Draghi hält Kurs / German Angst vs. American Dream / Cryans Stuhl wackelt
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szmtag
von Martin Dowideit
Freitag, 21. Oktober 2016
Alles wie gehabt
Alles beim Alten – so lautet die Bilanz der gestrigen EZB-Ratssitzung. Die Notenbank hält den Leitzins weiterhin auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und auch an ein Ende der Anleihekäufe denkt Mario Draghi laut n-tv noch nicht. Europa hatte sich vom EZB-Chef Hinweise darauf erwartet, wie es mit der riskanten Geldpolitik weitergeht. Und was macht Draghi? "Er verrät nichts – und verunsichert damit Politik und Märkte", schreibt die Welt und fragt, was sich wohl hinter dem "rätselhaftem Schweigen" verbergen könnte. Dem Handelsblatt zufolge freuten sich Europas Börsianer letztlich über die weitere Rückendeckung der Währungshüter: Am Ende notierte der Dax 0,5 Prozent fester bei 10.701 Punkten und markierte zwischenzeitlich ein Sechswochenhoch. Indessen ging der Euro nach der Ratssitzung auf Tauchstation – zeitweise fiel der Kurs auf 1,0921 Dollar, weiß das Handelsblatt.

Unbeeindruckt von den Perspektiven der Geldpolitik im Euroraum zeigten sich die Anleger an der Wall Street – dort vergraulten die Schwergewichte Verizon und Ebay die Anleger mit ihren Zwischenberichten, schreibt Börse ARD. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent auf 18.162 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 gab um 0,1 Prozent auf 2141 Stellen nach, berichtet Reuters. Nachbörslich legte dann der Software-Riese Microsoft Quartalszahlen vor, die besser als erwartet ausfielen.

In bester Kauflaune haben heute die Tokioter Anleger den Tag begonnen: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann im Vormittagshandel 0,1 Prozent auf 17.253 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index zeigte sich praktisch unverändert bei 1371 Zählern, schreibt das Handelsblatt.
Einen erfolgreichen Tag wünscht
Martin Dowideit
Deskchef Finanzen
@mdowideit
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ZAHL DES TAGES
500
Millionen Euro an öffentlichen Geldern will Italien investieren, um den sich abzeichnenden Stellenabbau in der Bankenbranche abzufedern.
Quelle: Handelsblatt
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FINANZNACHRICHTEN
ANLAGEVERHALTEN
German Angst vs. American Dream
Aus Misstrauen gegenüber Beratern und Furcht vor den Risiken des Aktienmarkts klammern sich die Deutschen trotz der Niedrigzinsphase an ihr Sparbuch – und lassen sich hohe Kapitalerträge entgehen. Die Amerikaner handhaben das ganz anders. In einem Punkte ist man in den USA aber überraschend konservativ, weiß das Handelsblatt (Premium-Inhalt).
BANK AUSTRIA
Nicht jeder darf freiwillig gehen
Der Stellenabbau in der Bank Austria nimmt seinen Lauf: 2750 Mitarbeiter haben sich für das Abschiedsprogramm der UniCredit-Tochter angemeldet und wollen freiwillig gehen. Wirklich ziehen lassen will das Institut laut dem Standard aber nur 2000 von ihnen – die übrigen Banker brauche das Institut, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.
KAPITALMARKT
Investmentbanking lohnt sich oft nicht mehr
Verschärfte Regulierung und schrumpfende Erträge machen das Kapitalmarktgeschäft einer Studie zufolge für viele Banken unrentabel. Wenn die Geldhäuser nicht gegensteuerten, würde die Rendite etwa bei Devisen stark fallen, berichtet Reuters.
KONTO-ZINSEN
Festgeld als Alternative
Deutschlands Sparer horten ihr Geld zu großen Teilen auf unverzinsten Girokonten – oder auf Sparkonten, deren Zins auch praktisch bei null liegt. Das könnte jetzt zum Problem werden, denn die Inflation steigt langsam wieder. Für Sparer bedeuten Nullzinskonten damit künftig noch zuverlässiger ein Verlustgeschäft. Festgeld kann da durchaus profitabel sein, bemerkt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
BAUSPARKASSEN
Die Klagewelle rollt an
Wie sehr die Niedrigzinsen die Bausparkassen belasten, zeigt ihr Umgang mit bestimmten, für die Kunden lukrativen Altverträgen. Insgesamt haben sie bis 2015 bereits mehr als 200.000 Bausparverträge gekündigt, und auch dieses Jahr folgen Tausende Kündigungen. Verbraucher wehren sich – bundesweit dürfte es bis zu 1000 Klagen geben, weiß das Handelsblatt (Premium-Inhalt).
