Warum der Ölpreis einbricht / Wer die Brexit-Geheimwaffe ist / Wie Ghosn einsitzt
 
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Montag, 26. November 2018
 
Warum stürzt der Ölpreis ab?
 
 
 
 
 
Der Preis für Brentöl ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen – und hat am vergangenen Freitag noch einmal 6,5 Prozent nachgegeben, meldet n-tv. "Das ist nicht nur der höchste absolute Rückgang seit Anfang 2015, sondern überschreitet mit einem Rückgang von etwa 30 Prozent auch locker die Schwelle für einen Bärenmarkt", analysiert das Handelsblatt. Die Börsen-Zeitung erinnert daran, dass viele Analysten und Manager aus der Ölindustrie noch Anfang Oktober den Ölpreis auf 100 Dollar je Barrel bis zum Jahresende klettern sahen. Ihr Irrtum sei damit zu erklären, dass der Ölpreis nicht nur durch Angebot und Nachfrage beeinflusst werde. "Der Ölpreis ist nicht zuletzt auch ein politischer Preis." US-Präsident Donald Trump habe Öl bereits als politische Waffe gegen den Iran eingesetzt, aktuell wolle er Saudi-Arabien unter Druck setzen. Zwar wolle Washington die Macht der Opec beschränken, ohne das Kartell könnte Trump aber gar nicht leben, meint Bloomberg – die langfristigen Kosten der Machtbeschneidung würden kurzfristige Vorteile überlagern. Für das Wall Street Journal ist der Preisverfall eindeutig "Made in the U.S.A." Die veränderte Politik, der stärkere Dollar und die gesteigerte Ölförderung in den USA sorgten für den Druck. Finews hat den jüngsten Leviten des US-Ökonoms Jeremy Rifkin bei einer Veranstaltung in Zürich gelauscht: Er könne nicht verstehen, wie Investoren ihr Geld noch in der Öl-, Gas- oder Kohleindustrie anlegen könnten – schließlich müsse die Menschheit ihren CO2-Haushalt in den nächsten 30 Jahren dramatisch umkrempeln.
 
 
 
 
 
EU besiegelt Brexit-Vertrag
Die 27 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben am Sonntag den Austrittsvertrag mit Großbritannien gebilligt. Vorher hatten sich Spanien und die EU im Gibraltar-Streit geeinigt. Jetzt blicken die Medien auf die Abstimmung des britischen Parlaments über den Deal im Dezember – wo bislang keine Mehrheit in Sicht ist. Sollte der Deal dort durchrasseln, droht der No-Deal, mit dem sich der  Economist ausführlich beschäftigt. Das "Schreckensszenario" sei  die "letzte, gefährlichste der Brexit-Fantasien." Sollte Großbritannien die 36-Milliarden-Pfund-Forderungen der EU nicht bedienen, wäre dies für die internationale Glaubwürdigkeit des Königreichs "verheerend." Für die Deutsche Welle ist erstaunlich, "mit welcher Selbstverständlichkeit und Chupze die britische Premierministerin versuchte, ihre Landsleute für dumm zu verkaufen." Das Handelsblatt geht davon aus, dass sich der Brexit in die Länge ziehen werde "wie ein "grauer, alter Kaugummi." Bei allen Szenarien sei eine zweite Abstimmung im britischen Unterhaus 2019 am wahrscheinlichsten, bei dem die Regierungschefin dann bessere Karten in der Hand halten werde als jetzt im Dezember. Nach Einschätzung von Bloomberg rechnen auch die Märkte inzwischen mit grünem Licht im zweiten Anlauf im britischen Parlament.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
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  Prozent der Bankkunden wechseln binnen eines Jahres die Bankbeziehung – die allermeisten Kunden scheuen also den Bankwechsel. Doch die Zahl der Abwanderer wächst kontinuierlich, wie eine Studie zeigt.  
 
