EU & China planen Vergeltung / Ende der Bullenjahre? / Psychoterror aktivistischer Investoren
 
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Donnerstag, 12. Juli 2018
 
Handelskrieg: EU und China planen Vergeltung
 
 
 
 
 
Jetzt steht der Termin: Die Europäische Union wehrt sich gegen Handelsumlenkungen infolge der US-Zölle auf Stahl und Aluminium und setzt zum 19. Juli Schutzmaßnahmen gegen steigende Stahl- und Aluminium-Importe in Kraft, berichtet das Handelsblatt (Premium). Auch in China werden offenbar Gegenschläge vorbereitet. Nachdem die US-Regierung am Dienstag weitere Zölle im Volumen von 200 Milliarden Dollar im Jahr auf Waren wie Zigaretten und Handtaschen angekündigt hat, will sich Peking nach einem Bericht des Parteiblatts Global Times mit zusätzlichen Zöllen auf moderne Dienstleistungen und den Tourismus konzentrieren, wo China wiederum ein Handelsdefizit mit den USA verzeichnet. Die Neue Zürcher Zeitung sieht weitere Möglichkeiten zur Vergeltung durch China, beispielsweise könnten Bewilligungen von Investitionen amerikanischer Firmen durch die Behörden auf die lange Bank geschoben werden. Die Börsen-Zeitung sucht ratlos nach einer Deeskalation an der US-chinesischen Konfrontationslinie. Trumps Säbelrasseln "stellt sicher, dass sich ein Einlenken wie eine Niederlage anfühlen wird, die sich keiner der Kontrahenten leisten will." In der Wirtschaft ziehen derweil weitere Unternehmen Konsequenzen. So nimmt der Textildiscounter Kik Abstand von seiner geplanten Expansion in die USA, meldet das Handelsblatt (Premium). Reuters' Breakingviews kommentiert die Auswirkungen des Zollstreits auf US-Unternehmen: Angesichts der gerade vielfach geführten Gespräche von US-Politikern mit Unternehmen über Zoll-Ausnahmen und Subventionen drohe ein "ungesunder und bleibender Einfluss" der Regierung auf die US-Wirtschaft. Die Wirtschaftswoche gewinnt dem Handelskrieg zur Abwechslung etwas Gutes ab: Mit allen wichtigen Wirtschaftsmächten außer China und Russland verhandele Europa aktuell über eine Abschaffung der Handelsbarrieren. "Genügen die Verhandlungen am Ende sogar, um die Folgen der amerikanischen Strafzölle auszugleichen?"
 
 
 
 
 
Ende der Bullenjahre?
Seit der Finanzkrise haben die Märkte weltweit einen beispiellosen Aufstieg erlebt. Der könnte nun zu Ende sein: Experten sehen mehrere Warnzeichen. Das Handelsblatt (Premium) zeigt sieben Alarmsignale, die auf einen Abschwung an den Märkten hindeuten. In einem weiteren Artikel beschreibt das Handelsblatt (Premium) das doppelte Spiel der Banken bei der Anlageberatung. Nach außen hin propagierten große Geldhäuser weiterhin steigende Aktienkurse, doch intern rüsteten sich die Profis bereits für einen Abschwung. Im Manager Magazin beruhigt der technische Chartanalyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel die Gemüter. Statt einer "Schulter-Kopf-Schulter-Formation", bei der es mit dem Dax weiter abwärts ginge, sei eine Stabilisierung zu erwarten.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
247
 
 
  Billionen Dollar (eine 247 mit zwölf Nullen) – so hoch sind die Schulden aller Staaten, Unternehmen und Haushalte weltweit zusammen. Tendenz steigend – allein im ersten Quartal 2018 kamen acht Billionen Dollar hinzu.  
 
Quelle Finanz und Wirtschaft
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 12.417 Punkte, minus 1,5 Prozent.
Dow: 24.700 Punkte, minus 0,9 Prozent.
Nikkei: 22.175 Punkte, plus 1,1 Prozent im Mittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
CUM-EX-VERFAHREN
 
Steuerjägerin geht in die Offensive
 
Nach mehr als vier Jahren Arbeit geht die strafrechtliche Aufarbeitung des größten Steuerskandals der Republik in die entscheidende Phase. Es geht um Milliardenbetrug mit so genannten Cum-Ex-Transaktionen. Die Staatsanwaltschaft Köln bereitet nach Informationen des Handelsblatts die ersten Anklagen vor. Damit stehe die Kölner Staatsanwältin Anne Brorhilker vor dem Durchbruch.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HSH NORDBANK
 
Wütende Investoren bereiten Klage vor
 
Der Verkauf der HSH Nordbank ist noch nicht mal endgültig abgeschlossen, da droht der Landesbank sowie ihren neuen Eigentümern neuer Ärger. Eine Gruppe von Gläubigern, die der Bank über nachrangige Anleihen Kapital geliehen haben, will in den USA Einsicht in wichtige Unterlagen erstreiten, berichtet die Wirtschaftswoche. Unter anderem verlangten die Investoren die Herausgabe des Kaufvertrags, den die bisherigen Eigentümer mit der Bietergruppe rund um die US-Investoren J.C. Flowers und Cerberus geschlossen haben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GROSSBRITANNIEN
 
