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Montag, 14.September.2015
Banken zahlen wieder für Fehler der Finanzkrise
Es sind nur drei Buchstaben: CDS. Doch die haben es in sich. Wie unter anderem das Wall Street Journal berichtete, einigen sich zwölf Banken mit Privatklägern in den USA zur Zahlung von 1,87 Milliarden Dollar wegen Verlusten mit sogenannten Credit Default Swaps (CDS), darunter auch die Deutsche Bank. Credit Default Swaps sind Kreditderivate, die es erlauben, Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen zu handeln. Die Banken haben den CDS-Markt manipuliert und werden deshalb zur Kasse gebeten, kommentiert die Handelszeitung lakonisch. Details der Vereinbarung müssen allerdings noch ausgehandelt werden, bevor die zuständige US-Bezirksrichterin Denise Cote ihre Zustimmung gibt, meldet das Handelsblatt. Für die Institute ist die Finanzkrise noch immer nicht abgeschlossen, stellt Finews fest. Die "Brandbeschleuniger" getauften CDS kommen den Banken teuer zu stehen. UBS und Credit Suisse zahlen schon wieder, meckert Cash. Die geprellten Anleger freuen sich: Das Ganze sei eine historische Einigung, zitiert Business Insider ihren Anwalt Daniel Brockett.
INSIDER-BERICHT
EZB will mehr Bankenaufseher anstellen
Die Europäische Zentralbank will einem Insider zufolge ihre Bankenaufsicht in den nächsten zwei Jahren personell um rund ein Viertel aufstocken. Es habe sich nach den Erfahrungen der Anfangsmonate gezeigt, dass für die Fülle der Aufgaben die bisherige Mitarbeiterzahl nicht ausreiche, zitiert Reuters eine mit der Sache vertraute Person. "Geplant ist eine Aufstockung um rund 230 Mitarbeiter."
WÄHRUNGEN
Schwäche-Anfall beim Schweizer Franken
Der Schweizer Franken ist im Sommer gefallen und gefallen. Plötzlich findet sich die Währung auf dem Niveau vom Jahresanfang wieder. Experten sind sich aber sicher: Die Euro-Rally wird nicht von langer Dauer sein. Handelsblatt
STUDIE
Bärenblick auf S&P 500
Für Anleger, die auf ein Ende der Abwärtsbewegung bei Aktien hoffen, ist eine Studie der Bewertung durchschnittlicher US-Aktien von Leuthold Weeden Capital Management eine kalte Dusche, schreibt Bloomberg. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Aktienkurse noch weiteren Abwärtsspielraum haben, wenn sie wieder auf historische Bewertungsniveaus zurückkehren sollen.
BAYERNLB, NORDLB, LBBW
Landesbanken zieht es nach Hamburg
Die Landesbanken verschärfen untereinander den Wettbewerb um den deutschen Mittelstand, berichtet die Börsen-Zeitung. Nach der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat auch die BayernLB in Hamburg ein Vertriebsbüro für die Betreuung von Firmenkunden in Norddeutschland eröffnet. Auch die Nord/LB will ihr Engagement im Firmenkundengeschäft in Hamburg ausweiten. Die Helaba hingegen denkt nicht über ein Büro oder eine Niederlassung an der Elbe nach.
COVESTRO, SCOUT24 & CO.
Börsengänge bescheren Banken einen Geldregen
Fünf milliardenschwere Börsengänge werden allein in Deutschland bis Jahresende erwartet. 2015 ist deshalb auf dem Weg zu einem Superjahr und dürfte den Investmentbanken noch viel Geld in die Kasse spülen, schreibt das Handelsblatt. (Artikel kostenpflichtig)
SCHWELLENLAND
Brasilien, der neue globale Problemfall
Zwischen Fußball-WM und Olympia hat sich Brasilien zum kranken Mann der Weltwirtschaft entwickelt. Die Währung im freien Fall, die Anleihen im Ramsch-Status. Hoffnung auf Besserung? Gibt es nicht, stellt die Welt fest.
SORGENLAND
Deutsche Banken fahren höchstes Risiko in Griechenland
Die deutschen Banken haben in Griechenland mehr Kredite vergeben als Geldhäuser aus anderen Staaten. Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sieht außerdem deutliche Alarmzeichen in vielen Schwellenländern, weiß die Wirtschaftswoche.
