Auge um Auge, Zoll um Zoll / Dax-Chefs verdienen mehr / Die Opfer des Paul Singer
 
Bei Darstellungsproblemen klicken Sie bitte hier.
 
szmtag
 
 
 
 
 
 
 
Montag, 9. Juli 2018
 
Auge um Auge, Zoll um Zoll
 
 
 
 
 
Auge um Auge, Zoll um Zoll – das ist Donald Trumps Devise, wenn es darum geht, sich als Retter der US-Wirtschaft zu positionieren. Nur leiden inzwischen alle Beteiligten unter dem eskalierendem Handelsstreit, der laut Tagesschau inzwischen zum Handelskrieg ausgewachsen ist. Am Freitag sind die ersten US-Sonderzölle auf chinesische Produkte in Kraft getreten. Chinas Regierung warf den USA daraufhin vor, den "größten Handelskrieg der Wirtschaftsgeschichte" vom Zaun gebrochen zu haben, schreibt Reuters. Das Reich der Mitte reagierte mit Vergeltungszöllen. "Jetzt geht es los. Die Welt darf sich anschnallen", kommentiert die Süddeutsche Zeitung. Die Strafzölle treffen auch deutsche Unternehmen, allen voran die Autohersteller. Daimler hatte erst vor Kurzem eine Gewinnwarnung herausgegeben, unter anderem wegen des Handelsstreits. Andere Konzerne könnten ebenfalls in Bedrängnis geraten, weiß die Tagesschau. "Deutsche Unternehmen haben in China über 80 Milliarden Euro investiert, in den USA sogar knapp 400 Milliarden Euro", warnte auch der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier, gegenüber Reuters. In Amerika sind indessen vor allem die Landwirte die Leidtragenden – also ausgerechnet diejenigen, die dem US-Präsident ihre Stimme gaben. Nun schwindet Trumps Rückhalt unter den Farmern, schreibt Börse ARD – und so könnte der US-Präsident mit seinen Strafzöllen nicht nur die Wirtschaft, sondern am Ende auch sich selbst ins Abseits befördern.
 
 
 
 
 
Chef-Gehälter sinken – nur im Dax nicht
Aktuell kann man Deutschlands Top-Managern nicht pauschal vorwerfen, ihre Gehälter würden in den Himmel wachsen. Denn tatsächlich verdienten die Chefs börsennotierter Unternehmen 2017 zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Anders sieht es indessen bei den Dax-Konzernen aus. Dort sind die Chefgehälter um fünf Prozent gestiegen, wie das Manager Magazin aus einer Studie der Unternehmensberatung EY zitiert. Durchschnittlich verdienten die Chefs der 30 Dax-Konzerne rund 5,6 Millionen Euro – so viel wie noch nie. Top-Verdiener war SAP-Chef Bill McDermott. Er strich 21,1 Millionen Euro ein und kassierte damit die höchste Vergütung, die ein Vorstandschef im Dax jemals bekam, weiß Börse ARD. Konzernlenker aus dem MDax-, SDax- und TecDax-Bereich können da nur neidisch mit den Ohren schlackern. Im MDax sei die Vergütung nahezu gleich geblieben, im SDax um 13 Prozent gesunken – und TecDax-Vorstandschefs hätten sogar 20 Prozent weniger erhalten, berichtet Finanznachrichten. Beispiele für Unternehmen ohne Gehaltsexzesse gibt es auch im Banksektor. "Während die Deutsche Bank trotz Verlusten ihren Beschäftigten 2017 einen Bonuspool von annähernd 2,3 Milliarden Euro gönnte, waren es bei der ebenfalls kriselnden, aber profitablen NordLB exakt 32.516 Euro – für alle wohlgemerkt", schreibt efinancialcareers.
 
 
 
 
 
Einen erfolgreichen Tag wünscht
Ihr Finance-Today-Team
Mehr zum Thema Finanzen auf Facebook
 
 
 
 
 
Empfehlen Sie unseren Newsletter Ihren Freunden weiter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
ZAHL DES TAGES
 
312
 
 
  Millionen Euro – um diese Summe soll der ehemalige Dresdner Finanzdienstleister Infinus seine Anleger geprellt haben. Nun könnten die Betrogenen endlich Genugtuung erfahren, denn im Prozess dazu wird heute ein Urteil erwartet.  
 
