Mittwoch, 03.Dezember.2014
Stresstests zeigten nur die halbe Wahrheit
Die jüngsten Stresstests der EZB waren unzuverlässig und Dutzende von Banken des Euroraums - einschließlich Deutsche Bank und BNP Paribas - haben weiterhin zu wenig Kapital, um eine Krise zu überstehen. Zu diesem Schluss kommen Experten von Keefe Bruyette & Woods und dem Dänischen Institut für Internationale Studien. Sie untersuchten laut Bloomberg, was geschehen wäre, wenn die EZB in ihren Stresstests die ab kommendem Jahr geltende neue Regel zur Verschuldung berücksichtigt hätte. Sie schreibt Banken weltweit vor, Eigenkapital in Höhe von drei Prozent ihrer Bilanzsumme vorzuhalten. Laut EZB-Stresstest liegen 14 Institute unterhalb dieser Minimalanforderung. Drei weitere verfehlten das Ziel, nachdem festgelegt wurde, wie viele ihrer Kredite notleidend sind. Den unabhängigen Studien zufolge hätten aber knapp dreimal so viele Institute eigentlich an der Drei-Prozent-Verschuldungshürde scheitern müssen, schreibt Die Presse. Und den zwölf europäischen Großbanken, die den Test bestanden haben, fehlen  66 Milliarden Euro, so der Daily Star. Das Blatt zitiert Jakob Vestergaard, Forschungsleiter des dänischen Instituts: „Es reicht nicht aus, sich auf risikogewichtete Messgrößen zu verlassen. Es ist immer das, was wir nicht für riskant halten, das uns in einer Krise um die Ohren fliegt“. Die EZB hätte sich hart geben wollen, „konnte aber aus politischen Gründen nicht zeigen, dass deutsche und französische Banken unterkapitalisiert sind.“
SPARVERHALTEN
Was die Mittelschicht mit ihrem Geld macht
Eine Studie des Handelsblatt Research Institute für Union Investment hat nun untersucht, welchen Einfluss Lebensstile auf das Sparverhalten haben. Im Fokus stand dabei die Mittelschicht, der noch immer etwa 60 Prozent der deutschen Haushalte angehören. Fazit: Sicherheit ist den Deutschen besonders wichtig, auch wenn es kaum Rendite gibt. Eine Erkenntnis der Studie ist, dass verfügbares Einkommen und Bildungsniveau das Sparverhalten deutlich weniger beeinflussen als angenommen, das soziale Milieu dafür umso mehr, meint die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
SKANDALE
2014 wird Rekordjahr für Bankenstrafen
Großbanken werden seit der Finanzkrise zu immer härteren Strafen verdonnert. 2014 ist dabei ein Rekordjahr: In den ersten zehn Monaten des Jahres zahlen die Institute bereits 48 Milliarden Euro, analysiert n-tv.
UNTERNEHMENSFINANZIERUNG
Flucht aus dem Bankkonto
Gebühren auf Guthaben zwingen Unternehmen zu riskanteren Geldanlagen und entfremden sie immer stärker von ihren Banken, schreibt die Wirtschaftswoche. Banken würden so zu austauschbaren Dienstleistern, die Industrie koppele sich mit innovativem Finanzmanagement und eigenen Banklizenzen immer stärker von der Bankenwelt ab.
EURO
Zweifel an Athens Verbleib im Euro
Trotz anspringender Konjunktur rechnen laut n-tv so viele Investoren wie seit Jahresbeginn nicht mehr mit einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. 9,7 Prozent der fast 1000 befragten Anleger erwarten im kommenden Jahr einen Abschied des Krisenstaates von der Währungsunion, teilte die Investmentberatung Sentix mit.
ASSEKURANZ
Neue Megaversicherung in Großbritannien
Ein neuer Versicherungsriese in Großbritannien nimmt laut Financial Times Gestalt an: Für mehr als fünf Milliarden Pfund übernimmt Versicherer Aviva den Rivalen Friends Life. Das künftige Unternehmen hat 16 Millionen Kunden.
FED
Die Suche nach dem Maulwurf
2012 sickerten die innersten Geheimnisse der US-Notenbank an die Wall Street durch: Vertrauliche Überlegungen des Offenmarktausschusses waren in ein Analysepapier gelangt, das ein Handeln der Fed im Dezember signalisierte. Das Papier kursierte unter den Händlern und löste eine Jagd nach dem Maulwurf aus. Bloomberg beschreibt, wie weit Außenstehende gehen, um an Interna der Fed zu gelangen und wie wertvoll ein derartiger Zugang sein kann.