Banken ohne vollen EU-Zugang
 
Die Regierung in Großbritannien geht offenbar nicht mehr davon aus, dass heimische Banken nach dem Brexit weiterhin vollen Zugang zum europäischen Binnenmarkt behalten. Premierministerin Theresa May strebe jetzt eine losere Verbindung zu den verbleibenden 27 EU-Staaten an, berichtete die Financial Times (Paid).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Hedgefonds wetten mehr als eine Milliarde Euro gegen die Deutsche Bank und Commerzbank. HB Die Förderbank KfW will mit einer Partnerschaft Kommunen Zugang zu Schwarmfinanzierungen geben. Börsen-Zeitung Die Finanzwelt spekuliert heftig, wann die EZB die Zinsen anheben wird; auch innerhalb der Behörde scheint Uneinigkeit zu herrschen. Rtr Die Ratingagentur Scope muss vor Gericht – ein Ehepaar klagt wegen einer Bewertung auf Schadensersatz. HB Kanadas Zentralbank erhöht die Leitzinsen, weitere Anhebungen könnten folgen. Rtr Der US-Hedgefonds Elliott greift dem verschuldeten italienischen Fußballclub AC Mailand mit einer Finanzspritze unter die Arme. MM Die Zürcher Vermögensverwaltungs-Gruppe Vontobel startet eine digitale Plattform für Privatplatzierungen und Darlehen – und legt sich so mit Fintechs an. FN Im Ringen um Wachstum im asiatischen Markt erwägt Julius Bär Übernahmen und Partnerschaften. HB Durch den Schrumpfkurs in der Lebensversicherung haben die deutschen öffentlichen Versicherer Marktanteile verloren. Börsen-Zeitung Die Münchner Rück verzeichnet so wenig Schäden durch Naturkatastrophen wie seit 13 Jahren nicht. HB
 
 
     
 
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FINANCE TODAY
 
 
 
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NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
THYSSEN-KRUPP
 
Betreiben aktivistische Investoren "Psychoterror"?
 
Ulrich Lehner, Aufsichtsratschef von Thyssen-Krupp, schießt nach dem Rücktritt von Konzernchef Heinrich Hiesinger in der Zeit (Paid) mit scharfer Munition auf aktivistische Investoren, von denen "Psychoterror" ausgehe. Manager hätten wegen ihrer Auseinandersetzungen mit ihnen schon in psychiatrische Behandlung gemusst. Für Anleger, schreibt das Manager Magazin, sei klar, wen Lehner meine: die Investoren Cevian sowie Elliott, die mehr Tempo beim Konzernumbau forderten. Die Börsen-Zeitung hat erfahren, dass Thyssen-Krupp Finanzchef Guido Kerkhoff weiterhin als Interims-CEO gehandelt wird. Sollte er berufen werden, müsse er eine "gehörige Portion Leidensfähigkeit mitbringen". Für das Handelsblatt (Premium) ist Kerkhoff der richtige Mann für den Interimsposten und auch künftig unverzichtbar für den Konzern, denn: "Der Finanzexperte sucht Kompromisse und findet Lösungen für Probleme."
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
GELDANLAGE
 
Anleihekönig mit massiver Pechsträhne
 
Bill Gross, seinerzeit Pimco-Mitgründer, verliert immer mehr Investoren. Sein Global Unconstrained Bond Fund, den er für den Vermögensverwalter Janus Henderson verwaltet, hat im ersten Halbjahr so schlecht abgeschnitten wie kein anderer vergleichbarer Fonds, zeigt eine Analyse des Finanzdienstleisters Bloomberg. Im ersten Halbjahr lagen die Abflüsse laut Bloomberg bei 580 Millionen Dollar.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
INSIDERHANDEL
 
Wie die große Abzocke funktionierte
 
Hans Ziegler, als Industrieveteran in seiner Karriere aktiv bei OC Oerlikon, Swisslog und Schmolz + Bickenbach, soll über Jahre Insiderwissen genutzt haben, um an der Börse groß abzukassieren. Die Handelszeitung nennt nach Lektüre eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts Details zum "größten Fall von Insiderhandel in der jüngeren Schweizer Wirtschaftsgeschichte". Als Berater eines Zürcher M&A-Beratungshauses habe Ziegler Insiderinformationen bezogen und diese als Anleger mit Millionengewinn verwertet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SCHWELLENMARKT-EXPERTE
 
Handelskrieg ist nur eine Vorstufe
 
Mark Mobius, ehemaliger Starfondsmanager von Franklin Templeton und profilierter Schwellenmarkt-Experte, sieht eine weltweite Finanzkrise noch in diesem Jahr am Horizont. Der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie ein weiterer Rückgang der Schwellenländer-Aktien um zehn Prozent seien nur die Vorstufen, zitiert Bloomberg Mobius.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Bei der Credit Suisse hatte Konzernchef Tidjane Thiam kürzlich eine Nulltoleranz-Politik gegenüber sexueller Belästigung angekündigt. Die Bank lässt den Worten offenbar Taten folgen. Ein hochdekorierter Investmentbanker ist gefeuert worden, nachdem er auf einem Firmenausflug eine Praktikantin belästigt haben soll und andere Praktikanten den Sicherheitsdienst zu Hilfe riefen. Das berichtet Bloomberg. Der Wirtschaftsdienst beobachtet einen kulturellen Wandel darin, wie die Wall Street mit solchen Fällen umgeht. Durch eine Reihe öffentlich gemachter Missbrauchsfälle sei Mitarbeitern klar, dass sie hart für ein Verhalten bestraft werden könnten, das früher oft ungeahndet geblieben sei.
 
 
 
 
 
 
 
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