Commerzbank hat zu viel versprochen / Der letzte Akt der Finanzkrise / HSH-Gläubigergruppe macht mobil
 
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Freitag, 9. November 2018
 
Commerzbank hat zu viel versprochen
 
 
 
 
 
Die Commerzbank muss im Herbstquartal einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Das Ergebnis fällt um gut die Hälfte niedriger aus, meldet n-tv. Im Vorjahreszeitraum hatten allerdings zahlreiche Sondereffekte wie der Verkauf des "Commerzbank-Towers" in Frankfurt das Ergebnis mit einer halben Milliarde Euro aufgebläht. Bei fast allen Kennzahlen übertraf das Institut die Schätzungen der Analysten, schreibt Börse-Online. Immerhin: Deutschlands zweitgrößte Bank nimmt Kurs auf die zweite Gewinnausschüttung an die Aktionäre seit der Finanzkrise. Die Kundenzahlen im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden wachsen und so gelingt es der Bank, ihre Position zu halten. Die vor Kurzem vom Dax in den MDax abgestiegene Aktie legte mehr als fünf Prozent zu – auf Jahressicht ist das Papier aber immer noch 30 Prozent im Minus, klagt das Manager Magazin. Das Handelsblatt findet: Die Commerzbank habe nichts aus vergangenen Fehlern gelernt und mal wieder zu optimistische Prognosen ausgegeben. Mit der Umsetzung ihrer Strategie sei das Institut gerade mal zur Hälfte durch und doch müsse es bereits jetzt ein wesentliches Ziel kassieren: Die Prognose, die Erträge bis Ende 2020 auf mindestens 9,8 Milliarden Euro zu steigern. Die Aufseher bei der EZB haben nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ohnehin große Bedenken bei genau dieser Strategie. Die Kontrolleure untersuchten jüngst in einer Sonderprüfung den Geschäftsplan der gelben Bank bis 2021 und entdeckten große Schwächen, heiße es demnach in Aufsichtskreisen.
 
 
 
 
 
Der letzte Akt der Finanzkrise  
Die UBS rechnet laut Neue Zürcher Zeitung damit, jetzt vom US-Justizministerium wegen angeblich fauler Hypothekengeschäfte im Vorfeld der Finanzkrise angeklagt zu werden. Anders als andere Banken habe sie eine außergerichtliche Einigung stets abgelehnt. Die amerikanischen Behörden sehen es als erwiesen an, dass zahlreiche Banken auf dem amerikanischen Immobilienmarkt tricksten – und damit maßgeblich zur weltweiten Finanzkrise beitrugen. Daher haben sie bereits zahlreiche Vergleiche mit anderen Großbanken geschlossen und milliardenschwere Strafzahlungen verhängt. Darunter etwa die Deutsche Bank, der UBS-Rivale Credit Suisse, die US-Institute Citigroup, JPMorgan, Morgan Stanley, Goldman Sachs und Bank of America sowie die britischen Geldhäuser Barclays, Royal Bank of Scotland und HSBC, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung auflistet. Die UBS gibt sich jedoch kämpferisch: Im Sinne der Aktionäre wolle sie die Klage energisch bekämpfen. Finews bezweifelt den Erfolg dieser Strategie, denn mit schnellen Einigungen sei die UBS in der Vergangenheit gut gefahren. Ärger droht der Bank auch vor einem anderen Gericht in Frankreich, wo die UBS wegen vermeintlicher Geldwäsche angeklagt ist: Laut Bloomberg vertritt der Staatsanwalt dort die Auffassung, dass die Bank so richtig "gestraft gehöre". Die Rede sei von einer Strafzahlung in Höhe von 5,3 Milliarden Euro.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
55
 
 
  Prozent legte der globale Börsenindex MSCI World zwischen 2013 und 2018 zu, die Weltwirtschaft wuchs jedoch nur um zehn Prozent. Anleger in der Krisenwährung Gold verloren im gleichen Zeitraum 27 Prozent ihres Vermögens.  
 
Quelle Handelsblatt
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 11.527 Punkte, ein Minus von 0,5 Prozent.
Dow: 26.191 Punkte, kaum verändert.
Nikkei: 22.268 Punkte, ein Minus von einem Prozent am Vormittag.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HSH NORDBANK
 
Gläubigergruppe macht mobil
 
Eine Gläubigergruppe, die nach eigenen Angaben HSH-Anleihen im Wert von rund einer Milliarde Euro hält, wehrt sich laut Reuters gegen Überlegungen der HSH Nordbank, die Papiere zu kündigen oder zurückzukaufen. Es sei unangemessen, die Gläubiger lediglich an den Verlusten der Bank, nicht aber an künftigen Gewinnen zu beteiligen. Die an Finanzinvestoren um Cerberus und J.C. Flowers verkaufte Bank hatte am Dienstag angekündigt, sie wolle ihre Kapitalbasis umstrukturieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BANKENKONSOLIDIERUNG
 
Die Sandkastenspiele der Finanzbranche
 
Mit der Bankenkonsolidierung ist es wie im Fußball, findet die Börsen-Zeitung: Jeder glaubt, er habe etwas dazu zu sagen. Manche Aufseher riefen sogar explizit nach Konsolidierung. Dabei sprächen so ziemlich alle Sachargumente gegen Fusionen auf Groß- oder Landesbankenebene, egal aus welcher Perspektive man sich mögliche Konstellationen anschaue.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
IWF
 