Quelle Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
 
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 12.496 Punkte, ein Plus von 0,3 Prozent.
Dow: 24.456 Punkte, ein Plus von 0,4 Prozent.
Nikkei: 22.063 Punkte, ein Plus von 1,3 Prozent im Vormittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BAUKREDIT
 
Mit der Kündigung groß Geld sparen
 
Da die Bauzinsen aktuell noch niedrig sind, könnte es sich für Häuslebauer lohnen, den Baukredit zu kündigen. So lassen sich nämlich Zehntausende Euro sparen, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung – und warnt gleichzeitig: "Das Kleingedruckte will gelesen sein".
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ARAMCO
 
Geschichtsträchtiger IPO könnte platzen
 
Der Börsengang des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco sollte der größte IPO in der Geschichte werden – doch er wurde immer wieder verschoben. Nun könnte die Platzierung ganz platzen, berichtet das Wall Street Journal. Ein Scheitern des Projekts birgt jedoch ökonomische wie politische Gefahren für Saudi-Arabien, warnt das Handelsblatt – der Kronprinz habe nun "die Wahl zwischen Pest und Cholera".
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
MITVERDIENEN ÜBER UMWEGE
 
Die besten Aktien der Welt
 
In Sachen Geldanlage gilt Experten zufolge: Aktien bleiben attraktiv. Das berichtet das Handelsblatt. Allerdings sind einige Papiere attraktiver als andere. 70 Prozent Ertrag pro Jahr und mehr – das ist die Bilanz der zehn besten Aktien der Welt. Das Problem für Anleger hierzulande: Ein Großteil der Überperformer stammt aus Asien und ist an deutschen Börsen schlicht nicht handelbar. Kein Grund zu verzagen: Die Wirtschaftswoche kennt einen Weg, wie man über einen kleinen Umweg dennoch mitverdienen kann.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FREMDWÄHRUNGEN
 
Wohin mit dem Bargeld aus dem Urlaub?
 
Die Bargeld-Liebe der Deutschen schlägt sich auch im Urlaub nieder, denn selbst im Ausland bezahlen sie am liebsten mit Münzen und Scheinen. Das hat zur Folge, dass nach der Reise oft noch Geld aus dem Reiseland übrig bleibt. Wie sich das am besten einsetzen lässt, erklärt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Von wegen Aktienmuffel: Die Zahl der Aktionäre ist in den Jahren der anhaltenden Niedrigzinsen auf über zehn Millionen Bundesbürger gestiegen – und ist damit so hoch wie seit Jahren nicht mehr. HB Die Verbindlichkeiten Italiens im Zahlungssystem der Euro-Notenbanken sind auf ein Rekordhoch angeschwollen. Rtr Konzerne wie Google und Facebook lenken rund 40 Prozent ihrer Gewinne in Steuerparadiese um. HB Der Wettbewerb im Firmenkundengeschäft wird immer brutaler, mit bedenklichen Folgen für die Banken in Deutschland. HB Die Ungleichgewichte im Zahlungssystem der europäischen Notenbanken, das sogenannte Target-System, werden immer größer. ARD Die Schweizer Börse SIX baut eine neue Plattform für den Wertpapierhandel mit der Blockchain-Technologie auf. HB Topmanager kaufen wieder vermehrt die Aktien ihrer eigenen Firmen. HB Die SEB, eine der größten Banken Schwedens, stellt zwar jedes Jahr etwa 1500 neue Mitarbeiter an, allerdings sind darunter kaum noch Banker. BB
 
 
     
 
ANZEIGE
 
 
 
 
FINANCE TODAY
 
 
 
MEIST GELESEN
     
 
  IMMOBILIEN-STUDIE  
VERKAUFTE GENERALI-KUNDEN
 
Was das für die Versicherten bedeutet
 
  MICROSOFT SETZT AUF BOTS  
IMMOBILIENPREISE
 
Nun ist es amtlich: Wir haben eine Blase
 
   
DEVISENMARKT
 
Der Yuan als Waffe
 
 
   
 
 
 
 
  Finanztrends für den Mittelstand  
 
 
 
IN KOOPERATION MIT HANDELSBLATT
 
Probleme bei der Mittelstandsfinanzierung?
 
Laut einer aktuellen Studie von der Close Brothers Group finanzieren nur 33,7 Prozent der Mittelständler Investitionen per Kredit, offen für Leasing zeigen sich ähnlich viele befragte Unternehme. Dabei zeigt der Trend bei den Konditionen auf längere Sicht weiter nach oben. Unternehmer, die die guten Konditionen zur Investition nutzen wollen, erhalten auf compeon.de unabhängige Beratung und einen umfassenden Vergleich renommierter Finanzdienstleister. Die durchschnittlichen Darlehenskonditionen auf COMPEON sind auf Drei-Monatssicht um 0,36 Prozentpunkte gesunken und auf Sechs-Monatssicht um 0,24 Prozentpunkte gestiegen.
 