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die verheerende Explosion im Hafen der chinesischen Großstadt Tianjin wird die Versicherer nach den Erwartungen der Münchener Rück bis zu drei Milliarden Dollar kosten. Wiwo JPMorgan wird bis Ende Oktober alle nigerianischen Staatsanleihen aus ihren Indizes schmeißen, die die Entwicklung der Staatsanleihen von Schwellenländern abbilden. FT Neuer Co-Chef im Investmentbanking der Credit Suisse in Deutschland und Österreich wird Joachim Ringer von der Deutschen Bank. Reuters Die Schweizer Valiant Bank hat sich mit der amerikanischen Justizbehörde über den Abschluss des US-Steuerprogramms geeinigt und zahlt 3,3 Millionen Dollar. HZ Nahezu unbemerkt hat Manuel Ebner als Schweiz-Chef von Merrill Lynch eine neue Bankeinheit gestartet. FN Die Rückversicherer hoffen auf die Hurrikan-Saison, damit die Prämien langsamer sinken als bisher. HB Chinas Banken haben im August überraschend wenig neue Kredite verliehen. Reuters
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1.
FINANZMÄRKTEFINANZMÄRKTE
Robert Shiller warnt vor zeitnahem Börsencrash
Robert Shiller hat in der Wirtschaft so manche Entwicklungen kommen sehen. Nun hebt der Nobelpreisträger den mahnenden Finger und warnt vor einem Börsencrash, der seiner Meinung nach in Kürze eintreten wird. "Zu 30 Prozent steigt die Börse in den kommenden Jahren über die alten Rekorde hinaus. Zu 70 Prozent erleben wir zeitnah einen Crash", sagt Shiller der Wirtschaftswoche.
2.
FONDS
Deutsche Sparer ignorieren die neue Realität
Der Anlagenotstand führt zu einem Fonds-Boom: Fast 27 Milliarden Euro haben die Deutschen seit Jahresanfang investiert. Laut Welt ignorieren Sparer dabei aber die Realität. Die neuen Fonds-Fans setzen darauf, mit ihren Mischfonds in turbulenten Börsenzeiten in jeder Marktlage etwas zu verdienen. Doch der Mischfonds sei keineswegs so genial und risikolos, wie er von den Banken angepriesen wird.
3.
IMMOBILIENMARKT
Wohnen wie die Feuersteins
Im einen wohnte ein Massenmörder, im anderen spielte ein Achtjähriger mit Einbrechern Katz und Maus: Immobilien aus bekannten Filmen und Serien wechseln immer wieder die Besitzer. Derzeit steht in Kalifornien zwischen San Francisco und San Jose ein Haus zum Verkauf, in dem der neue Besitzer wohnen kann wie Familie Feuerstein – vorausgesetzt er hat nicht nur Steine, sondern vor allem Kohle. 4,2 Millionen Dollar soll das besondere Bauwerk aus dem Jahre 1976 kosten. Weitere berühmte Immobilien zeigt das Handelsblatt in einer Bildergalerie.
IN KOOPERATION MIT HANDELSBLATT
Wachstumsschwelle schon ab 40.000 Euro Umsatz
Ab einem jährlichen Umsatz von 40.000 € erleidet die Mehrheit der deutschen Unternehmen Umsatzeinbußen oder stagniert. Erst ab einem Umsatz von 1,5 Mio. € werden wieder vermehrt Umsatzzugewinne erzielt. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung des IfM Institut für Mittelstandsforschung Bonn. Die Finanzierungsbedingungen für den Mittelstand befinden sich aktuell wieder leicht im Aufwärtstrend. Die Zinskonditionen für Unternehmen sind auf dem Mittelstandsportal Compeon im 3-Monats Vergleich um 0,14 Prozentpunkte angezogen während sie noch immer 0,38 Prozentpunkte unter dem Niveau von vor sechs Monaten liegen. Auf Compeon erhalten gewerbliche Kunden individuelle Finanzierungs- und Leasingangebote für Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien, Betriebsmittel und alle sonstigen Zwecke. Erfahren Sie mehr auf www.compeon.de.
TITELTHEMA
Kampf ums vernetzte Auto
Google und Apple drängen ins Automobilgeschäft. Daimler-Chef Dieter Zetsche zeigt sich offen für Kooperationen, zieht aber eine rote Linie: Das Betriebssystem für seine Autos will er sich nicht nehmen lassen.

