Razzia bei Swedbank / Einschnitte bei Deutscher Bank / Brexit-Alternativen ohne Mehrheit
 
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Donnerstag, 28. März 2019
 
Danske-Skandal: Razzia bei Swedbank
 
 
 
 
 
Der seit Monaten schwelende Geldwäscheskandal, in den mehrere nordeuropäische Banken verwickelt sind, hat sich laut Handelsblatt dramatisch zugespitzt: Schwedens Ermittlungsbehörde für Wirtschaftskriminalität hat eine großangelegte Razzia bei Schwedens ältester Bank, Swedbank, durchgeführt. Der Verdacht: illegale Insiderinformationen. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender SVT berichtete zudem, das Geldhaus habe US-Ermittlern möglicherweise Informationen im Zusammenhang mit den "Panama Papers" vorenthalten. Zu den Personen, die über die Swedbank verdächtige Zahlungen aus Osteuropa erhalten haben, gehöre auch der ehemalige und inzwischen zu einer Gefängnisstrafe verurteilte Berater von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort. Inzwischen haben auch US-Behörden Ermittlungen gegen die Bank aufgenommen, hat Bloomberg erfahren.
 
 
 
 
 
Deutsche Bank plant harte Einschnitte – auch ohne Fusion
Der Widerstand der Gewerkschaften gegen eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ist groß: Zu tief wären die Einschnitte beim Personal, die nötig wären, um das Projekt wirtschaftlich erfolgreich zu machen, zu unsicher die Perspektive eines gemeinsamen Instituts. Doch auch ohne Fusion drohen bei der Deutschen Bank weitere Sparmaßnahmen, wie mehrere Insider dem Handelsblatt bestätigten. Derweil berichtet die Deutsche Presse Agentur, dass sich die Deutsche Bank noch vor Ende April zum Stand der angedachten Fusion mit der Commerzbank äußern wolle. Bei der Commerzbank erwartet Martin Zielke in diesem Jahr so oder so weiterhin Gegenwind, wie Reuters berichtet. In den vergangenen Monaten habe die Bank sowohl die Ertragsprognose für 2020 als auch das Renditeziel gekippt. Die Börsen-Zeitung zeigt, warum die Banken beim Thema Vergütung so gar nicht zusammenpassen – und schreibt sogar von einem "Kulturschock".
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
4,5
 
 
  Prozent der Prokuristen in der Freiburger Kantonalbank sind Frauen – ein Extremfall, doch eine Untersuchtung zeigt, dass auch bei anderen großen Schweizer Unternehmen der Frauenanteil sehr gering ausfällt. Es regiert ein "Club der weißen Männer".  
 
Quelle Handelszeitung
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 11.419 Punkte, keine Ausschläge gegenüber dem Vortag.
Dow: 25.626 Punkte, minus 0,1 Prozent.
Nikkei: 21.029 Punkte, minus 1,6 Prozent im Nachmittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
EU-AUSSTIEG
 
Brexit: Alternativen ohne Mehrheit
 
Das britische Parlament hat sich gestern Abend nicht auf einen alternativen Brexit-Plan verständigen können. Eine Reihe von Probeabstimmungen kam zu keinem klaren Ergebnis, meldet das Handelsblatt. Jetzt dürfte Theresa Mays Ausstiegsvertrag zum dritten Mal den Abgeordneten vorgelegt werden. Eine Mehrheit gebe es noch nicht, obwohl die Premierministerin inzwischen ihren Rücktritt anbietet. Es sei schwer zu sehen, wie May ihren eigenen Deal jetzt noch durchbringen wolle, kommentiert der Guardian. Einen Weg gäbe es jedoch noch: May könne ein Referendum über ihren Deal anbieten, um weitere Stimmen von Abgeordneten zu gewinnen. "Eine schnelle Lösung ist vorerst unerreichbar", meint die BBC enttäuscht. Die Spaltungen und Spannungen innerhalb der Regierung – und des Parlaments – seien zu tiefgreifend, um das Brexit-Chaos zu beenden. "Ein Ende des Wahnsinns ist in Sicht", zeigt sich dagegen die Frankfurter Allgemeine Zeitung optimistischer. Die Chancen, dass der Brexit-Deal bei der dritten Abstimmung durchgewunken werde, seien so groß wie nie.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
URTEIL
 
Kein Sparplan mit Negativzinsen
 
Negative Zinsen in einem Riester-Sparplan der Sparkasse widersprechen nach Ansicht des Oberlandesgerichts Stuttgart dem Grundgedanken der Altersvorsorge. Damit haben sich die Richter im Streit zwischen der Kreissparkasse Tübingen und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg auf die Seite der Verbraucherschützer gestellt, wie die Süddeutsche Zeitung meldet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DIGITAL BANKING INDEX
 