   
 
 
 
   
 
 
 
 
   
 
 
 
 
NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
DAVID DAVIS
 
Brexit-Minister wirft das Handtuch
 
David Davis, der britische Brexit-Minister, ist im Streit über den Kurs der Regierung beim EU-Austritt zurückgetreten. Während Davis will, dass Großbritannien den Binnenmarkt und die Zollunion verlässt, verfolgt Premierministerin Theresa May eine enge Anbindung an die EU. Laut n-tv wächst nun der Druck auf die Regierungschefin – selbst ihr Sturz sei denkbar.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BEZAHLDIENSTLEISTER
 
Paypal in Kauflaune
 
Dan Schulman, Paypal-Chef, ist in Kauflaune. Kurz nachdem Paypal den schwedischen Bezahldienstleister iZettle geschluckt hat, plant das Unternehmen offenbar neue Zukäufe. "Wir haben eine sehr gesunde Bilanz und wir werden diese einsetzen, um weitere Unternehmen zu kaufen", sagte Schulman dem Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
PARETON
 
Spahns Steuer-Start-up ist pleite
 
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister, hielt Pareton für eine "pfiffige" Idee und gab dem Steuerhilfe-Start-up 2017 finanzielle Anschubhilfe. Das Investment brachte ihn in Bedrängnis. Nun dürften sich die Kritiker bestätigt fühlen, denn der Anbieter der Steuersoftware Taxbutler ist pleite, wie Spiegel Online berichtet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
NACH WANGS TOD
 
Chen übernimmt das Ruder bei HNA
 
Chen Feng übernimmt nach dem tödlichen Sturz von Mitgründer Wang Jian die Führung des Deutsche-Bank-Großaktionärs HNA. Künftig ist er alleiniger Vorsitzender des hoch verschuldeten Konzerns, berichtet die Wirtschaftswoche. Glaubt man dem Manager Magazin, so könnte der Führungswechsel auch dazu führen, dass HNA seine Beteiligung an der Deutschen Bank weiter reduziert. Der niedrige Marktwert der Deutschen Bank weckt auch vage Hoffnungen auf einen Einstieg der Konkurrenz – und die leidgeprüften Aktionäre profitieren bereits, weiß das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
US-INVESTOR
 
Die Opfer des Paul Singer
 
Paul Singer gilt als einer der aggressivsten Investoren weltweit. Er hat Staaten wie Argentinien in die Knie gezwungen und Firmenchefs wie Siemens-Chef Klaus Kleinfeld oder Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger aus dem Amt gejagt. Spiegel Online liefert einen Überblick über Singers spektakulärste Schlachten.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
BMW tut sich offenbar verdammt schwer mit der Frauenquote. Anders lässt sich folgende Zeile im Offenlegungsbericht 2016 der BMW Bank wohl kaum deuten: "Die gesetzten Zielgrößen von einer Frau im Aufsichtsrat und keiner Frau in der Geschäftsführung wurden erreicht", heißt es da. Immerhin: Inzwischen ist dem Konzern offenbar selbst aufgefallen, dass da Verbesserungsbedarf besteht. 2017 schrieb das Institut dann laut Wirtschaftswoche, dass man eine Frau in die dreiköpfige Geschäftsführung heben wolle. Zieldatum dafür: 2020.
 
 
 
 
 
 
 
Empfehlen Sie unseren Newsletter Ihren Freunden weiter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
Fügen Sie bitte die E-Mail-Adresse Handelsblatt-FinanceToday@financetoday.handelsblatt.com Ihrem Adressbuch oder der Liste sicherer Absender hinzu. Dadurch stellen Sie sicher, dass unsere Mail Sie auch in Zukunft erreicht.

Dieser Newsletter wurde an max.mustermann@financetoday.handelsblatt.com gesendet. Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, klicken Sie bitte hier.

Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV: Julian Trauthig
Handelsblatt GmbH, Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf
Geschäftsführung: Frank Dopheide, Ingo Rieper, Gerrit Schumann
AG Düsseldorf HRB 38183, UID: DE 812813090
Verantwortlich für die Anzeigen: iq digital media marketing gmbh, Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf, Internet: www.iqdigital.de