Quelle Oliver Wyman
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 11.193 Punkte, plus 0,5 Prozent.
Dow: 24.286 Punkte, minus 0,7 Prozent.
Nikkei: 21.783 Punkte, plus 0,6 Prozent im Mittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
EUROPÄISCHE EINLAGENSICHERUNG
 
Sind die Risiken einer Bankenunion zu groß?
 
Die Vergemeinschaftung der Finanzrisiken ist in Europa umstritten. Am Dienstag – vier Jahre nach der Verfassungsbeschwerde der Kläger – verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die Frage, ob die Teilnahme Deutschlands an der Bankenunion rechtmäßig ist. Verfahrensbevollmächtigter ist laut Welt Markus Kerber, Jurist und Professor an der TU Berlin. Seine Befürchtung: Die gemeinsame Haftung für den europäischen Bankensektor bürde Deutschland unverhältnismäßig hohe Risiken auf, die demokratisch nicht legitimiert seien.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
MOBILE BEZAHLDIENSTE
 
Wenn Bezahlen sexy wird
 
In Kürze startet der Bezahldienst Apple Pay in Deutschland. Selbst beim Bezahlen, einem Vorgang, der – wenn überhaupt – eher negative Emotionen wecke, wisse der Tech-Konzern zu begeistern, analysiert das Handelsblatt. Zum erwarteten Marktstart bringt das Blatt einen Überblick zu Alternativen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SIX SWISS EXCHANGE
 
Entscheidung im "Polit-Krimi" naht
 
In der Schweiz zeichnet sich gerade ein "politischer Krimi" ab, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet: Im Alpenland ticke die Uhr für die Anerkennung der Schweizer Börse als gleichberechtigt mit europäischen Handelsplätzen in der EU. Brüssel habe die in Kürze auslaufende Anerkennung der SIX Swiss Exchange mit dem Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU verknüpft – was von Kritikern als "Erpressung" gewertet werde. Die konkrete Bedrohung: Werde die "Börsenäquivalenz" durch die EU nicht verlängert, könnte der viertgrößten Börse Europas viel Geschäft wegbrechen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Die Deutsche Bank war schon 2013 über den Geldwäscheskandal der Danske Bank gewarnt, trotzdem brach sie ihre Geschäftsbeziehung erst 2015 ab. Spiegel Finanzminister Olaf Scholz will sich im Finanzausschuss des Bundestages zum mutmaßlichen Steuerbetrug mit Phantom-Aktien äußern. SZ Der frühere Bayer-CEO Marijn Dekkers war gegen die Übernahme von Monsanto – heute ist die Aktie im Sinkflug. WSJ Die Mehrheit institutioneller Investoren hat ihr Engagement bei alternativen Investments im vergangenen Jahr ausgebaut. HB Die deutsche Wirtschaft war im November so schwach wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Rtr Die Kerninflation im Euroraum wird 2019 laut Goldman Sachs hartnäckig niedrig bleiben. BB Die US-Großbanken Citigroup und JP Morgan legen einen Rechtsstreit um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor mit der Zahlung von 182,5 Millionen Dollar bei. HB Mega-Fusion in der Luftfahrtbranche: Der US-Flugzeugzulieferer United Technologies hat mit der Genehmigung aus China die letzte Hürde für die Übernahme des heimischen Rivalen Rockwell Collins genommen. HB Die chinesischen Eigner des deutschen Roboterherstellers Kuka wollen Vorstandschef Till Reuter absetzen. FAZ Die Bank of America Merrill Lynch rechnet für 2019 mit einer moderaten Baisse an den Börsen. CNBC
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Unternehmen: Immer häufiger Mietkauf statt Leasing
 
Wenn es um die Finanzierung von Mobilien – also Fahrzeugen, technischen Anlagen sowie Bau-, Land- und Produktionsmaschinen – geht, setzen viele Betriebe auf Leasing. Doch Mietkauf, eine Finanzierungsform mit Eigentumserwerb, entwickelt sich zu einer lohnenswerten Alternative. Jetzt mehr über Mietkauf erfahren und direkt passende und individuelle Angebote finden: Über das Finanzportal COMPEON erhalten Unternehmer Zugang zu einem Netzwerk aus über 220 Finanzierungsanbietern wie Banken, Sparkassen, Förderbanken und Leasing- und Mietkaufspezialisten. Die durchschnittlichen Darlehenskonditionen auf COMPEON sind auf Drei-Monatssicht um 0,18 Prozentpunkte und auf Sechs-Monatssicht um 0,46 Prozentpunkte gestiegen.
 
