Verdacht auf Marktmanipulation im Fall Wirecard // Unicredit zahlt Milliardenstrafe // Neue Fusionsgerüchte um die Coba
 
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Mittwoch, 17. April 2019
 
Wirecard: Ein Opfer von Marktmanipulation?
 
 
 
 
 
Neues Kapitel in der Wirecard-Affäre: Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat laut Spiegel Online bei der Staatsanwaltschaft München Anzeige gegen rund ein Dutzend Journalisten und Investoren erstattet. Die Aufseher verdächtigen Reporter der Financial Times, mit mehreren Fonds beziehungsweise einzelnen Investoren gemeinsame Sache gemacht zu haben. Sie sollen in Form einer sogenannten Short-Attacke den Kurs der Wirecard-Aktie manipuliert haben, beschreibt das Handelsblatt die  "überraschende Wende" in dem Drama. Der Münchner Dax-Neuling befindet sich seit Ende Januar im Zentrum von Betrugsvorwürfen. Die FT hatte wiederholt über vorgetäuschte Umsätze und gefälschte Verträge bei Wirecard in Singapur berichtet. Wirecard wies die Anschuldigungen als verleumderisch zurück, dennoch ging nach den Berichten die Aktie auf Achterbahnfahrt, erklärt das Manager Magazin. Danach griff die Bafin zu einem ungewöhnlichen Mittel: Die Wertpapieraufseher untersagten Leerverkäufe der Aktie und verboten damit erstmals Wetten auf einen fallenden Kurs eines bestimmten Papiers, so Börse Online. Spannend wird es am Donnerstag: Noch ist offen, ob die Bafin das auslaufende Verbot verlängert.
 
 
 
 
 
Die Tories fürchten den Untergang
Die Gespräche zwischen der britischen Regierung und der oppositionellen Labour-Partei über den Ausweg aus der Brexit-Krise sind dem Guardian zufolge ins Stocken geraten. Ein Labour-Sprecher wies dies laut Reuters aber umgehend zurück und kündigte weitere Verhandlungen für diese und nächste Woche an. Derweil orientieren sich britische Wähler bei ihrer Wahlentscheidung offenbar immer mehr an der Frage, wie die Parteien zum Brexit stehen. Beiden, Tories und der Labour-Partei, droht bei der Europawahl eine Schlappe, beschreibt Politico den "Kulturkampf" auf der Insel. Brexit hin oder her: Zumindest die Börsenprofis blicken optimistisch in die konjunkturelle Zukunft. Knapp 200 Analysten und institutionelle Anleger, die das ZEW-Institut jeden Monat befragt, erwarten künftig wieder stärkeres Wirtschaftswachstum in Deutschland und auch in Europa, wie das Handelsblatt schreibt. Und noch eine gute Nachricht: Die Ablehnung der EU ist in Deutschland vor der Europawahl auf einen Tiefstand gefallen. Nur noch sechs Prozent wollen nach einer neuen Forsa-Umfrage die Auflösung der EU und eine Rückkehr zu souveränen Nationalstaaten, so Reuters.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
450
 
 
  Milliarden Euro in Form von Gold befinden sich derzeit in deutschem Besitz – ein Rekord. Hiesige Privatanleger halten laut einer Studie von Reisebank und der Steinbeis-Hochschule Berlin mehr als 8900 Tonnen Gold, 250 Tonnen mehr als 2016.
 
 
Quelle Manager Magazin
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 12 101 Punkte, 0,7 Prozent im Plus.
Dow: 26.453 Punkte, 0,3 Prozent im Plus.
Nikkei: 22.325 Punkte, 0,5 Prozent höher im Verlauf.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
UNICREDIT
 
1,2 Milliarden Euro Strafe für Irangeschäft
 
Die italienische Großbank Unicredit und ihre deutsche Tochter HypoVereinsbank haben jetzt die Quittung für ihren laxen Umgang mit amerikanischen Gesetzen bekommen, schreibt Spiegel Online. Insgesamt habe der Finanzkonzern eine Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) wegen verbotener Geschäfte von Unicredit-Gesellschaften mit Iran und anderen Ländern auf der US-Sanktionsliste akzeptiert. Für das Finanzinstitut ist es ein guter Deal - immerhin hatte man mit einer viel höheren Strafe gerechnet, meint n-tv.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
NEUE FUSIONSGERÜCHTE
 
