegel. Heute verkündet Peking die Wachtumsrate des letzten Quartals: Es ist die wichtigste Zahl dieses Jahres.
EU-PLÄNE
Deutsche bremsen bei europäischer Einlagensicherung
Gegen den Widerstand der Bundesregierung plant die EU-Kommission den nächsten Schritt der europäischen Bankenunion. Dabei haben die Mitgliedsstaaten die ersten Reformen noch nicht umgesetzt, schreibt die Welt.
Shortcuts aus der Finanzbranche
Barclays will beim Investmentbanking kräftig sparen. FT Die Alternative Bank Schweiz (ABS) will im kommenden Jahr Negativzinsen für einige Kunden einführen. Reuters Die Übernahme des Immobilienkonzerns LEG durch die Deutsche Wohnen ist offenbar geplatzt. HB Das Geldvermögen der Deutschen wächst zurzeit so langsam wie seit den 1990er Jahren nicht mehr, zeigen Daten der Bundesbank. SPON Das griechische Parlament hat mit einem umfassenden Reformgesetz die Voraussetzungen für weitere Zahlungen der Euro-Partner geschaffen. Reuters Die Generali-Versicherung in Deutschland will im kommenden Jahr mit ihrem umstrittenen Belohnungssystem für gesunde Lebensweise in Versicherungspolicen auf den Markt gehen. n-tv
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1.
ALTERSVORSORGE
Vermögensaufbau in der Nullzins-Ära
Statt zu investieren parken die Deutschen ihr Geld lieber auf Festgeldkonten. Vermögensaufbau aber geht in Zeiten niedriger Renditen ganz anders, meint das Manager Magazin.
2.
AKTIEN
Das Portfolio für Rebellen
Die Credit Suisse hat Aktien-Tipps für mutige Anleger. Manche haben zweistellig verloren, andere so stark zugelegt, dass nur wenige ihnen Aufwärtspotenzial zutrauen. Ein Portfolio, das gegen den Strom schwimmt, meint dazu das Handelsblatt.
3.
IMMOBILIENKREDITE
Druck von den Banken
Der sogenannten Widerrufsjoker, mit dem viele Wohnungskäufer oder Häuslebauer, die in den vergangenen Jahren Kredite aufgenommen haben, relativ unkompliziert aus ihren Verträgen kommen können, wird jetzt von Berlin kassiert – weil die Bankenlobby so viel Druck macht, meint das Manager Magazin.
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Stimmung im Mittelstand zu Herbstbeginn robust
Der Mittelstand zeigt sich zu Herbstbeginn alles in allem robust, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen gibt im September zwar um 0,5 Zähler nach, bleibt aber weiter auf hohem Niveau. Grund für die aktuelle Eintrübung des Geschäftsklimas ist der Stimmungsrückgang in den kleinen und mittleren Industierunternehmen. Die Finanzierungskonditionen für den Mittelstand ziehen derweil aktuell weiter an. Die durchschnittlichen Zinskonditionen auf dem Mittelstandsportal Compeon haben sich im Drei-Monats-Vergleich um 0,47 Prozentpunkte und im Sechs-Monats-Vergleich um 0,31 Prozentpunkte erhöht.
Auf COMPEON erhalten gewerbliche Kunden individuelle Finanzierungs- und Leasingangebote für Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien, Betriebsmittel und alle sonstigen Zwecke. Erfahren Sie mehr auf www.compeon.de.
TITELTHEMA
Der Kulturschock
Seine Vorgänger wären schon mit einem vorsichtigen Kulturwandel zufrieden gewesen. Aber der neue Deutsche-Bank-Chef John Cryan baut das Institut rigoros um. Viele Topleute müssen gehen, Führungszirkel werden aufgelöst.

