Wirecard überholt Deutsche Bank / Lira stabilisiert / Bayers Monsanto-Aufräumer
 
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Mittwoch, 15. August 2018
 
Wirecard überholt Deutsche Bank an der Börse
 
 
 
 
 
Rund 172 Euro kostete am gestrigen Dienstag zeitweise die Aktie des Online-Zahlungsdienstleisters Wirecard. Damit ist die Firma 21,3 Milliarden Euro wert – mehr als die Deutsche Bank nach ihrem jüngsten Kursrutsch (knapp 21 Milliarden Euro), meldet das Handelsblatt (Premium). Bald könnte Wirecard auch noch an der Deutschen Börse vorbeiziehen, dann wäre das Unternehmen nach der Allianz und der Münchner Rück der drittgrößte deutsche Finanzkonzern, listet das Manager Magazin die Schwergewichte auf. Für die Süddeutsche Zeitung verdeutlicht der Wirecard-Überholvorgang, wie sich die Strukturen in der Bankenwelt änderten: "Größe wird inzwischen anders definiert", vergleicht das Blatt den Banken-Konzern mit rund 95.000 Mitarbeitern mit dem 4600-Mitarbeiter-Dienstleister. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zeichnet die "beeindruckende Kursrallye" von Wirecard nach: plus 84 Prozent seit Jahresanfang. Perspektivisch könnte der Trend anhalten: Börse Online geht davon aus, dass sich mit einem Aufrücken von Wirecard in den Dax das Interesse von Investoren an dem Papier noch verstärken werde – und damit aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Kursrallye. Das Finance Magazin erklärt, wie der Zahlungsdienstleister, der sich in der Vergangenheit mehrfach gegen Shortseller-Attacken habe wehren müssen, gerade dabei sei, seine Geschäftsbasis zu verbreitern – was traditionellen Banken sauer aufstoßen dürfte.
 
 
 
 
 
Türkei: Erleichterung an den Börsen
Dem deutschen Aktienmarkt ist gestern die Stabilisierung der türkischen Lira zugute gekommen, und auch an den US-Börsen ist etwas Ruhe eingekehrt. "Fällt der Kurs der Lira jetzt nicht mehr weiter, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass das Türkei-Thema für die Börsen durch ist", zitiert das Handelsblatt (Premium) den optimistischen Marktanalysten Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. Finanz und Wirtschaft rechnet trotz der Signale der Entspannung letztlich mit der Einführung von Kapitalverkehrskontrollen. Dagegen setzt der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, in der Passauer Neuen Presse auf ein Einschreiten des Internationalen Währungsfonds. Laut Breakingviews ist die türkische Währungskrise eigentlich vorhersehbar gewesen – erstaunlich sei, wie schwach die Antwort der globalen Finnazmärkte ausgefallen sei. Jetzt sei eine breitere weltweite Ordnung des Finanzsektors, am besten unter der Federführung neuer Köpfe und Institutionen, erfolderlich.
 
 
 
 
 
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ZAHL DES TAGES
 
4,9
 
 
  Milliarden Dollar muss die Royal Bank of Scotland für ihr Fehlverhalten im Vorfeld der Finanzkrise bezahlen – die höchste Strafe, die je ein Geldhaus für solche Verstöße leisten musste. Hintergrund: Wie viele Konkurrenten verkaufte die RBS toxische Wertpapiere, die bei Investoren zu hohen Verlusten führten und mit die Finanzkrise auslösten.  
 
Quelle Handelsblatt
 
 
 
 
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FINANZNACHRICHTEN
 
 
 
 
BÖRSE
 
Frankfurt, New York, Tokio
 
Dax: 12.359 Punkte, unverändert.
Dow: 25.300 Punkte, ein Plus von 0,5 Prozent.
Nikkei: 22.123 Punkte, ein Minus von 1,0 Prozent im Mittagshandel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
CREDIT SUISSE
 
Wealth Management wird regionalisiert
 
Bei der Schweizer Bank Credit Suisse wird die Vermögensverwaltung umgebaut. Statt vier Regionen soll es in der von Iqbal Khan verantworteten Sparte künftig sieben Regionen mit je eigenem Management geben, berichtet Bloomberg. Ziel der Aufspaltung: den Gebieten mehr Entscheidungsfreiheit verschaffen. Der Umbau sei ein weiterer Schritt der Strategie von Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam, die Bank regionaler aufzustellen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
COST-AVERAGE-EFFEKT
 
Die Tücken der Sparpläne umschiffen
 
Wird es ungemütlich an den Börsen, rückt der Durchschnittskosteneffekt in den Fokus. Was Anleger beachten sollten, damit ihr Sparplan aufgeht, erklärt das Handelsblatt (Premium).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
VERMÖGENSVERWALTER
 
Rätselraten in GAM-Affäre
 
Die Suspendierung eines Fondsmanagers beim schweizerisch-britischen Vermögensverwalter GAM sorgt in der Finanzszene weiter für Rätselraten. Finews wundert sich nicht, dass sich die Firma, die vor einigen Jahren aus Teilen der Privatbank Julius Bär hervorging und knapp 164 Milliarden Franken verwaltet, von Tim Haywood wegen mutmaßlicher Verstöße gegen diverse Vorschriften getrennt hat. "Doch warum geschah dies auf eine so brachiale Art und Weise, so dass der Kurs der GAM-Aktie bis zu 30 Prozent an Wert verlor und sich seither kaum erholt hat?" Es gebe offenbar weiterhin Ungereimtheiten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shortcuts aus der Finanzbranche
 