ING signalisiert Interesse an der Commerzbank
 
Die niederländische Großbank ING wirbt um die Commerzbank, so das Manager Magazin. Nach Informationen von Beteiligten habe deren Vorstandschef Ralph Hamers sowohl bei der Bundesregierung in Berlin als auch bei Commerzbank-CEO Martin Zielke um die Aufnahme entsprechender Gespräche gebeten. Nach Informationen des Handelsblatts haben ING und Unicredit in Berlin bereits vor einiger Zeit grundsätzliches Interesse an der Commerzbank signalisiert. Konkrete Anfragen an den Commerzbank-Vorstand, formelle Übernahmegespräche aufzunehmen, habe es Finanzkreisen zufolge bisher aber weder von ING noch von Unicredit gegeben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
REGULIERUNG
 
Reform der Finanzaufsicht
 
Das EU-Parlament hat laut Börsen-Zeitung endgültig den Weg für eine erste große Überholung der Nachkrisen-Regeln im europäischen Bankensektor frei gemacht. Neben der Umsetzung der zuvor bereits auf internationaler Ebene vereinbarten Regeln, die zu verschiedenen Änderungen der Kapitalanforderungen (CRD/CRR) und im Abwicklungsregime (BRRD/SRMR) führen, soll eine Reform der europäischen Finanzaufsicht kommen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SWISS RE
 
Notre-Dame? Sache des Staats
 
Für den Wiederaufbau der weltberühmten Pariser Kathedrale Notre-Dame wird nach Ansicht des Rückversicherers Swiss Re wohl der französische Staat aufkommen müssen. “Im Allgemeinen sind Kirchen in Frankreich Eigentum des Staates, und dieser versichert sich selbst”, zitiert Reuters den zweitgrößten Rückversicherer der Welt. Zu klären bleibe, ob ein potenzieller Verursacher des Brandes für Schäden haftbar gemacht werden könne. Frankreichs Superreiche haben laut Bloomberg derweil schon umgerechnet 678 Millionen Dollar für den Wiederaufbau der Kathedrale angeboten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HOFFNUNGSMARKT ASIEN
 
UBS weiter auf Platz eins
 
Die UBS hat im vergangenen Jahr in Asien Boden an die Konkurrenz verloren. Die verwalteten Vermögen schrumpften zwar um knapp sieben Prozent auf 357 Milliarden Dollar, zitiert Bloomberg den Asian Private Banker, dennoch bleibt die größte Schweizer Bank die Nummer eins in der Region, auf Platz zwei liegt die Credit Suisse, auf den weiteren Plätzen rangieren HSBC, Julius Bär und Morgan Stanley.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Das Geldvermögen der Deutschen ist Ende 2108 erstmals seit drei Jahren gesunken: Vor allem Kursrückgänge bei Aktien und Investmentfondsanteilen im Zuge schwächelnder Börsen haben laut Bundesbank dazu geführt. HB Die Umweltbank ist auf Wachstumskurs: Das Geschäftsvolumen im vergangenen Jahr erhöhte sich um 9,4 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. HB Wollte der deutsche Staat bei einer Fusion von Deutsche Bank und Commerzbank einen Gewinn machen, müsste sich der Kurs seiner Beteiligung Cobank verdreifachen. BB Der Schweizer Versicherungskonzern Baloise übernimmt Fidea NV für 480 Millionen Euro, um sein Belgien-Geschäft auszubauen. HB Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna weitet sein Angebot in Deutschland aus und gibt eigene Kreditkarten heraus. HB Griechenland genießt am Kapitalmarkt wieder Vertrauen: Seit Jahresanfang ist die Rendite der zehnjährigen Anleihe von 4,3 auf unter 3,3 Prozent gesunken, was am Anleihemarkt mit entsprechenden Kursgewinnen verbunden ist. FAZ Das Nettoergebnis der Bank of America legte im ersten Quartal um sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Dollar zu, wie die nach JP Morgan zweitgrößte amerikanische Bank mitteilte. FAZ Das Neugeschäft der US-Industrie fiel zum Vormonat überraschend um 0,1 Prozent. Rtr  
 