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Die fünf besten Aktienfonds im vwd funds service, sortiert nach Wertentwicklung über drei Jahre
Fondsname     KVG     Performance Rücknahmepreis Datum
LSF Asian Solar & Wind A1 UBS Third Party Management S.A. 170,59% 73,84
steigender Kurs
16.10.2015
DekaLux-BioTech CF Deka International S.A. 132,71% 420,65
steigender Kurs
16.10.2015
SEB Concept Biotechnology D SEB Asset Management S.A. 124,96% 106,93
steigender Kurs
15.10.2015
Fidelity Japan Smaller Cos A-JPY Fidelity (FIL Inv Mgmt (Lux) S.A.) 119,86% 1835,00
steigender Kurs
15.10.2015
Pictet-Japanese Equity Opps P JPY Pictet Asset Management (Europe) S.A. 113,10% 8753,14
steigender Kurs
16.10.2015
STARINVESTOR
Das sagt Warren Buffett zur Volkswagen-Krise
Matthias Müller, Volkswagen-Chef, will den Abgasskandal als Chance zum Neuanfang nutzen. Eine gute Gelegenheit, dabei ein paar Ratschläge zu berücksichtigen - zum Beispiel vom bekanntesten Investor der Welt, Warren Buffett. Spiegel
RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL
Weniger notleidende Kredite
Peter Lennkh, Vorstand der Raiffeisen Bank International, sieht den Anteil an faulen Krediten bei seinem Institut sinken. „Es kommen weniger notleidende Kredite herein.“ Nur etwa drei bis vier Prozent aller faulen Kredite seien nicht durch Vorsorgen gedeckt, sagte der Manager laut Handelsblatt.
EZB-DIREKTOR
Bisherige Euro-Krisenlösungen reichen nicht
Benoit Coeure, EZB-Direktor, hält die bisherigen Mechanismen zur Lösung von Krisen in der Euro-Zone für unzureichend. Unter anderem der Schuldenstreit mit Griechenland im Sommer und der Zustand der Wirtschaft im Währungsraum zeigten, dass vorhandenen Arrangements nicht ausreichen. "Wir müssen über die Schnellreparaturen und Zwischenlösungen hinaus gehen, die notwendig waren." Reuters
BEIHILFE ZU BETRUG
Ehemaliger S&K-Anwalt ist pleite
Igor P. soll die Gründer der Unternehmensgruppe S&K jahrelang beraten haben. Jetzt musste er Privatinsolvenz anmelden. Unterdessen gibt es in der Hauptverhandlung um sechs S&K-Verantwortliche einen beachtlichen Fortschritt, schreibt das Handelsblatt.
RUSSLAND
Das ist die Frau, die für Putin den Rubel rettet
Elvira Nabiullina, Russlands Notenbankchefin, reagierte brillant, als das Land am Rande des Kollaps stand. Ohne sie wäre das Land wohl längst bankrott, kommentiert die Welt. Trotzdem bleibt ihre Rolle in Putins Universum nebulös.
NOTENBANK
Mini-Inflation bereitet Euro-Währungshütern Kopfzerbrechen
Mario Draghi, EZB-Chef, und seine Notenbank-Kollegen drücken Woche für Woche mit dem Kauf von Staatsanleihen Milliarden in das Finanzsystem, um die Wirtschaft und auch die Inflation anzuheizen. Doch die Teuerungsrate im Euro-Raum ist zuletzt sogar wieder unter die Nulllinie gerutscht - dazu droht die Weltkonjunktur an Fahrt zu verlieren. Die Sorgenfalten der Notenbanker nehmen also zu, kommentiert Reuters.
ÄRGER MIT NAHLES
Staatssekretär Asmussen wechselt zur Förderbank KfW
Jörg Asmussen ist nicht einmal zwei Jahre Staatssekretär im Arbeitsministerium, nun zieht es ihn schon wieder fort. Nach Spiegel-Informationen soll der ehemalige EZB-Direktor zurück nach Frankfurt wechseln, zur Staatsbank KfW.
IMMOBILIENPREISE IN DEN HAMPTONS
Im Wohnzimmer der Superreichen
In den Hamptons, unweit von New York, sind die Immobilienpreise durch die Decke geschossen. Der Nachfrage tut das keinen Abbruch. Während das Einkommen der Unter- und Mittelschicht stagniert, prassen die Superreichen. Handelsblatt
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