Laut einer Umfrage der Norisbank erledigen 87 Prozent der deutschen Internetnutzer ihre Bankgeschäfte online. Börsen-Zeitung Die deutsche Unternehmensberatungsfirma Roland Berger erwartet in diesem Jahr ein Umsatzplus von 15 Prozent. HB Der chinesische Elektroautobauer Nio plant ungeachtet der angespannten Handelsbeziehungen beider Länder einen 1,8 Milliarden Dollar schweren Börsengang in den USA. HB Die Deutsche Bank, Goldman Sachs und Citi sind die federführenden Banken beim geplanten Börsengang des Wohnmobil-Herstellers Hymer. Rtr Die Wiesbadener Aareal Bank verdient im zweiten Quartal zwar weniger, aber so viel wie von Analysten erwartet. HB Das Geldhaus Bawag aus Österreich hat im ersten Halbjahr sein Vorsteuerergebnis um neun Prozent steigern können. Rtr Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life profitiert im ersten Halbjahr vom Ausbau seines Vermögensverwaltungs- und Dienstleistungsgeschäfts. FN Trotz des Handelsstreits mit den USA hat das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal zugelegt. SpOn Die Aktienkurse der großen Nahrungsmittelhersteller schwanken 2018 bislang ungewohnt stark, Schuld daran sind veränderte Vorlieben von Verbrauchern und Investoren. Wiwo
 
 
     
 
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FINANCE TODAY
 
 
 
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Die Gefahr weiterer Kursverluste ist eher gering
 
   
WERK IN DEUTSCHLAND
 
Tesla will an deutsche Subventionstöpfe ran
 
 
   
   
 
 
 
 
   
 
 
 
 
FINTECH-WEDNESDAY –
DAS WICHTIGSTE AUS DER BRANCHE
 
Neue Dynamik bei der Bitcoin-Talfahrt: Die wertvollste Digitalwährung fällt unter die 6000-Dollar-Marke, auch Konkurrenzwährungen verlieren deutlich. BB Watson (IBM) & Co., die führenden Systeme im Bereich Künstliche Intelligenz, sind schon heute leistungsfähig, doch die Kapitalmärkte sind noch zu komplex – was wiederum aktive Vermögensverwalter aufwertet. PBM Fintechs wie Fair Square Financial und LendUp Global bauen massiv den Markt aus, den traditionelle Anbieter zunehmend scheuen: Kreditkarten für Verbraucher mit schlechter Kreditvergangenheit. FIN Die Solarisbank, die zu den höchstbewerteten deutschen Finanz-Startups gehört, erzielte 2017 gerade einmal Provisionserträge in Höhe von 1,9 Millionen Euro – eher enttäuschend. FS
 
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NAMEN UND NACHRICHTEN
 
 
 
 
MONSANTO-KLAGEN
 
Bayers Marathon-Mann im Rampenlicht
 
Liam Condon, Chef der Bayer-Agrosparte, muss im Konzern jetzt die Prozesswelle um Glyphosat meistern. Nach Einschätzung des Handelsblatts (Premium) muss der Langstreckenläufer dabei als geschickter Kommunikator agieren, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Dafür sei er bestens gerüstet. "Condon gilt als Verkaufstalent, das mit voller Stimme und in fast perfektem Deutsch die Bayer-Agrostrategie erläutern kann."
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DEUTSCHE BANK
 
Bleibt der oberste Investmentbanker?
 
Garth Ritchie, Chef des Investmentbankings der Deutschen Bank, erfährt im Oktober, ob der Aufsichtsrat seinen Vertrag verlängert. Der Südafrikaner, der im April gemeinsam mit Karl von Rohr zum Co-Stellvertreter des neuen Vorstandschefs Christian Sewing bestellt worden war, hat offiziell nur noch bis Ende des Jahres einen Vertrag bei dem größten deutschen Geldhaus, weiß Reuters.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SHORTSELLER
 
"Vieles ist Sisyphos-Arbeit"
 
Hendrik Haag, Bank- und Kapitalmarktrechtler bei Hengeler Mueller, zieht anlässlich der Ermittlungen der Münchener Staatsanwaltschaft gegen 15 Einzelpersonen und Gruppen eine Zwischenbilanz zum Shortseller-Angriff auf ProSiebenSat1. Hintergrund: Im März sorgte ein Analysehaus mit einem kritischen Bericht dort für einen Kurseinbruch. Die Herausforderung, so Haag gegenüber Finance, sei, die Grenze zwischen Manipulation und bloßer Meinungsäußerung zu ziehen – und die Verantwortlichen später auch zu finden.
 
 
     
 
 
 
 
DIVID-ENDE
 
Auch wenn die Technologie inzwischen wie ein Dino wirkt – im Bankengewerbe sind Fax-Geräte noch immer im Einsatz, insbesondere, wenn es um unterschriebene Dokumente geht. Die Washington Post zeigt jetzt aber, warum das gefährlich ist. Eine israelische Firma habe herausgefunden, dass sich Hacker über Fax-Anschlüsse Zugang zu ganzen Firmennetzwerken verschaffen könnten. Dabei werde eine Bilddatei mit Schadsoftware über die Telefonleitung versendet. Immerhin hat die Firma auch einen Workaround mitgeliefert, um die größte Gefahr zu beseitigen: das Telefonkabel vom Faxgerät abziehen, sobald ein Fax verschickt wurde.
 
 
 
 
 
 
 
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