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Die besten Aktienfonds im vwd funds service, sortiert nach Performance drei Jahre - Rang 6 - 10
Fondsname     KVG     Performance Rücknahmepreis Datum
FCP OP MEDICAL BioHealth-Trds EUR Oppenheim Asset Mgmt Services S.à r.l. 130,45% 370,20
steigender Kurs
10.09.2015
UBS (Lux) EF Biotech (USD) P-acc UBS Fund Management (Luxembourg) S.A. 126,39% 611,05
steigender Kurs
10.09.2015
Fidelity Japan Smaller Cos A-JPY Fidelity (FIL Inv Mgmt (Lux) S.A.) 114,84% 1815,00
steigender Kurs
10.09.2015
OYSTER Japan Opportunities JPY2 SYZ Asset Management (Luxembourg) S.A. 110,14% 21148,00
steigender Kurs
09.09.2015
Pictet-Biotech P USD Pictet Asset Management (Europe) S.A. 109,00% 778,03
steigender Kurs
09.09.2015
GRIECHENLAND-HILFEN
Euro-Staaten lehnen Neuverhandlung ab
Jeroen Dijsselbloem, Euro-Gruppen-Chef, lehnt eine Änderung des Rettungsprogramms für Griechenland ab: "Es wird keine politische Wiederverhandlung des Programms geben", erklärte er in Luxemburg. Bei dem im Sommer vereinbarten Programm mit einem Umfang von bis 86 Milliarden Euro seien aber noch nicht alle Details festgelegt, etwa zur Reform des Arbeitsmarktes. Wirtschaftswoche
POLENS GRÖSSTE BANK
Bank Polski kommt nach Deutschland
Pawel Surowka, Deutschland-Chef der PKO Bank Polski, bläst zur Auslandsexpansion und fängt damit in Deutschland an. "Wir sehen es als großen Schritt, als erste polnische Bank hier etwas aufzubauen", erklärt er im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Polens größte Bank will in Frankfurt ab Anfang 2016 Corporate-Banking-Dienste anbieten.
NOTENBANK
Wall Street vor FED-Entscheidung völlig verwirrt
Guy Haselmann, Stratege von der Scotiabank, arbeitet seit drei Jahrzehnten an der Wall Street. Doch eine Situation wie derzeit habe auch er noch nicht erlebt, zitiert ihn Bloomberg: Ein der wichtigsten Entscheidung der amerikanischen Notenbank steht bevor und die Wall Street ist in ihren Einschätzungen tief gespalten. Auch in der Beurteilung der Folgen einer etwaigen Anhebung der Leitzinsen gehen die Meinungen weit auseinander.
VERMÖGENSFORSCHER
„Die Geissens sind Karikaturen von Reichtum“
Thomas Druyen, Vermögensforscher, ist überzeugt, dass die Superreichen der Welt anders ticken als die Geissens. Überhaupt wird Reichtum oft falsch definiert, findet er. Im Handelsblatt spricht er über Geld, Millionen-Boni und reiche Griechen.
US-LEITZINS
ZEW-Chef rechnet nicht mit harter Wende
Clemens Fuest, Chef des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), hält eine Zinswende in den USA noch in diesem Monat für unwahrscheinlich. Die Fed werde nicht umhin kommen, die Zinsen in nächster Zeit zu erhöhen, allerdings könne er sich vorstellen, dass sie angesichts der aktuellen Finanzmarktturbulenzen und der gemischten Konjunkturnachrichten aus den USA vorerst noch damit warte. Focus
BITCOIN-PLATTFORM
Chef von Mt Gox angeklagt
Mark Karpelès, Chef der gescheiterten Bitcoin-Plattform Mt Gox, ist wegen Datenmanipulation und Veruntreuung von Kundengeldern in Millionenhöhe in Japan angeklagt worden. Karpelès beteuert weiter seine Unschuld. Financial Times
GEHEIMKONZERT
Der Birthday Bash der Berenberg Bank
Privatbanken lieben es eigentlich, bescheiden aufzutreten – zum 425. Jubiläum der Hamburger Berenberg Bank ist die Regel kurzzeitig außer Kraft gesetzt. Die Banker flogen Popstar Robbie Williams zur Party ein, meldet das Handelsblatt.
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