Eiskaltes Hedgefonds-Klima / Handelsstreit fordert Tribut in China / Peinliche Brexit-Pläne
 
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Donnerstag, 3. Januar 2019
 
Hedgefonds: Kühlstes Klima seit Jahren
 
 
 
 
 
Wenn die Akteure der Finanzbranche in diesen Tagen wieder an die Schreibtische zurückkehren, dürften die Mienen der Hedgefonds-Manager besonders düster aussehen. Nach Einschätzung von Bloomberg ist ihre Lage so schwierig wie seit Jahren nicht mehr. So sei es dem von zwei früheren Citadel-Managern gegründeten Hedgefonds Woodline Partners nur mit Ach und Krach gelungen, mit knapp über einer Milliarde Dollar zu starten – die meisten anderen neuen Fonds lägen weit unter der Marke. "Du musst an Borderline leiden, wenn Du in dem Umfeld einen Hedgefonds startest", zitiert der Wirtschaftsdienst eine Expertin. Die Hedgefonds-Manager müssten jetzt beweisen, dass sie ihre hohen Gebühren wert seien – wer dies nicht schaffe, werde seine Türen schließen müssen, prognostiziert das Wall Street Journal.  Auch die Financial News London widmet sich dem miesen Hedgefonds-Klima und erinnert an zahlreiche Pleiten in 2018, darunter die dreier US-Anbieter binnen einer Woche. Im gesamten Jahr habe es allein bei europäischen Hedgefonds Abflüsse von 13 Milliarden Dollar gegeben. Markets Insider erkennt im Verhalten der Investoren Parallelen zur Finanzkrise 2008 sowie Vorboten stärkerer Marktturbulenzen im neuen Jahr.
 
 
 
 
 
Handelsstreit fordert Tribut
Auch wenn es zuletzt Anzeichen für eine Entspannung im Handelskonflikt der weltgrößten Volkswirtschaften gegeben hatte, mehren sich in China jetzt Krisensignale: Laut Reuters ist die chinesische Industrie im Dezember erstmals seit 19 Monaten geschrumpft. Was nach Beobachtung der Financial Times prompt für Nervosität an den US-Börsen gesorgt habe. Und die Anlegerstimmung könnte sich nach dem heutigen Brief von Tim Cook an Investoren noch deutlicher eintrüben. Darin korrigierte der Apple-Chef die Umsatzprognose für das abgelaufene Quartal deutlich nach unten. Der Grund: die unerwartet starke Abschwächung vor allem in China (Handelsblatt). Die Zeit analysiert ein verstecktes Schuldenproblem Chinas: Das Gros der Kredite in China werde an den offiziellen Bankbilanzen vorbei vergeben, über Schattendarlehen und halbseidene Vermögensverwaltungs-Produkte. Nach dem Kollaps zahlreicher Peer-to-Peer-Kreditanbieter drohe der Unmut von Millionen Kleinanlegern – was Peking gerade in Zeiten lahmender Konjunktur nicht gebrauchen könne. Das Wall Street Journal analysiert, wie sich die Investitionen bei chinesischen Internet-Startups nach dem Rekordjahr 2018 gerade deutlich abkühlen.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
17
 
 
  Prozent ist der Umsatz auf dem elektronischen Handelsystem Xetra, im Parketthandel in Frankfurt und bei der Berliner Börse Tradegate 2018 gestiegen. Mit 1,72 Billionen Euro erreichte er damit den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 – die Berg- und Talfahrt an den Aktienmärkten hat der Deutschen Börse florierende Geschäfte beschert.  
 
Quelle Reuters
 
 
 
 
 
 
 
 
FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 10.580 Punkte, plus 0,2 Prozent.
Dow: 23.346 Punkte, plus 0,1 Prozent.
Nikkei: 20.015 Punkte, minus 0,3 Prozent im Nachmittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
NORDLB
 
Allianz mit Helaba geplatzt
 
Die Fusionsgespräche der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) mit der NordLB sind gescheitert. Auf dem Tisch lägen jetzt nur noch Gebote der interessierten Finanzinvestoren Apollo, Centerbridge und Cerberus, schreibt die Börsen-ZeitungAdvent sei ausgeschieden. Die EZB habe der Sparkassen-Finanzgruppe die Pistole auf die Brust gesetzt, um bis Februar eine Lösung für die dringend auf frisches Eigenkapital angewiesene NordLB zu präsentieren. Im Kommentar rät die Börsen-Zeitung zur Eile: "Die Anordnung der Zwangsverwaltung bei der italienischen Banca Carige am Mittwoch zeigt, dass die Aufseher nicht übertrieben lange fackeln, wenn ihre Pappenheimer nicht aus eigener Initiative und entschlossen genug Abhilfe schaffen."
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
WERTDIENSTBRANCHE
 
Werden die Kassen leergestreikt?
 