Italien könnte ansteckend werden
 
Der Internationale Währungsfonds hat in seiner Herbstprognose vor den Auswirkungen der Finanzprobleme Italiens auf andere europäische Länder gewarnt. Italiens Finanzen könnten weiter unter Druck geraten und damit andere Staaten "anstecken", deren Wirtschaft schwächer und deren haushaltspolitische Handlungsfreiheit begrenzt sei, wie n-tv aus dem Bericht zitiert. Währenddessen wehrt sich die Regierung in Rom gegen die Vorwürfe, auch gegen die aus Brüssel, wie Bloomberg schreibt. Finanzminister Giovanni Tria werfe der EU vor, mit falschen Analysen zu argumentieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GOLDMAN SACHS
 
Herrscher über die Weltwirtschaft
 
Goldman Sachs gehört zu den erfolgreichsten Akteuren im Finanzgeschäft. Die Neue Zürcher Zeitung guckt hinter die Kulissen der Schweizer Niederlassung der US-Investmentbank und nimmt dabei auch die teils abstrusen Gerüchte und Verschwörungstheorien aufs Korn, die sich um die Macht dieser Bank ranken.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FINANZDIENSTLEISTUNGEN
 
Modell Amazon
 
Immer mehr Internetkonzerne bieten auch Finanzdienstleistungen an. Europas Geldhäuser eifern ihnen nach und wollen "Plattformbetreiber" werden, doch nicht jede Bank wird das überleben, erwartet das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Die deutsche Wirtschaft bekommt die Folgen der schwächeren globalen Konjunktur und zunehmende Handelshürden zu spüren: Auch für die nächsten Monate rechnen Experten mit schwachen Zahlen. Spon Im Anlageskandal um die insolvente Münchener Geldanlagefirma P&R haben jetzt auch Staatsanwälte in der Schweiz Ermittlungen aufgenommen. MM Vom kommenden Jahr an erhalten die Aktionäre von ProSiebenSat.1 nur noch die Hälfte des um Sondereffekte bereinigten Konzernüberschusses als Dividende, bisher waren es 80 bis 90 Prozent. Börsen-Zeitung Eine Gruppe britischer Unternehmer hat sich Forderungen nach einem weiteren Referendum über den Austritt ihres Landes aus der EU angeschlossen. Rtr Die italienische Unicredit muss schlechte Quartalszahlen präsentieren und die Ertragsziele senken. HB Nach dem Geldwäscheskandal bei der Danske Bank soll die Finanzaufsicht Eba mögliche Verstöße Dänemarks gegen das EU-Recht prüfen. HB Ewald Nowotny, Österreichs Notenbankchef, wird zum Hauptverantwortlichen für die interne Revision der EZB. HB  
 
 
     
 
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TRUMPS GESCHÄFTE
 
Ärger für die Deutsche Bank
 
Maxine Waters, demokratische US-Politikerin, hat beste Chancen, den Finanzausschuss im Repräsentantenhaus zu leiten. Sie könnte dort der Wall Street neuen Ärger bescheren – und auch der Deutschen Bank, glaubt das Handelsblatt. Sie interessiert sich besonders für Donald Trumps Schulden bei dem deutschen Geldhaus, wie sie Bloomberg in einem Interview sagte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ALLIANZ
 
Wo Anleger die Ohren spitzen sollten
 
Oliver Bäte, Chef der Allianz, wird heute die Zahlen für die ersten neun Monate des Konzerns präsentieren. Das Handelsblatt beschäftigt sich mit den fünf Punkten, auf die Anleger besonders achten sollten. Einer der wichtigsten: Wie steht es um den Umbau der Sachversicherung?
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GELDPOLITIK
 
Notenbanker ganz entspannt
 
Jerome Powell, Chef der US-Fed, hält Kurs und belässt den amerikanischen Leitzins in der Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent, so CNBC. Auch Mario Draghi, Präsident der EZB, lässt sich von den zuletzt mauen Konjunkturdaten nicht nervös machen. Seiner Meinung nach setzt sich der Aufschwung in der Euro-Zone fort. Er bekräftigte zudem, die Anleihenkäufe der Notenbank zum Jahresende einstellen und die Zinsen noch mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent belassen zu wollen, wie ihn Reuters zitiert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TESLAS NEUE CHAIRWOMAN
 
Elon Musks neue Chefin
 
Robyn Denholm, Teslas neue Verwaltungsratschefin, ist nun Elon Musks neue Chefin, meldet das Wall Street Journal. Die Berufung eines neuen Verwaltungsratsvorsitzenden war Teil des Deals, den das Unternehmen mit der amerikanischen Börsenaufsicht SEC geschlossen hatte, so das Manager Magazin. Im Zuge der mittlerweile abgeblasenen Delisting-Pläne waren Vorwürfe aufgekommen, Musk habe Investoren vorsätzlich in die Irre geführt und Kursmanipulation betrieben.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Salatblatt im Schoß und Ketchup auf der Krawatte? Burger zum Lunch sind eine echte Herausforderung für ein gepflegtes Auftreten. Simon Dukes, Gründer des Food-Blogs Burger Lad,
hat einen Tipp für Burger-Fans auf Lager, den er dem Business Insider in die Feder diktierte: "Da die Oberseite des Brötchens immer dicker als die Unterseite ist, sollte man den Burger einfach herumdrehen." Auch das Geschmackserlebnis würde von der Wendung profitieren, denn das Brot auf der Oberseite sei dicker und weiche nicht so schnell auf. Fazit: Der Burger bleibe heil und mache weniger Sauerei.
 
 
 
 
 
 
 
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