Shortcuts aus der Finanzbranche
Nach einer Serie von Abgängen suchen internationale Investmentbanken gleich sechs neue Top-Manager für Spitzenposten in Italien. HB Nachdem die Aktie des Anlagenbauer Gea überraschend um fast 20 Prozent abgestürzt ist, ermittelt nun die Bafin. HB Brasiliens Zentralbank hat erstmals seit vier Jahren die Zinsen gesenkt. Rtr Laut dem Bundesgerichtshof gibt es bereits 120.000 Beschwerden wegen Kreditbearbeitungsgebühren der Banken. HB Im Skandal um Phantomkonten bei Wells Fargo drohen dem Institut nun auch strafrechtliche Konsequenzen. Rtr Die US-Bank JPMorgan leitet seinen Rückzug aus dem Wertpapierpapiermarkt in China ein. HB Die London Stock Exchange wächst vor der Fusion mit der Deutschen Börse kräftig und steigert seine Einnahmen im dritten Quartal um 19 Prozent auf 414,6 Millionen Pfund. Rtr
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Den Kostenschock vermeiden
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Investieren nach dem Baukasten-Prinzip
DIVID-ENDE
Amerikaner arbeiten mehr als Europäer
DAX-SENTIMENT
DAX-UMFRAGE
Gehen die Kursgewinne weiter?
Langsam aber stetig hat der deutsche Leitindex in dieser Handelswoche seine Gewinne ausgebaut. Geht das in der nächsten Woche so weiter? Was ist Ihre Erwartung? Nehmen sie teil am Handelsblatt-Dax-Sentiment. Die Umfrage ermittelt jede Woche die aktuelle Stimmung an der Börse und gibt Anlegern dadurch Orientierung bei ihrer Geldanlage. Hier geht es zur Umfrage.
INPUT NEWS
21.10.16
HSBC TRINKAUS & BURKHARDT AG
Dax - Das Warten hält an
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J.P. MORGAN ASSET MANAGEMENT
Hochzinsanleihen mit stärkster Rendite
21.10.16
DEKA INVESTMENTS
Trump-Hürde für US-Dollar
21.10.16
DZ BANK
Allianz: Robuste Gewinnentwicklung trotz Niedrigzinsumfeld, sensitive Solvabilitätsquote
21.10.16
HSH Nordbank
Im Fokus: Annäherung Russlands an die OPEC? – Betriebswirtschaftlich unwahrscheinlich
Für den Inhalt sind die Emittenten verantwortlich.
VWD TOP FUNDS
Die besten Mischfonds im vwd funds service, sortiert nach Performance fünf Jahre, Rang 1 bis 5
Fondsname / KVG Performance Rücknahmepreis Datum
Ampega Balanced 3 I(t)
Ampega Investment GmbH
97,31% 190,25 steigender Kurs 19.10.2016
ZZ3
Semper Constantia Invest GmbH
88,89% 26,30 steigender Kurs 19.10.2016
Multi Opportunities III
Deutsche Asset Management S.A.
88,19% 207,42 steigender Kurs 19.10.2016
ZukunftsPlan I
Deka Investment GmbH
71,59% 222,68 steigender Kurs 19.10.2016
Deka-BR 85
Deka Investment GmbH
70,15% 63,20 steigender Kurs 19.10.2016
NAMEN UND NACHRICHTEN
DEUTSCHE BANK
Arabische Allianz wird für Cryan zur Gefahr
John Cryan, Chef der Deutschen Bank, muss laut dem Manager Magzin möglicherweise um seinen Job bangen. Der Grund: Arabische Investoren wollen offenbar ihren Einfluss bei dem Geldhaus stärken und auch ein chinesischer Geldgeber steht bereit. Am Investmentbanking will die Investorengruppe festhalten, nicht aber zwingend an dem Vorstandschef. Die Gerüchte über neue Investoren haben den Aktienkurs der Bank am Donnerstag zum ersten Mal seit Mitte September wieder über 13 Euro klettern lassen. Was wirklich hinter den Spekulationen steckt, hinterfragt das Handelsblatt (Premium-Inhalt).
BRITISCHE BANKEN
Entlastung gefordert
Anthony Browne, Chef des britischen Bankenverbands BBA, fordert angesichts drohender wirtschaftlicher Folgen durch das Brexit-Votum steuerliche Entlastungen für Großbritanniens Banken. "Wir sind jetzt an einem Punkt, wo Jobs und Wachstum in Großbritannien in Gefahr sind", sagte er Reuters zufolge. Das Land müsse ein wettbewerbsfähiger Banken-Standort bleiben.
EX-UBS-CHEF
Kritik an Credit Suisse
Luqman Arnold, ehemaliger Chef der UBS, kritisiert das Geschäftsmodell der Credit Suisse. "Die Bank hat ihre Komplexität erhöht statt reduziert", sagt er im Interview mit Bilanz und erklärt, warum er bald selbst wieder ins Banking einsteigen will.
INVESTMENT-BANKING
Morgan Stanley rät zur Eile
Christian Zorn, Leiter des Investment-Bankings Deutschland bei Morgan Stanley, rät Kunden zu einer zügigen Umsetzung geplanter Vorhaben. "Wenn Kunden eine Transaktion durchführen wollen, lohnt es sich wirklich ernsthaft, diese Vorhaben zu beschleunigen", sagt er im Interview mit der Börsen-Zeitung.
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Wie Hollywood-Stars jenseits der Leinwand Geld machen? Scarlett Johansson zum Beispiel eröffnet am kommenden Wochenende einen Popcornladen in Paris. Sie ist nicht die erste Schauspielerin mit kuriosem Nebenverdienst, weiß das Manager Magazin – und zeigt eine Liste weiterer Beispiele.
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