Die Geldtransport-Beschäftigten wollen ihre Warnstreiks auch am heutigen Donnerstag fortsetzen, meldet Reuters. Gestern hätten laut Verdi 3000 der bundesweit rund 11.000 Beschäftigten gestreikt. Geht uns jetzt das Bargeld aus? Das fragt die Welt und berichtet, dass zumindest der Einzelhandel Entwarnung gibt. Die Süddeutsche Zeitung schildert ausführlich den Wandel und die Nöte der Geldtransporterfahrer, die auch wegen der Gefahren im Job mehr Geld verlangten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
BÖRSE
 
Dax kämpft sich in die Pluszone
 
Der deutsche Leitindex hat zum Handelsstart nahtlos an das miserable Börsenjahr 2018 angeknüpft. Am ersten Handelstag 2019 rutschte der Dax zunächst um mehr als 170 Punkte ab, ehe es wieder große Kaufaufträge gab und der Dax die Kurve bekam, rekapituliert das Handelsblatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FUSIONEN
 
Großbankenpläne am Golf
 
In Saudi Arabien wird eine Megaallianz auf dem Finanzmarkt vorbereitet. Laut Bloomberg sollen die National Commercial Bank und Riyad Bank fusionieren – das drittgrößte Institut am Golf hätte dann Assets im Wert von 182 Milliarden Dollar. Dies wäre der größte Bankenzusammenschluss seit 2016.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ANLAGESTRATEGIE
 
Die häufigsten Fehler von Anlegern
 
Das vergangene Börsenjahr hat den Anlegern wenig Freude bereitet. Aber wer die richtigen Lehren daraus ziehe, habe in Zukunft weniger Sorgen, meint das Handelsblatt und zeigt bei sieben Anlegerfehlern, wie man sie vermeidet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Die Finanzmärkte haben positiv auf den Amtsantritt des neuen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro reagiert. HB Nachdem Tesla im vierten Quartal weniger Elektroautos als erwartet ausgeliefert und Preissenkungen angekündigt hat, wurde die Firma an der Börse abgestraft. DPA Es herrscht Unsicherheit am Ölmarkt, die Preise fahren Achterbahn. SZ Der chinesische Mitfahrdienst Didi Chuxing bietet Nutzern auch Vermögensverwaltung und Crowdfunding-Angebote. HZ Der Goldpreis ist nach dem Jahreswechsel auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr geklettert. DPA Im Fall der angeschlagenen Banca Carige greift die EZB zu harten Maßnahmen, drei Interimsverwalter und ein Überwachungsausschuss ersetzen die Führung des Geldhauses. Rtr Mit Erleichterung reagieren Anleger auf die Verabschiedung des nachgebesserten italienischen Haushalts. HB Große Finanzunternehmen wie JP Morgan Chase, Citigroup und American Express bauen ihre Bonusprogramme für Kreditkartennutzer zurück. WSJ Deutschland will in diesem Jahr Geldstücke im Wert von 632 Millionen Euro produzieren – Spitzenreiter in der EU. HB
 
 
     
 
 
 
 
 
FINANCE TODAY
 
 
 
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NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
GENERALI
 
Auf der Suche nach Übernahmekandidaten
 
Philippe Donnet, Vorstandschef beim italienischen Versicherer Generali, will am deutschen Markt angreifen. Donnet deutet im Handelsblatt an, dass Europas drittgrößter Versicherer Akquisitionen in Betracht ziehe: Firmen aus der Schaden- und Unfallversicherung, aber auch Anbieter von fondsgebundenem Geschäft oder aus dem Asset Management.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
CHINA
 
Handelsstreit bremst Bill Gates aus
 
Bill Gates, Microsoft-Mitgründer, leidet unter dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Wegen neuer US-Restriktionen bei Technologie-Partnerschaften in China könne Gates' Energieprojekt TerraPower nicht wie geplant einen Atomreaktor zu Testzwecken im Süden von Peking bauen, bestätigt Firmenchef Chris Levesque dem Wall Street Journal.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DIHK
 
Plädoyer für Unternehmensteuerreform
 
Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hält eine Unternehmensteuerreform in Deutschland für überfällig. Die letzte Reform hierzulande stamme aus dem Jahr 2008. Die meisten Industriestaaten hätten seitdem Unternehmensteuern gesenkt (Handelsblatt).
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Dass der Brexit auf der Insel nicht nach dem Plan der Regierung verläuft, ist nichts Neues. Doch aktuell ufern Pannen zu Peinlichkeiten aus, wie n-tv berichtet. So habe die Regierung Reedereien beauftragt, um die Versorgung der Insel nach dem Brexit über den Ärmelkanal zu sichern. Das Dumme dabei: Eine der ausgewählten Reedereien habe noch nie ein Schiff im Einsatz gehabt. Überdies sei die Hafenanlage im südostenglischen Ramsgate, von wo aus die Reederei Fährverbindungen nach Belgien betreiben wolle, zu eng für die meisten modernen Handelsschiffe, drückt die BBC den Finger noch tiefer in die Londoner Wunde.
 
 
 
 
 
 
 
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