INSIDERHANDEL
Wall Street ausgetrickst
Hacker mit Wall-Street-Kenntnis haben mehr als ein Jahr lang Informationen zu Fusionen und Übernahmen von über 80 Unternehmen gestohlen. Das berichtet ein Sicherheitsberater. Seine Erkenntnisse liegen den Strafverfolgungsbehörden vor. Die Hacker brachten demnach die Geschädigten dazu, ihnen Zugang zu vertraulichen Daten und Kommunikation zu gewähren - was dann hinterher wahrscheinlich für Insider-Handel genutzt worden sei. Bloomberg
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die Bundesbank schraubt ihre Wachstumsprognose von 0,9 Prozent für dieses Jahr zurück. Rtr Die Deutsche Bank steht offenbar vor dem Ausstieg aus der Londoner Hedgefonds-Firma Arrowgrass Capital Partners. Käufer ihres Minderheitsanteils soll die die Private-Equity-Gesellschaft Foundation Capital Partners sein. WSJD Die zur Rabobank gehörende KP Investments hat das in zentraler Lage Frankfurts gelegene Palais Quartier für rund 800 Millionen Euro an die Deutsche Bank und den Shoppingcenter-Betreiber ECE verkauft. BZ Citigroup macht die Handelsplattform LavaFlow dicht. FT Goldman Sachs sucht nach Geldgebern für Uber. Der Fahrdienst-Vermittler hat die Investmentbank angeheuert, um vermögende Investoren anzuwerben. Fortune Die Kapitalabflüsse aus dem Allianz-Vermögensverwalter Pimco verlangsamen sich. Beim Vorzeige-Fonds Total Return zogen Investoren im November 9,5 Milliarden Dollar ab. HB Der Staatsfonds GIC aus Singapur kauft für rund 8,1 Milliarden Dollar den US-Immobilienkonzern IndCor Properties von der Beteiligungsgesellschaft Blackstone. WSJD
1.
APPLE-KURSSTURZ
40 Milliarden Dollar - einfach weg
Die Apple-Aktie verlieren kurz nach Handelsbeginn drastisch an Wert. Binnen Sekunden werden rund sechs Millionen Aktien gehandelt, meldet die Süddeutsche Zeitung. Händler rätseln über die Gründe für den plötzlichen Kursverlust. Experten haben einen Verdacht.
2.
KRISENWÄHRUNG
Gold glänzt nicht mehr
In Zeiten niedriger Inflation trocknet der sichere Hafen Gold aus. Das müssen die Fans des Edelmetalls gerade wieder spüren. Seit geraumer Zeit bröckelt der Preis für eine Unze. Wann ist ein Ende der Talfahrt in Sicht, fragt das Handelsblatt.
3.
SEXUELLE BELÄSTIGUNG
"Ich werde ständig angebaggert"
Im vermeintlich feinen Fondsbusiness, wo Seriosität gross geschrieben wird, erlebt jede fünfte Angestellte sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Das Resultat einer britischen Umfrage strafe die Annahme lügen, dass es im Asset Management "sanfter" zugehe als im Rest der Finanzbranche, stellt die Financial Times fest.

TITELTHEMA
Wahrheit ohne Folgen
Die Rente ist unsicher: Die gesetzliche Altersvorsorge wird für viele zum Leben nicht reichen, geben Kanzlerin Merkel und Ex-Minister Blüm jetzt zu. Doch statt das System an die Demografie anzupassen, wird es weiter geschwächt.
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Fondsname     KVG     Performance Rücknahmepreis Datum
Mediolanum Ch Liquity US Dollar L A Mediolanum International Funds Limited 15,87% 4,28
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01.12.2014
Bantleon Opportunities Cash IA Bantleon Invest S.A. 5,62% 94,67
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01.12.2014
MEAG ProZins A MEAG Munich Ergo KAG 5,10% 48,19
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01.12.2014
HANSAgeldmarkt HANSAINVEST - Hanseatische Inv. GmbH 4,47% 50,34
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01.12.2014
UnionGeldmarktfonds Union Investment Privatfonds GmbH 3,60% 49,59
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28.11.2014
MUNICH RE
Die Lage ist ernster als die Stimmung
Nikolaus von Bomhard, Vorstandsvorsitzer von Munich Re, sieht Anzeichen für eine neue Finanzkrise. Die hohe Liquidität habe eine Unwucht ins System gebracht, zitiert ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
VORSORGE
"Die Rente ist nicht sicher"
Norbert Blüm, ehemaliger Arbeitsminister und bekannt für sein Mantra „Die Rente ist sicher“, sagt nun genau das Gegenteil. „Wenn das Rentenniveau weiter so sinkt wie in den letzten Jahren, dann kommt man in die Nähe der Sozialhilfe“, äußerte er in der Saarbrücker Zeitung.
USA
Zinswende erst mal aufgeschoben
Stanley Fischer, Vize der Notenbank Fed, hält es für möglich, dass die Zinswende in den USA womöglich noch etwas aufgeschoben wird. "Wenn die Inflation nach unten zieht, müssen wir das machen". Reuters
WÄHRUNGEN
Kein Wettrennen nach unten
Jens Weidmann, Bundesbank-Präsident, beobachtet keinen weltweiten Wettlauf zur Abwertung von Währungen. "Ich sehe international niemand, der einen Abwertungswettlauf bei Währungen betreibt, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen", zitiert ihn Reuters.
IMMOBILIEN
Deutschland zu teuer und zu riskant
Lorenz Reibling, Immobilienprofi und Mitgründer von Taurus Investment, findet den Einstieg in den deutschen Immobilienmarkt nicht mehr interessant. Im Handelsblatt erklärt er, In welche Projekte Milliardäre jetzt investieren und womit Häuslebauer rechnen müssen.
APPLE
"The Woz" kommt ins Fernsehen
Steve Wozniak, Mitgründer von Apple und stets im Schatten von Steve Jobs, kriegt seine eigene US-Fernsehshow. "The Woz" soll Produkte testen, berichtet das selbst auf Gadgets spezialisierte Blog "Gizmodo", für das Wozniak bereits als Kritiker des biografischen Films über seinen früheren Partner Jobs tätig war. Manager Magazin
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