 
     
 
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Nichts wächst im Wert so schnell wie Whisky
 
 
   
   
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FINTECH-WEDNESDAY –
DAS WICHTIGSTE AUS DER BRANCHE
 
Mutmaßliche Kriminelle haben in mehreren Hundert Fällen Konten bei der Online-Bank N26 eröffnet, um offenbar Geld aus dem Geschäft mit betrügerischen Online-Shops zu waschen. SZ Unternehmen müssen auf ihre Einlagen häufig Negativzinsen zahlen – die Commerzbank tut sich mit dem Finanz-Start-up Raisin zusammen, das in Deutschland unter der Marke Weltsparen bekannt ist, um Firmenkunden Alternativen anzubieten. HB Crowdlitoken startet mit der Ausgabe von digitalen Immobilien-Anleihen: Liechtensteins Finanzmarktaufsicht hat erstmals ein solches Produkt bewilligt. Finews Die Stiftung Warentest hat so genannte Abruf- und Rahmenkredite unter die Lupe genommen: Besonders schlecht fiel das Urteil der Tester zum Angebot des Fintechs Cashpresso aus. KS Der italienische Zahlungsdienstleister Nexi geht an die Börse und soll mit 7,3 Milliarden Euro bewertet werden – ähnlich wie Konkurrent Adyen vor einem Jahr, dessen Kurs sich seitdem fast verdreifacht hat. DP
 
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NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
UBS
 
Investoren drängen auf Nachhaltigkeit
 
Axel Weber ist überzeugt, dass Investoren künftig größeren Druck auf Topmanager ausüben werden, mit dem Ziel, ihre Unternehmen auf mehr Nachhaltigkeit auszurichten. Der Verwaltungsratschef der UBS spricht im Interview mit dem Handelsblatt über nachhaltiges Wirtschaften und gute Unternehmensführung. Gleichzeitig ist die nachhaltige Kapitalanlage um einen Prinzipienkatalog reicher: Die Weltbank hat über ihre Tochter IFC gemeinsam mit 60 Investoren Grundsätze für das wirkungsorientierte Investieren (Impact Investing) aufgestellt, so die Börsen-Zeitung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
RUSSLAND-CONNECTION
 
Deutsche Bank soll die Beweise liefern
 
Eric Trump, Präsident Trumps Sohn und einer der Köpfe der Trump Organization, schäumt: Es handle sich um einen nie dagewesenen Machtmissbrauch und den jüngsten Versuch der Demokraten im Kongress, den Präsidenten und seine Familie anzugreifen. Auslöser der Verbalattacke ist der Finanzausschuss des US-Kongresses, der von der Deutschen Bank nun Unterlagen fordert, die möglicherweise Zahlungen aus Russland belegen könnten, erklärt Spiegel Online.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TÜRKEI
 
Debakel-Präsentation vor Investoren
 
Berat Albayrak, der türkische Finanzminister, ist nach Washington zum Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds gereist, um hunderten Investoren die nächste Wachstumsstory seines Landes zu erklären. Das Ganze geriet zum Debakel, schreibt das Handelsblatt – doch Staatschef Recep Tayyip Erdogan brauche seinen Minister, der auch sein Schwiegersohn ist.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Verliebt in eine Frau, die schon alles hat? Alles noch nicht! Sylvaine Delacourte gestaltet für den Luxuskosmetikhersteller Maison Guerlain individuell zugeschnittene Privatparfüms. Das muss man sich in etwa so vorstellen, als ob man sich einen Maßanzug oder ein Couture-Kleid anfertigen lässt, schreibt das Manager Magazin – und das könne schon mal ein Jahr dauern. Kostenpunkt des einzigartigen Dufts: 45.000 Euro.
 
 
 
 
 
 
 
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