Banken vernachlässigen Online-Geschäft
 
Eine Oliver-Wyman-Studie zeigt: Die deutschen Geldinstitute liegen beim digitalen Vertrieb weit abgeschlagen hinter der europäischen Konkurrenz besonders aus Spanien, der Schweiz und Großbritannien (Handelsblatt).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Die Bundesregierung will Fehlanreize bei Lebensversicherern beseitigen und deckelt die Provisionen. HB Die vier ehemaligen Partner der Basler Privatbank La Roche verlassen die neue Unternehmensmutter Vontobel. FN Die EZB will Lasten für Banken infolge der langanhaltenden Tiefzinspolitik abmildern, möglicherweise durch die Einführung eines gestaffelten Einlagensatzes. FuW Die Schweizer Kryptofirma Envion hat bei ihrem ICO 2018 illegal 90 Millionen Franken von Investoren angenommen. FN In Spanien erwägt die Banco Sabadell den Verkauf der britischen Bankentochter TSB. Rtr Die Börse in Istanbul verzeichnet den größten Tagesverlust seit Juli 2016. Spon Der britische Markt für IPOs ist so schlecht ins neue Jahr gestartet wie zuletzt 2009. FNL
 
 
     
 
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NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
DEUTSCHE BANK-FONDSTOCHTER
 
DWS-Personal in Unruhe
 
Asoka Wöhrmann, Chef der Deutsche Bank-Fondstochter DWS, baut die Organisation kräftig um: In den vergangenen sieben Wochen seien zehn hochrangige Manager gegangen, hat sich das Handelsblatt in der DWS umgehört. Weiterer Unruheherd: Um eine Fusion mit der Commerzbank zu finanzieren, denke die Deutsche Bank an einen Verkauf der DWS.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
STEPHEN MOORE
 
Trumps Fed-Kandidat für sofortige Zinssenkung
 
Stephen Moore, Wunschkandidat von US-Präsident Donald Trump für einen vakanten Direktorenposten bei der Notenbank Fed, plädiert für eine sofortige Zinssenkung. Die Fed sollte umgehend um einen halben Prozentpunkt nach unten gehen, sagte Trumps Ex-Wahlkampfberater der New York Times. Auch wenn Moores Position sich mit der von Trump deckt, versicherte Moore der Zeitung, er sei kein "Lakai Trumps".

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BARCLAYS
 
Demission vor dem Umbau
 
Tim Throsby, Investmentbankchef der britischen Großbank Barclays, tritt zurück. Hintergrund ist laut Handelsblatt, dass Throsby nicht mit der Neuaufstellung des Instituts einverstanden sei. Unter anderem sollen das Investmentbanking und das internationale Kreditkartengeschäft operativ getrennt werden. Obendrein wolle CEO Jes Staley künftig selbst stärker die Kontrolle über die Investmentbank übernehmen. Das Wall Street Journal führt den Umbau auf den wachsenden Druck des aktivistischen Investors Edward Bramson zurück.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ÖKONOMEN
 
Rückendeckungen für die Schuldenbremse
 
Christoph Schaltegger, Schweizer Ökonom, verteidigt in der Neuen Zürcher Zeitung die in Ungnade gefallene Schuldenbremse in Deutschland. Anhand von Zahlen weist Schaltegger nach, dass diese keineswegs Investitionen ausbremse. Außerdem sei zweifelhaft, ob eine Lockerung der Schuldenbremse zu Steuersenkungen führen würde. Uni sono singen Thomas Schäfer, hessischer Finanzminister (CDU), und der Wirtschaftsweise Lars Feld in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Loblied auf die Schuldenbremse in Hessen. Eins ihrer Argumente: In einer reifen Volkswirtschaft ließen sich notwendige Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen aus den laufenden Einnahmen finanzieren.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Ein Stoff, der aus einem Roman zu stammen scheint, in Wirklichkeit aber aus dem prallen Leben gegriffen ist: Eine junge Frau aus Eschweiler, die alle Register der Hochstapelei zieht, in der New Yorker High Society aufsteigt, Schecks und Unterlagen fälscht, um sich viel Luxus zu gönnen, ihre Bekannten dazu animiert, für Taxifahrten, Flüge, Hotel- oder Urlaubskosten aufzukommen – um am Ende als Betrügerin vor Gericht zu stehen. Spiegel Online erzählt die unglaubliche Geschichte, die bald von Netflix verfilmt werden solle.
 
 
 
 
 
 
 
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