   
 
 
 
   
 
 
 
 
   
 
 
 
 
NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
IRLAND
 
"Geheimwaffe" im Brexit-Chaos
 
Helen McEntee, 32-jährige Staatsministerin für Europäische Angelegenheiten in Irland, steht vor ihrer größten Bewährungsprobe. Wie Politico berichtet, gilt die enge Vertraute des irischen Premierministers Leo Varadkar als "Geheimwaffe" im Brexit-Chaos. Ihre Politikerkarriere habe sie auf der Überholspur verbracht – "angetrieben von der Fähigkeit, immer den Kopf über Wasser halten zu können."
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ALLIANZ
 
Erste Einblicke in den neuen Masterplan
 
Oliver Bäte, Allianz-Vorstandschef, dessen Vertrag gerade frisch um sechs Jahre verlängert wurde, hat beim "Insurance Summit" des Handelsblatts Kernziele der neuen Mehrjahresstrategie gelüftet. Darunter sind die Verbesserung des Kundennutzens, die Emotionalisierung der Marke und die radikale Standardisierung der Produktwelt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
RAIFFEISEN
 
"Klare Zäsur zur Ära Vincenz"
 
Guy Lachappelle, der neue Raiffeisen-Präsident, sondiert eine Klage gegen die frühere Führung unter Pierin Vincenz. Raiffeisen prüfe Verantwortlichkeitsansprüche sowohl gegenüber den Mitgliedern des damaligen Verwaltungsrates als auch gegenüber Mitgliedern der Geschäftsleitung, erklärt Lachappelle der Neue Zürcher Zeitung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
EZB-BANKENKONTROLLEURIN
 
Rendite-Anstieg könnte Roms Wirtschaft schaden
 
Daniele Nouy, oberste EZB-Bankenaufseherin, warnt vor den Effekten steigender Anleihenrenditen in Italien. Der zunehmende Renditeabstand zwischen italienischen und deutschen Staatspapieren könnte die "positiven Ergebnisse" der italienischen Banken bei der Reduzierung der Problemkredite in Gefahr bringen, erklärte die Französin der Zeitung Il Sole 24 Ore. Derweil hat der italienische Europa-Minister Paolo Savona laut Reuters einen Bericht dementiert, wonach er seinen Rücktritt in Betracht ziehe.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Sobald hochrangige Manager in den Knast wandern, gehört es zur beliebten Übung von Medien, die dortigen – gerne widrigen – Haftbedingungen minutiös zu schildern. So aktuell geschehen anlässlich de Verhaftung von Carlos Ghosn, des Architekten der Allianz der Autobauer Nissan, Renault und Mitsubishi, in Tokio. Im Tokyo Detention Center sind die Zellen, wie Reuters berichtet, gerade einmal 4,8 Quadratmeter groß. Heizungen seien wegen der Selbstmordgefahr nicht erlaubt, ebenso wenig wie Fernsehgeräte, Radios und bei Untersuchungshäftlingen auch Laptops und Handys. Tägliches Duschen? – Nicht vorgesehen. Essen? – Ohne Abwechslung. Besuch? – Spartanisch. Ein Strafverteidiger erklärt Reuters, die Einsamkeit in den Einzelzellen solle gerade Wirtschaftsstraftäter rasch zum Geständnis animieren. Doch Ghosn streitet noch alles ab, wie das Manager Magazin berichtet.
 
 
 
 
 
 
 
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